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Die Lindenstraße in Paris

Lit.Eifel-Schreibwerkstatt machte in der Gesamtschule Eifel in Blankenheim Station – Schüler begeistert: „Hammermäßig krass“ und „Fantasie durchgehen lassen“ – Vereint wurde an drei Tagen an drei Kapiteln für das eigene Buch „Europa leben“ geschrieben

Blankenheim/Eifel – Das große Europa, ein Haus in Paris und 27 Schülerinnen und Schüler, die vereint an ein- und derselben Geschichte für ein Buch schreiben – das ist kurz gefasst Sinn der Schreibwerkstatt der Lit.Eifel 2021, die in der Gesamtschule Eifel in Blankenheim Station machte.

Die Journalisten Claudia Hoffmann und Bernd Kehren leiteten die Schreibwerkstatt und kitzelten reichlich Phantasie, Können und Eifer aus den Teilnehmern heraus.  Kehren, der auch Karikaturist ist, beflügelte gleichzeitig das zeichnerische Talent der Kinder.

Emsig und mit viel Spaß schrieben die Autorinnen an ihrer Geschichte bei der Lit.Eifel-Schreibwerkstatt an der Gesamtschule Eifel in Blankenheim. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Das gemeinsame Buch trägt den Titel „Europa leben“. Drei Tage wurde daran gearbeitet, an denen die jungen Autorinnen und Autoren drei Kapitel verfassten und illustrierten. Der Ort der Handlung, ein Haus in Paris, hat vier Stockwerke. In der unteren Etage soll am nächsten Tag eine Buchhandlung aufgemacht werden.

Darüber leben die Leute in kleinen und größeren Wohngemeinschaften, so genannten „WGs“. „Es gilt das Lindenstraßen-Prinzip“, erklärte Claudia Hoffmann, wo jeder quasi in seinem kleinen Kosmos lebt. Mit diesen Vorgaben startete dann auch das Projekt.

Jasmin, Kathi und Luca waren emsig am Werk. „Wir schreiben gerade die Geschichte vom ersten und zweiten Stock, wie die aufeinandertreffen“, berichtet Jasmin. Kathi fügt hinzu: „Es macht sehr, sehr viel Spaß, weil jeder sich quasi eine Figur ausdenkt und die dann spielen lässt.“ Luca war begeistert, „dass man sich einfach eine Person ausmalen konnte, die ganz wild agiert, obwohl man selbst eher ruhiger Natur ist.“ Da konnten die „Kids“ ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Wie echte Autoren

Wie bei echten Schriftstellern, musste vorher recherchiert werden. In dem Fall galt die Recherchearbeit Paris, Frankreich und den Franzosen. Was wird dort gegessen? Was ist typisch für die „Grande Nation“? Gemeinsam überlegten die angehenden Autoren zunächst auch, in welcher Stadt das Haus stehen könnte. Da ein Teil der Klasse vor kurzem für ein Erasmus-Projekt in Frankreich war, lag Paris schnell auf der Hand. Doch auch die Eifel fand ihren Platz in der „Story“.

Bernd Kehren skizzierte das Haus nach den Ideen und Angaben der Schüler zunächst auf die Tafel: Oben eine Dachterrasse, ebenso ein Gemeinschaftsgarten, weil eine Figur 86 Jahre alt ist, kommt ein Außenaufzug hinzu, gegenüber liegen eine Bäckerei und der nahegelegene Eiffelturm sowie einige Gässchen.

„So entstand an der Tafel ein großes Bild, das alle als Ausgangspunkt für die Handlung vor Augen hatten“, so Claudia Hoffmann: „Da die Geschichte auch einen Spannungsbogen braucht, musste etwas passieren, etwas Unerwartetes.“ Was also geschah? Die Seine trat über die Ufer und überschwemmte die Buchhandlung und damit den Traum des Betreiber-Ehepaares – damit konnten die Schülerinnen und Schüler literarisch eigene Erinnerungen an das Hochwasser verarbeiten.

Knoten & Begegnungen

„Am ersten Tag haben wir die Figuren entwickelt und dabei mit sogenannten Mindmaps gearbeitet“, so Hoffmann: „Die handelnden Personen bekamen so immer mehr Tiefe.“ Dabei bekamen die Teilnehmer der Lit.Eifel-Schreibwerkstatt reichlich Tipps von den Profis. Claudia Hoffmann: „Wir dozieren nicht, wir helfen, Knoten zu lösen, und vermitteln, wie Geschichten spannender werden.“ Dabei dürften die Autoren ihren Figuren auch etwas Freiheit lassen…

So schrieben die Schülerinnen und Schüler Zeile um Zeile und zeichneten Bild für Bild passende Illustrationen dazu. Klassenlehrerin Tanja Tschernoster war begeistert: „Diese Vielschichtigkeit, die die Kinder innerhalb eines Tages aufs Papier gebracht haben, ist einfach super. Ich bin immer wieder erstaunt und begeistert, wie Claudia Hoffmann das Schreibtalent der Kinder herauskitzelt und fördert. Innerhalb von drei Tagen einen ganzen Roman zu schreiben, ist ja schon eine Leistung. Wir sind sehr froh, dass wir über die Lit.Eifel eine solche Gelegenheit bekamen.“

„Hammermäßig krass“ fanden die jungen Workshopteilnehmer die Zeichnungen von Bernd Kehren, dem früheren Redakteur und Karikaturisten der beiden großen Kölner Tageszeitungen „Kölnische Rundschau“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Immer wieder bekam der gebürtige Gemünder Figuren und Szenen unter die Nase gehalten, gab Tipps und beantwortete Fragen, wenn die Schüler Ideen für ihre eigenen Zeichnungen brauchten. Sogar eine Geburtstagstorte und der Maserati eines Milliardärs wurden zu Papier gebracht.

An einem Happyend wurde schließlich in der Lit.Eifel-Schreibwerkstatt  auch gefeilt: „Die Buchhandlung kann eröffnen, weil alle mit angepackt haben“, fasste Claudia Hoffmann zusammen: „Auf einmal sind aus Fremden erst Mitstreiter und dann eine Gemeinschaft geworden.“ Das passt dann nicht nur zur Geschichte, sondern auch zu der Klasse der Gesamtschule, die gemeinsam ein Buch auf die Beine gestellt hat.

pp/Agentur ProfiPress

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