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Der „Eifeler Way of Killing“

Dritte Auflage von „Talk im Bahnhof“ in der Mechernicher Gleispassage begeisterte Zuschauer – Schauspieler Dirk Moritz, Musiker Peter Bauchwitz (Kolibris), Autor, Karikaturist und Verleger Ralf Kramp sowie Manfred Lang als „nickelije Eefeler“ boten beste Unterhaltung – Herbert und Bernd Born machten Moderation zur „Familiensache“ – „Spezies“ sorgten für Stimmung

 

Mechernich – Es war einfach eine runde Sache. Auch die dritte Auflage von „Talk im Bahnhof“ in der Mechernicher Gleispassage, diesmal neben Herbert Born und Manfred Lang auch comoderiert von Bernd Born, begeisterte. Diesmal auch mit Stimmungsmusik, mit der es der Mechernicher Band „Spezies“ im Handumdrehen gelang, das Publikum zwischen den Talkrunden derart aufzumischen, dass schon bald nicht nur in die Hände geklatscht und mitgesungen sondern teils auch im Gang getanzt und geschunkelt wurde.

Schauspielrecherche

beim Mechernicher Arzt 

Genauso allerdings schenkten die Zuschauer schnell wieder ihre ganze Aufmerksamkeit den spannenden Gesprächen, sobald das Moderatoren-Team den nächsten Gast ankündigte. Kein Wunder, war es doch immer wieder überraschend zu erfahren, welche Verbindungen nicht nur die Lokal- und rheinische Regionalprominenz sondern auch etwa der ARD-Schauspieler Dirk Moritz zur Stadt Mechernich hat. Moritz nämlich, der eigentlich Dirk Moritz Weiermann heißt, ist in Mechernich aufgewachsen, wo seine Eltern noch heute leben.

Der prominente Sohn der Stadt war fast 500 Folgen lang als „Lenny“ in der Telenovela „Rote Rosen“ zu sehen und zählt nun als Arzt „Dr. Daniel Fritzsche“ zu den Hauptdarstellern der ARD-Vorabendserie „Verbotene Liebe“. Recherchiert habe er für seine Rolle in Mechernich, wie er den Moderatoren Herbert und Bernd Born verriet: „Als erstes bin ich zu meinem Arzt Dr. Weber gegangen.“

Überrascht zeigte sich der Jungschauspieler, als Herbert Born ihn auf seine „über 300 Fehlstunden“ ansprach, die Moritz einst auf der Höheren Handelsschule in Kall angesammelt hatte. „Woher wissen Sie das – das weiß noch nicht einmal meine Mutter!“, sagte er und lachte. Aber es stimme schon, so Moritz, denn die Schule sei oft „einfach langweilig“ gewesen, „klasse“ hingegen fand er es, stattdessen im Kaller Bistro Dart zu spielen. Seine Mutter, die den Auftritt ihres berühmten Sohnes in der Gleispassage live mitverfolgte, hatte dem Moderator noch ganz andere Dinge verraten, die Moritz schmunzelnd einräumte: Bevor er als deutschlandweit Bester seine Ausbildung zum Straßenbauer abschloss, hatte er sowohl eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann als auch eine zweite zum Gartenbauer abgebrochen.

Deutlich mehr Durchhaltevermögen zeigte Dirk Moritz beim Sport: Snowboarden, Tauchen, Thaiboxen sowie Stock- und Schwertkampf gehörten zu seinem regelmäßigen Programm – bis er Schauspieler wurde. „Das alles darf man als Schauspieler, der unter Vertrag ist, nicht mehr. Das Risiko, unfallbedingt auszufallen, wäre viel zu groß“, berichtete Moritz mit leichtem Bedauern in der Stimme. Die Uhr zurückdrehen möchte er aber nicht, denn der Schauspieler hat noch Träume: Einmal mit Iris Berben oder Moritz Bleibtreu gemeinsam vor der Kamera zu stehen etwa. „Meine Traumrolle wäre“, verriet er dem Mechernicher Publikum, „irgendwann einmal Tatort-Kommissar zu sein.“

Ralf Kramp bevorzugt den

„Eifeler Way of Killing“ 

Mit Tatorten kennt sich auch der Krimiautor, Karikaturist und Verleger Ralf Kramp besten aus. Was Moderator Manfred Lang äußerst skeptisch stimmte: „Wie kann man nur eine so scheinheilige Fassade zur Schau tragen“, ging er seinen Gesprächspartner und Freund augenzwinkernd an, „wenn man in Wirklichkeit nur so strotzt vor Abscheulichkeiten.“

