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Die Hilfsgruppe überrascht

Der ehemalige Leukämie-Patient Christoph Vollmer aus dem Schwarzwald kam mit seiner Lebensretterin Simone Krämer aus Steinfelderheistert zum Stammtisch – Willi Greuel hatte den Besuch der beiden Familien in Vollem geheim gehalten

Kall/Mechernich – Die Emotionen schlugen hoch, als der Vorsitzende Willi Greuel beim jüngsten Monatsstammtisch der Hilfsgruppe Eifel im Haus Kronenberg in Vollem ganz besondere Gäste begrüßen konnte. Dass es an diesem Abend ein Treffen der Stammzellenspenderin Simone Krämer aus Steinfelderheistert und dem Empfänger Christoph Vollmer aus Achern (Schwarzwald) geben sollte, hatten Willi Greuel und Hilfsgruppen-Sprecher Reiner Züll bis zum Schluss geheim gehalten. Sie hatten lediglich eine Überraschung angekündigt.

Entsprechend gespannt waren die Mitglieder des Kaller Förderkreises zum Stammtisch im Haus Kronenberg in Vollem gekommen. Von einer Überraschung war jedoch nichts zu erkennen. Willi Greuel spulte die Tagesordnung wie gewohnt ab. Er informierte die Mitglieder über Spendeneingänge, über die Finanzlage des Vereins und über die zahlreichen Aktivitäten, die in den nächsten Monaten und im Jubiläumsjahr 2017 vorgesehen sind.

Die Familien von Simone Krämer (vorne links) aus Steinfelderheistert und Christoph Vollmer (vorne rechts) aus Achern im Schwarzwild trafen sich in der Eifel. Rechts Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Die Familien von Simone Krämer (vorne links) aus Steinfelderheistert und Christoph Vollmer (vorne rechts) aus Achern im Schwarzwild trafen sich in der Eifel. Rechts Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Auffällig war lediglich, dass der Vorsitzende sein Handy vor sich auf dem Tisch liegen hatte und hin und wieder den Saal zum Telefonieren verließ. Greuel zog die Versammlung in die Länge, denn die „Überraschung“ aus dem Schwarzwald steckte auf der Autobahn im Stau fest. Schließlich erreichte Greuel die Nachricht, dass beide Familien kurz vor dem Eintreffen in Vollem waren.

„Wir haben heute Abend besondere Gäste“, teilte Willi Greuel seinen Hilfsgruppen-Freunden mit und stellte die Familien vor. Als er dann die Katze aus dem Sack ließ und berichtete, dass Simone Krämer für den damals leukämiekranken Christoph Vollmer ihre lebensrettenden Stammzellen gespendet hatte, brauste lautstarker Beifall auf.

Obwohl es schon spät am Abend war, erläuterte Willi Greuel Christoph Vollmer, der mit seiner Ehefrau und drei Söhnen angereist war, die Anfänge und die Arbeit der Hilfsgruppe, die bei zehn Typisierungsaktionen über 22.000 potenzielle Spender in die Deutsche Knochenmark Spenderdatei (DKMS) gebracht habe. 313 dieser 22.000 Typisierten aus der Eifel hätten Stammzellen für Patienten in 34 Ländern der Erde gespendet und Leben gerettet. Willi Greuel: „Und wenn es nur einer gewesen wäre, hätte sich unser Einsatz gelohnt“.

Im Saal war es mucksmäuschenstill, als Christoph Vollmer berichtete, wie er im März 2010 als damals 36-Jährige die niederschmetternde Diagnose bekommen hatte, an Leukämie erkrankt zu sein und nur eine Stammzellenübertragung sein Leben retten könne. Der inzwischen geheilte 42-Jährige Familienvater erzählte von seinen Ängsten, der Stammzellenübertragung und der schweren Zeit danach. Er sei Simone Krämer unendlich dankbar.

Die Mitglieder der Hilfsgruppe Eifel waren beim Monatsstammtisch von dem Spender-Empfänger-Treffen überrascht worden. Gespannt lauschten sie den Erzählungen des einstigen Leukämie-Patienten Christoph Vollmer (links). Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Die Mitglieder der Hilfsgruppe Eifel waren beim Monatsstammtisch von dem Spender-Empfänger-Treffen überrascht worden. Gespannt lauschten sie den Erzählungen des einstigen Leukämie-Patienten Christoph Vollmer (links). Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Sie würde es sofort wiedermachen, berichtete Simone Krämer, die mit ihren Lebensgefährten Karsten Hufschlag und Sohn Silas nach Vollem gekommen waren. Sie hatte sich im Januar 2010 typisieren und in die weltweite Spenderdatei eintragen lassen. Nie hätte sie damit gerechnet, dass sie schon acht Wochen nach ihrer Typisierung einem todkranken Patienten das Leben retten konnte.

Nach zweijähriger Zeit der vorgeschriebenen Anonymität, in der lediglich ein namenloser Briefkontakt möglich war, bekamen Spender und Empfänger ein Gesicht, so dass es im vergangenen Jahr ein erstes Zusammentreffen im Schwarzwald gab. Daraus ist inzwischen eine große Freundschaft entstanden. Christoph Vollmer: „Wir sind jetzt eine große Familie“.

pp/Agentur ProfiPress

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