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Der Dorfplatz ist das Herzstück

Der Mechernicher Ortsteil Rißdorf mit seinen 119 Einwohnern liegt in einer Landschaftsidylle – Erste Erwähnungen im Jahr 1249 – Nur ein Dorf-Verein

Mechernich-Rißdorf – Fragt man Markus Hinterwälder aus Rißdorf nach seinem Lieblingsplatz im Dorf, gibt es für ihn nur eine Antwort. „Der Dorfplatz natürlich! Mir ist es einfach wichtig, dass die Dorfgemeinschaft zusammengehalten wird. Daher ist ein schöner Dorfplatz unheimlich wichtig.“

Markus Hinterwälders Lieblingsplatz ist der Dorfplatz in Rißdorf. Foto: Frederik Scholl/Wochenspiegel/pp/Agentur ProfiPress

Dass die Fläche und der gegenüberliegende Platz vor der Maria-Himmelfahrt-Kapelle so schön sind, daran hat auch Hinterwälder seinen Anteil. Seit 2017 ist er Vorsitzender des Dorfverschönerungsvereins Rißdorf. Gemeinsam mit seinem Team hält er Dorf- und Kapellenplatz in Schuss, außerdem schneidet der Verein Bänke auf den Wanderwegen rund um das Dorf frei, wenn die Vegetation überhandnimmt.

Zudem organisiert der Dorfverschönerungsverein, übrigens der einzige Verein im 119 Einwohner zählenden Dorf, den Martinszug und einmal im Jahr ein Fest auf dem Dorfplatz. „Dabei kann ich mich absolut auf mein Team verlassen. Ohne das Engagement der Mitstreiter wäre das alles nicht möglich“.

Die heute unter Denkmalschutz stehende Maria-Himmelfahrt-Kapelle wurde 1936 fertiggestellt. Gottesdienste durften aber erstmals 1941 stattfinden. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Dass sich die ehrenamtliche Arbeit des Vereins lohnt, merkt Hinterwälder an der Resonanz aus der Bevölkerung. „Die Menschen im Dorf sind einfach froh, dass sich in Rißdorf was tut“, sagt Hinterwälder. Gebürtig ist der Vereinsvorsitzende übrigens aus Euskirchen. „Ich habe mitten in der Stadt gewohnt. Als ich 2003 hierhergezogen bin, war das schon eine Umstellung, aber heute kann ich mir nicht mehr vorstellen woanders zu leben. Im Dorf kennt jeder jeden und das möchte ich nicht missen“, sagt Markus Hinterwälder, der gemeinsam mit Ehefrau Christine unweit vom Dorfplatz entfernt wohnt.

Die Vorteile einer funktionierenden Dorfgemeinschaft hat Hinterwälder schon am eigenen Leib erfahren. „Wenn man für sich etwas am Haus oder im Hof arbeiten will, muss man immer schön leise sein, sonst ist ganz schnell jemand da, der einem helfen möchte“, sagt Hinterwälder mit einem Schmunzeln.

Ein Blick aus der Luft auf Rißdorf. Die Straße links führt nach Weiler am Berge, rechts geht es nach Lessenich. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Risdorp, wie es ursprünglich hieß, wurde 1249 erstmals urkundlich erwähnt. Allerdings gehen Historiker davon aus, dass der Ort viel früher aus einem Vorhof der Burg Zievel, die 1107 erstmals urkundlich erwähnt wurde, entstanden ist. Bis 1929 befand sich eine Kapelle, die wegen Baufälligkeit aber abgerissen wurde. Zu diesem Zeitpunkt fanden in Rißdorf und Lessenich Haussammlungen zur Errichtung der Maria-Himmelfahrt-Kapelle statt. 1936 wurde der Bau fertiggestellt. Fünf Jahre durften aber keine Gottesdienste dort stattfinden, erst 1941, also mitten im Zweiten Weltkrieg, erhielt sie den kirchlichen Segen. Auch wenn die katholische Kapelle noch nicht sehr alt ist, steht sie seit 2005 unter Denkmalschutz.

Landschaftlich ist Rißdorf idyllisch von Natur umgeben. Die zu Wachendorf gehörende Bruder-Klaus-Kapelle ist zu Fuß sehr gut zu erreichen. Auch die frühere römische Wasserleitung nach Köln liegt in der Nähe. Verkehrlich verbunden ist Rißdorf über die Landesstraße 499 mit den Nachbarorten Lessenich und Weiler am Berge.

pp/Agentur ProfiPress

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