Nein, nein, so Ralf Kramp: „Ich hasse Messer und Schusswaffen und kann kein Blut sehen.“ Was zu einem weiteren ebenso amüsanten wie spannenden verbalen „Schlagabtausch“ mit Lang führte. Denn unter dem Titel „Blutspur“ organisiert Kramp, der unter anderem mit dem Förderpreis des „Eifel-Literatur-Festivals“ ausgezeichnet wurde, spannende Krimiwochenenden in der Eifel „zum mitmachen“. Überhaupt bevorzuge er für seine Protagonisten den „Eifeler Way of Killing“, so der Autor. Da werde statt mit exotischen asiatischen Pfeilgiften eher mit Alltagsgegenständen gemordet, einem Nudelholz etwa.

Und welchen Bezug hat Ralf Kramp zu Mechernich? Einen großen, denn: „Meine erste Junggesellenbude hatte ich in Mechernich „Op de Kier“ und später habe ich lange in Glehn gelebt“, berichtete er. Überhaupt, so Kramp, sei er lange gar nicht aus dem Kreis Euskirchen herausgekommen. Bis er nach „Russland-Pfalz“ gezogen sei: „Plötzlich hatte ich ein Dauner Kennzeichen – das tut ganz schön weh, kann ich euch sagen.“ Doch das war nicht ganz ernst gemeint, denn mittlerweile liebe er seine neue Heimat, in der er nicht nur sehr erfolgreich schreibt und zeichnet, sondern auch den „kbv“-Verlag leitet und das „Kriminalhaus“, ein Krimi-Café, betreibt.

Die Musik lockte ihn

nach Mechernich 

Den Wachendorfer Peter „Pete“ Bauchwitz von den „Kolibris“ hatte ursprünglich die Big Band der Bundeswehr nach Mechernich gelockt. Dort hatte er nach dem Musikstudium nämlich nicht nur Bandleader Günter Noris, sondern die ganze Combo mit einer ganz eigenen Elvis-Interpretation überzeugt. Später begeisterte er als Bandmitglied der „Höhner“ die Massen. Das aber, so der Künstler, habe auch Schattenseiten gehabt: „Teilweise hatten wir 250 Auftritte in einer Karnevals-Session, dazu kamen rund 200 weitere Auftritte im Jahr. Ich war ganz schön im Hamsterrad gefangen.“

2003 entschied sich Bauchwitz, der sowohl amerikanischer als auch deutscher Staatsbürger ist, für den Ausstieg. Nicht allerdings, ohne den Höhnern den Superhit „Viva Colonia“ zu hinterlassen, der aus seiner Feder stammt. Seitdem, berichtete der Texter, Komponist und Produzent, verlaufe sein Leben wieder in ruhigeren Bahnen. „Das wichtigste sind mir meine Familie und Freunde“, sagte Bauchwitz abschließen. Und: „In Wachendorf habe ich auch die Liebe meines Lebens getroffen.“

Witzige Anekdoten

und göttliche Mimik 

Unter anderem auch über die Liebe, genauer gesagt den Hochzeitstag, von dem er „esu kapott wor“, brillierte der angekündigte, geheimnisvolle „Überraschungsgast“. Dahinter nämlich verbarg sich der Talk-im-Bahnhof Mitinitiator und Moderator Manfred Lang. Als die von ihm geschaffene Kunstfigur „Ne nickelije Eefeler“ stürmte er laut krakelend die Bühne und eroberte sein Publikum im Sturm mit witzigen Anekdoten und Geschichten auf Platt sowie göttlicher Mimik. Mit dem grandios gespielten Witz über das „Menue“, das er dereinst bestellt hatte, fand nicht nur Langs Auftritt sondern auch der dritte „Talk im Bahnhof“ seinen Höhepunkt.

Den passenden, musikalischen Abschluss für einen rundum gelungenen Abend schufen die „Spezies“ Reiner Meyer, Karl Plötzer und Marko Heinrichs gemeinsam mit Peter Bauchwitz. Sie entließen im Mechernicher Bahnhof ein bestens gelauntes Publikum, von dem sich manch einer vermutlich schon jetzt den 17. März dick im Kalender anstreichen wird. Dann nämlich soll der nächste „Talk im Bahnhof“ stattfinden, unter anderem mit dem Weihbischof Karl Reger.

pp/Agentur ProfiPress 

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