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Des Bleistifts schicker Kern

„Bodenschätze“ der Bleibergstadt bei Sturm auf das Rathaus in Kostüm verarbeitet – Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick skizzierte Pläne einer Stiftfabrik – Jecken tanzten und schunkelten im Sunnesching – Prinz Peter IV. (Schweikert-Wehner) knöpfte sich Stadtoberhaupt vor

Mechernich – Nein! Kampflos ergeben, das ist Dr. Hans-Peter Schick seine Sache nicht. Rumms! Der Bürgermeister und seine Adjutanten feuerten die ersten Gewehrsalven ab, um den Beamtenbunker gegen das närrische Volk zu verteidigen, das vehement die Herrschaft an sich reißen wollte.

Gespitzt ragte Schick aus der Verteidigungslinie der Verwaltung hervor. Seine Frau Gaby und sein Sohn Alexander hatten ihm das exklusive Kostüm auf den Leib geschneidert. Der Bürgermeister lief keck als „Bleiberg-Bleistift“ auf.

Alles Wehren und Schießen nützte nichts – der Beamtenbunker ist nach dem Sturm auf das Rathaus fest in närrischer Hand. Bis Aschermittwoch wünscht Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick von Herzen: „Wunderbare bleifreie Tage!“

Er scheute sie also nicht. Die Mine aus Blei, die in großen Lettern von den Gazetten aufgegriffen und unters Volk gebracht worden war. Zur Seite stand ihm sein Beigeordneter Thomas Hambach, der als Bergmann sein Steigerglück versuchte, um nicht nur in einstigen Stollen, sondern auch in frischen Neubaugebieten nach dem Jahrtausende-alten Bleivorrat zu suchen.

„Blei ist das Kreuz, es macht uns Sorgen, gestern, heute und auch morgen“, reimte Schick dann auch bei seiner Abdankung mit Blick auf die Querelen um die „Bodenschätze“ der Heimat.

Leben schön – statt „Bleigestöhn“

„Drei Uenzen Blei“, Baum und Kleber noch hinzu, fertig sei der schicke Stifte-Prototyp der Bleibergstadt. „Dann bauen wir mit etwas Glück noch eine große Stiftfabrik“, sinnierte Schick. Am Wind werde dann noch gedreht, damit der Baustaub weiterweht „und Herr R. aus Kommern-Süd wieder etwas klarer sieht.“ Denn so viel ist klar: „Das Leben ist doch viel zu schön, für das ganze Bleigestöhn.“ Besser sei es, Blei zu gießen, als andern in den Po zu schießen.

Der Prinz reckte siegessicher den Schlüssel für den Beamtenbunker gen Himmel. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Zuvor hatte das Team um Friedel Hüllenkremer an der dicken Kanone, die vor dem Rathaus als schweres Geschütz aufgefahren worden war, mächtig Stoff gegeben. Kleine quadratische kubanische Kracher wurden flink in die Kanonenrohre gestopft. Mit lautem Knall gab es mächtig Qualm. Und dann war es soweit.

Der Bürgermeister hisste angesichts der jecken Übermacht die weiße Fahne. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Unter großem Jubel der Narren riss das Volk angeführt von „Oberjeck“ Addy Sechtem, der Prinzengarde und Prinz Peter IV. (Schweikert-Wehner) die Macht an sich. Konfetti-Kanonen bliesen zum geträllerten Tusch bunt-schillernde Papierschnipsel in den Himmel. „Die Stadtkasse soll Euer sein“, kapitulierte Schick schließlich angesichts der jecken Übermacht.

Das jecke Volk jubelte, tanzte und schunkelte zur Musik. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Der Prinz reckte siegessicher den Schlüssel für den Beamtenbunker gen Himmel, um gleich nach dem Mikrofon zu greifen und seine Prinzen-Party-Songs zu singen. Die Jecken stimmten mit ein. Mit „Das ist Heimat“ fühlten sich alle verbunden. Das Volk schunkelte Arm in Arm im Sunnesching.

Schlüssel weg – dickes Ende

Schlüssel weg – und dann das: Das dicke Ende kam erst noch für Dr. Hans-Peter Schick. Das närrische Oberhaupt entließ das Stadtoberhaupt nicht einfach so in Ehren, sondern knöpfte sich den frisch entmachteten Bürgermeister bei dieser Gelegenheit vor.

Konfetti-Kanonen bliesen zum geträllerten Tusch bunt-schillernde Papierschnipsel in den Himmel. „Die Stadtkasse soll Euer sein“, kapitulierte „Bleiberg-Bleistift“ Dr. Hans-Peter Schick schließlich angesichts der jecken Übermacht.

Zehn Jahre stünde der neue, millionenschwere Rathaus-„Palast“ jetzt schon da. Der Bau wäre zwar kaum gealtert, dafür des Bürgermeisters Haut vielleicht umso mehr. „Da hat sich der Bürgermeister was Schlaues überlegt“, meinte der Prinz. Wie sonst sollte man begründen, dass er Hochwald an Land gezogen hat?

Das „jecke“ Team an der dicken Kanone hatte mächtig Stoff gegeben. Kleine quadratische kubanische Kracher wurden flink in die Kanonenrohre gestopft, um den Beamtenbunker einzunehmen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Das Milch-produzierende Unternehmen habe doch Probleme Wasser zu bekommen. Denen gebe man jetzt einfach das kühle Nass aus dem defizitären Schwimmbad, und der Bürgermeister könne – statt „Botox“-Kur – seine Haut in Milch wie einst Kleopatra nun im „Eifelbad“ eintauchen.

Mit lautem Kanonen-Knall gab es mächtig Qualm für den Rathaussturm in Mechernich. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Jäh wurde des Prinzen Litanei jedoch unterbrochen. Mit einer dringenden Durchsage für Gleis zwei am „Hauptbahnhof Mechernich“: „Die geplanten Umbaumaßnahmen verschieben sich auf bestimmte Zeit“, imitierte Dirk Gemünd, neben Michael Sander Adjutant der Tollität, die Lautsprecherstimme. Die Stadt werde wohl in die eigene Schatulle greifen müssen, damit ein behindertenfreier Zugang möglich werde, mutmaßte der Prinz. Für eine andere Idee erteilte der Mechernich TUS-Vertreter schon jetzt vorsorglich die gelbe Karte. Denn 2021 wolle der Bürgermeister „das schöne Eifelstadion plattmachen“. Dann drohe ein Platzverweis.

Bei der Schlüsselübergabe gab es kein Vertun: Die Macht ist mit den Narren über die tollen Tage. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Und Schick? Entmachtet und losgelöst von all den täglichen Sorgen? Der wünschte bis Aschermittwoch von Herzen: „Wunderbare bleifreie Tage!“

pp/Agentur ProfiPress

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