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Die Todsünden der Demokratie

Die ehemalige Mechernicher Gymnasiastin und renommierte Wirtschaftsjournalistin Dr. Ursula Weidenfeld besuchte das GAT – Im März erneutes Wiedersehen bei der Lit.Eifel

Mechernich – Auf diskussionsfreudige und politisch interessierte Schüler stieß Dr. Ursula Weidenfeld bei ihrem Besuch im städtischen Gymnasium Am Turmhof (GAT) in Mechernich. Die aus Kommern stammende, renommierte Wirtschaftsjournalistin und erfolgreiche Buchautorin, die am GAT ihr Abitur gemacht hat, fühlte sich gleich heimisch. „Derselbe Teppichboden, dieselben Stühle“, stellte sie fest. Und noch ein anderes Wiedersehen gab es, nämlich mit Sport- und Erdkundelehrer Heinz Berners, dem mit nach mehr als 40 Dienstjahren einzig verbliebenen ehemaligen Lehrer Weidenfelds am GAT.

Die Wirtschaftsexpertin und Journalistin Dr. Ursula Weidenfeld, selbst ehemalige GAT-Schülerin, sprach vor den Mechernicher Gymnasiasten. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

In ihrer alten Schule präsentierte die Journalistin ihr jüngstes Buch. „Regierung ohne Volk: Warum unser politisches System nicht mehr funktioniert“ lautet der provokante Titel. Darin setzt sie sich mit der Kritik am politischen Establishment auseinander und mit der Frage, wie es zur allgemeinen Politverdrossenheit und dem Erstarken der Populisten kommen konnte.

Bevor Weidenfeld mit den Gymnasiasten in eine angeregte Diskussion einstieg, las sie ihnen aus dem Kapitel „Angela Merkel und die drei Todsünden der Demokratie“ vor, das zentrale Thesen ihres Buches enthält. Es gebe nur wenige Abgeordnete, die in den letzten Jahren tatsächlich aus dem Parlament heraus Politik gemacht hätten, so die Journalistin. „Wolfgang Bosbach ist einer.“ Stattdessen habe die Regierung, so führte die Journalistin aus, ohne Beteiligung des Parlaments viele Entscheidungen getroffen. Als Beispiele nannte sie den innerhalb von 48 Stunden verkündeten Ausstieg aus der Atomenergie („Daran war kein Parlamentarier beteiligt“) oder die Flüchtlingskrise, zu der das Parlament erst Monate später um seine Meinung gefragt worden sei.

Dr. Ursula Weidenfeld mit Schulleiter Micha Kreitz und Heinz Berners (r.), dem ehemaligen Sport- und Erdkundelehrer der erfolgreichen Buchautorin. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

„Das vermittelt den Wählern das Gefühl, dass die Stimme nicht zählt, dass es nicht aufs Parlament ankommt, sondern auf die Kanzlerin“, erklärte sie den Schülern die Folgen der Merkel-Regierung. „Es waren zwölf erfolgreiche Jahre, und eventuell folgen vier weitere. Aber der Demokratie war das nicht dienlich“, konstatierte sie. Vor diesem Zusammenhang konnte sie dem Aufstieg der Rechtsaußen-Politiker sogar eine positive Seite abgewinnen. „Die Afd mobilisiert die Leute wenigstens wieder.“

Am Freitag, 9. März kommt die 55-jährige Autorin übrigens ein zweites Mal mit ihrem Buch ins GAT, um es im Rahmen der 6. Lit.Eifel – und dann vor großem Publikum – erneut zu präsentieren.

Am Freitag, 9. März, kommt Dr. Ursula Weidenfeld erneut ins GAT, um dann im Rahmen der 6. Lit.Eifel ihr Buch „Regierung ohne Volk“ zu präsentieren. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Als sie sich jetzt den Schülern vorstellte, erinnerte sie sich auch an ihre Anfangszeit als Journalistin in der Gemünder Redaktion der „Kölnischen Rundschau“. Der Lokaljournalismus habe sie vor allem darin geprägt, was es bedeute, den Beruf verantwortungsvoll auszuüben, erklärte sie. Nach beruflichen Stationen bei der Wirtschaftswoche, beim Tagesspiegel, der Financial Times Deutschland und als Chefredakteurin der Zeitschrift „impulse“ ist sie freiberuflich als Moderatorin und Kommentatorin bei verschiedenen Fernseh- und Hörfunksendern sowie als Kolumnistin unter anderem für das Handesblatt tätig und schreibt erfolgreich Bücher. „Ich habe heute das große Glück, tun und lassen zu können, was ich will“, sagte sie.

pp/Agentur ProfiPress

 

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