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Die Lizenz für Vergünstigungen

Die Gemeinde Kall hat die Ehrenamtskarten 001 bis 007 ausgehändigt – Bürgermeister Herbert Radermacher: „Das Ehrenamt ist unersetzbar“

Kall – Sein Name ist zwar nicht „Bond, James Bond“, sondern „Becker, Ingo Becker“ – aber den Polizisten aus Sistig und den britischen Agenten vereint die Nummer 007. Während das für den Spion im Geheimdienst Ihrer Majestät die Lizenz zum Töten bedeutet, hat Ingo Becker die Lizenz für Vergünstigungen in bestimmten Kaller Geschäften.

Denn Ingo Becker ist einer der ersten sieben Kaller Bürger, die Inhaber einer Ehrenamtskarte sind. Bürgermeister Herbert Radermacher hat diese ersten sieben Karten jüngst im Rathaus ausgehändigt. Verbunden war das mit einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen.

Bürgermeister Herbert Radermacher und sechs der sieben ersten Kaller, denen er die Ehrenamtskarte aushändigte. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Bürgermeister Herbert Radermacher und sechs der sieben ersten Kaller, denen er die Ehrenamtskarte aushändigte. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die Ehrenamtskarte mit der Nummer 001 hat Rainer Klippel erhalten. Der einstige Hauptschullehrer für Deutsch und Englisch kümmert sich um junge Migranten, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Sie begleitet er etwa zur Polizei oder zum Anwalt. Außerdem betreut er Samuel Mikhael Soliman aus Ägypten. „Ich werde bald 70 und wollte noch etwas tun“, erklärt Klippel seine Beweggründe.

„So langsam treiben die Knospen Blüten“, freute sich Bürgermeister Radermacher, der den Anwesenden noch einmal kurz die Abfolge schilderte, wie es zur Einführung der Ehrenamtskarte in Kall gekommen war. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte gemeinsam mit Städten und Kommunen die Ehrenamtskarte eingeführt, um dem Ehrenamt, das in vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken ist, die verdiente Anerkennung zuteilwerden zu lassen.

In gemütlicher Runde tauschten sich die Ehrenamtler und das Gemeindeoberhaupt (neben ihm am Kopfende: Irene Emons, Teamleiterin Soziales) aus. Rechts: Rainer Klippel, Inhaber der Ehrenamtskarte 001 in Kall. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

In gemütlicher Runde tauschten sich die Ehrenamtler und das Gemeindeoberhaupt (neben ihm am Kopfende: Irene Emons, Teamleiterin Soziales) aus. Rechts: Rainer Klippel, Inhaber der Ehrenamtskarte 001 in Kall. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Diese Ansicht teilte auch die Kaller Politik, die zu Beginn des vergangenen Jahres die Initiative zur Karteneinführung in der Gemeinde Kall ergriff. Politik und Verwaltung waren sich schnell einig, dass die Ehrenamtskarte eine gute Sache und zumindest eine kleine Anerkennung für Ehrenamtler darstellt. „Wir wollten die Karte allen Ehrenamtlern in Kall anbieten“, erzählte Radermacher. Bei einem Fest am 19. August wurde das Vorhaben auf den Weg gebracht, ebenfalls anwesend war Andreas Kersting vom Landesfamilienministerium. Letzter Schritt war dann der positive und einstimmige Beschluss des Gemeinderates im Herbst des vergangenen Jahres. Danach stand Kall als 211. Kommune in Nordrhein-Westfalen fest, die die Ehrenamtskarte eingeführt hat.

„Das Ehrenamt ist unersetzbar“, findet Radermacher und wünscht sich, dass Institutionen, Vereine und Familien der Gemeinde ehrenamtlich tätige Bürger nennen, die mit der Ehrenamtskarte gewürdigt werden. Denn tatsächlich bieten bereits einige Kaller Unternehmen Vergünstigungen für Inhaber der goldenen Karte an. Voraussetzung für den Erhalt einer Ehrenamtskarte ist, dass man mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich tätig ist – und zwar über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren.

Ingo Becker, der ehrenamtlich bei der Feuerwehr in Sistig tätig ist, hat die Ehrenamtskarte mit der Nummer 007. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Ingo Becker, der ehrenamtlich bei der Feuerwehr in Sistig tätig ist, hat die Ehrenamtskarte mit der Nummer 007. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Neben Rainer Klippel und Ingo Becker, der die Ehrenamtskarte nicht für seinen Hauptberuf als Ordnungshüter sondern für seine Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Sistig erhält, wurden auch noch fünf Damen „geehrt“. Johanna May verrichtet ihren Dienst an der Klosterpforte in Steinfeld. Die vier weiteren neuen Karteninhaberinnen – Gisela Weiß, Gisela Stelzer, Diana Koch und Brigitte Gutersohn – arbeiten gemeinsam in der Gemeindebücherei. „Sie sind diejenigen, die die Bücherei am Leben halten“, fand Radermacher und betonte, dass die Bibliothek im Laufe des Jahres 2018 vom jetzigen Standort in der Hauptschule in das Haus der Begegnung, das neben dem Rathaus entstehen wird, umziehen wird.

pp/Agentur ProfiPress

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