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Die Mischung macht’s…

Carsten Vorwig liebt in Wachendorf besonders die Kastanienallee – Stellvertretender Freilichtmuseumsleiter lebt seit 13 Jahren in unmittelbarer Nähe – Schloss und Bruder-Klaus-Kapelle sind weitere touristische Highlights

Mechernich-Wachendorf – Wenn jemand in einem Freilichtmuseum für den Freilichtbereich zuständig ist, dann geht man im Regelfall davon aus, dass er sich in einem Ort voll alter Häuser am Wohlsten fühlt. „Aus beruflichen Gründen ist das auch so“, gibt Dr. Carsten Vorwig auch zu. Aber zum Wohnen bevorzugt er eine gesunde Mischung aus Historie und Moderne.

Inmitten eines traumhaften Parks, am Ende der Kastanienallee, liegt das Schloss Wachendorf. Es ist heute unter anderem eine beliebte Hochzeitslocation. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Genau das haben Carsten Vorwig, stellvertretender Leiter des LVR-Freilichtmuseums Kommern, und seine Frau Dr. Heike Lützenkirchen, Leiterin des Stadtmuseums Euskirchen, vor 13 Jahren in Wachendorf gefunden. „Ich finde diese Mischung aus Strukturen besonders schön. Es gibt schöne Fachwerkzeilen, manchmal auch versteckt in Hinterhöfen. Aber man kann im Ort auch wunderbar die Weiterentwicklung sehen. Das ist wie eine Zwiebel“, erzählt Vorwig.

Seinen Lieblingsplatz in Wachendorf findet er direkt hinter seinem Grundstück: die im Sommer prächtige Kastanienallee, die vom Schloss bis zum Ortsrand in Richtung Lessenich reicht. „Die Kastanienallee war einer der Orte, die uns sofort aufgefallen sind. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal für das Dorf“, sagt Vorwig.

Prominenter Besuch: 1982 besuchte der Dalai Lama den Ort. Landrat Josef Linden begrüßte ihn im Schloss, wo zu dem Zeitpunkt buddhistische Mönche lebten. Foto: Medienzentrum Kreis Euskirchen/pp/Agentur ProfiPress

Verstärkt wurde die Liebe zur Allee auch durch so manchen herbstlichen Arbeitseinsatz. Denn Vorwig lebte noch nicht lange in Wachendorf, da drohte die Miniermotte den Kastanien den Garaus zu machen. Seit mehr als einem Jahrzehnt wird jeden Herbst das Laub gesammelt. Zum Abschluss gibt es dann Reibekuchen von Anwohnerin Gerlinde Thelen. „Das ist wie ein Event“, meint Vorwig. Eines, das nötig ist, damit die Motten sich nicht wieder in den Wohnzimmern der Anwohner ausbreiten können. Dennoch wird sich die Kastanienallee in naher Zukunft verändern müssen, weil die Bäume von Pilzen und Bakterien befallen sind. Pläne, die Kastanien durch andere Bäume zu ersetzen, gibt es aber bereits.

Für den zweiten Mann im Kommerner Freilichtmuseum ist Wachendorf von seiner Struktur her ein typisches Beispiel eines Ortes, in dem man die bauliche Entwicklung der vergangenen 150 bis 200 Jahre erkennen kann – einschließlich des Wiederaufbaus besonders im Ortskern nach dem Zweiten Weltkrieg.

Ein Tourismus-Magnet ist seit ihrer Eröffnung im Jahr 2007 die Bruder-Klaus-Kapelle im Feld in Richtung Rißdorf. Der Wachendorfer Landwirt Hermann-Josef Scheidtweiler ließ sie errichten und hatte den Schweizer Star-Architekten Peter Zumthor für den Entwurf und die Planung gewinnen können. Foto: Archiv pp/Agentur ProfiPress

Doch Wachendorf hat für Vorwig noch mehr zu bieten als den Wohlfühlort Kastanienallee. Natürlich sind da auch die touristischen Highlights: das Schloss, das sich in Besitz der Familie Müller von Blumencron befindet und das sogar schon vom Dalai Lama besucht wurde, weil in einem Teil des Schlosses Buddhisten ihr Domizil haben. Ebenso ist das Schloss als beliebte Hochzeitslocation bekannt.

Architekturfans und Gläubige pilgern hingegen ins Feld in Richtung Rißdorf: Dorf befindet sich die von Landwirt Hermann-Josef Scheidtweiler errichtete und vom Schweizer Star-Architekten Peter Zumthor entworfene Bruder-Klaus-Kapelle. Tausende Extremsportler werden hingegen wieder im August 2020 erwartet, wenn zum zweiten Mal der Tough-Mudder-Querfeldein-Hindernislauf erwartet wird.

Ausflug ins Grüne, direkt hinter der Gartentür: Die Wachendorfer Kastanienallee ist Carsten Vorwigs liebster Platz im Ort. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Aber es sind auch die Menschen, die Carsten Vorwig und seine Familie so angenehm finden im 600-Einwohner-Ort. Auch da sei es eine gesunde Mischung, die er so reizvoll findet. „Man merkt das besonders bei den Festen wie die Kirmes oder die Mainacht. Die Stimmung hier ist sehr entspannt“, sagt Vorwig. Auch wenn es nur wenige Vereine im Dorf gibt, sorgen die doch für ein reges Leben. Besonders seitdem das Bürgerhaus saniert wurde, ist es ein noch wichtigerer Platz geworden – der monatliche Thekentreff, der jeweils von einem anderen Verein gestaltet wird, ist da nur ein Beispiel.

Es seien immer neue Leute hinzugekommen, erzählt Carsten Vorwig. Und bald werden es noch ein paar mehr sein. Denn in unmittelbarer Nähe von Carsten Vorwigs Grundstück, auf der anderen Seite der Kastanienallee, entsteht momentan ein Neubaugebiet.

pp/Agentur ProfiPress

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