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Das Glück, wenn der „Puls“ pocht . . .

„Mission Inklusion“ im Euskirchener „Casino“ war das I-Tüpfelchen, aber nicht der Schlusspunkt eines über Jahre andauernden Kreativitätsprozesses behinderter und nichtbehinderter, zum Teil auch prominenter Menschen im Kreis Euskirchen des HPZ „Haus Lebenshilfe“ unter den Augen und vor den Kameras des aus Bürvenich stammenden Künstlers und Dozenten Rolf A. Kluenter – Hunderte feierten Kunst, Musik, Tanz, Talks und sich selber auch – Tolle Atmosphäre, schöne Stimmung

Euskirchen/Bürvenich – Mit Musik, Gesang, Tanz, Talks und vermutlich vielen persönlichen Glücksmomenten endete die Inklusions-Kunstausstellung „PULS – Stadt, da pocht ein Herz“ am Sonntag, keine 250 Meter von ihrem Austragungsort im Euskirchener Stadtmuseum entfernt, nämlich im „Casino“ an der Kaplan-Kellermann-Straße.

In der historischen und Dank des Casino-Vereins auch wieder aktuellen „Guten Stube“ der Kreisstadt wurde vor einem mehrhundertköpfigen Publikum eine ebenso eindrucks- wie stimmungsvolle Abschlussgala der „Lebenshilfe“ gegeben.

Stimmung pur: Die „Troublemaker“ der „Lebenshilfe“ eröffnen die Gala zum Abschluss der Ausstellung „PULS – Stadt, da pocht ein Herz“ und zugunsten der „Mission Wir: Glücksmomente erleben“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Daran wirkten unter anderem die Palm Beach Girls, der „Beatles“-Interpret Peter Bernards, Eifeltroubadour Günter Hochgürtel und die Musik- und Tanzformationen „Troublemakers“ und „Let’s Dance“ des Heilpädagogischen Zentrums „Haus Lebenshilfe“ in Bürvenich mit. Durchs Programm führten Lebenshilfe-Geschäftsführer Rolf K. Emmerich und der Journalist und Diakon Manfred Lang.

Kunst als Sprache der Inklusion

Das Moderatorengespann verwickelte bei der Veranstaltung, die unter dem Titel „Kunst als Sprache der Inklusion“ stand, Zeitzeugen in kurzweilige Gespräche, die im über 45jährigen Leben der „Lebenshilfe“ und beim Inklusions-Kunstprojekt „PULS“ des deutsch-chinesischen Bild- und Filmkünstlers Rolf A. Kluenter bedeutende Rollen gespielt hatten.

Der aus Bürvenich stammende Artist hat seit Jahren mehrere Filmprojekte mit behinderten und nichtbehinderten Akteuren gedreht, zugelassen, komponiert und arrangiert, die bereits mit Preisen in Berlin und New York ausgezeichnet wurden und deren jüngstes Ergebnis seit Oktober im Stadtmuseum Euskirchen zu sehen war.

Show und Showmaster: Die umjubelten „Palm Beach Girls“ werden nach der Gala „Kunst als Sprache der Inklusion“ im Euskirchener Casino von Moderator Rolf K. Emmerich verabschiedet. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Gala zugunsten der Aktion „Mission Wir: Glücksmomente erleben“ bildete sozusagen das I-Tüpfelchen, aber keineswegs den Schlusspunkt von „PULS – Stadt, da pocht ein Herz“, in dessen Mittelpunkt der Euskirchener Bahnhof als Synonym für Heimat und Welt, Ankommen, Abreisen und Dableiben stand.

Denn die auf mehreren Monitoren und vielen Bildwänden gezeigten Ergebnisse einer zwei Jahren lang aufgenommenen, geschnittenen und wieder zu eindrucksvoll kombinierten Film-Foto-Kompositionen  zusammengesetzten Arrangements sollen auch in den kommenden Monaten und Jahren immer wieder ausschnittweise gezeigt werden, unter anderem beim Euskirchener Stadtjubiläum.

Viele Ehrengäste waren gekommen, darunter (vorne von rechts) der Künstler Rolf A. Kluenter, Kuratorin Dr. Heike Lützenkirchen, Euskirchens Vize-Bürgermeister Horst Belter und Ehefrau Silvia, Prinzengarden-Präsident Horst Wachendorf und die Eheleute Andreas und Angelika Tschauner. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Rolf K. Emmerich, der Geschäftsführer und Nachfolger des HPZ-Gründers, seines Vaters Willy Emmerich, begrüßte im proppenvollen „Casino“ ebenso gehandicapte Schützlinge, Akteure des Films wie Zaungäste und prominente Zeitgenossen, die in mehrfacher Hinsicht eine Rolle spiel(t)en. Zuvorderst den unter anderem in Shanghai und Katmandu unterrichtenden Kunstprofessor Rolf A. Kluenter, der noch vom Jetlag gezeichnet soeben aus Asien in der Eifeler Heimat eingetroffen war.

Rolf A. Kluenter ist glücklich

„Ich bin glücklich“ erklärte der Performer einer Zeitungsjournalistin im Interview: Die sieben Schauspieler mit Behinderung vor allem, aber auch das „Sich-Einlassen“ der prominenten Akteure vor der Kamera – unter anderem Landrat Günter Rosenke, Bürgermeister Dr. Uwe Friedl,  Schauspieler Andreas Albrecht, Chansonier Günter Hochgürtel, EuGeBau-Geschäftsführer Oliver Knuth und Mundart-Rezitator Manni Lang – hätten ihn „erst gelehrt, ein Künstler zu sein“.

„Erst wollte ich inszenieren und denen erklären, wie schauspielern geht, aber dann haben die mir gezeigt, was sie denken, fühlen und draufhaben“, so Kluenter. „Am Set herrschte eine unglaublich dichte Atmosphäre, gerade auch im Kontakt mit den absolut authentischen Akteuren“, so der Bonner Fotograf Stefan Eickschen, der immer dabei war und die Dreharbeiten im Auftrag der Kuratorin und Stadtmuseumsleiterin Dr. Heike Lützenkirchen aufnahm und zu einem Klasse-Katalog zusammenstellte, der noch in wenigen Restexemplaren beim Stadtmuseum und im HPZ „Lebenshilfe“ erhältlich ist.

Am Ende der Gala „Mission Wir: Glücksmomente erleben“ gab es kein Halten mehr: Akteure und Publikum mischten sich auf der Bühne zum bunten und ausgelassenen Tanzknäuel. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Die Ausstellung ist beendet, doch der Puls wird weiterpochen“, schreiben die im Kreis Euskirchen erscheinenden Kölner Tageszeitungen. Damit fassten sie auch die Aussagen zweier Talkrunden zusammen, in denen Rolf K. Emmerich und Manfred Lang Menschen aus dem „PULS“-Projekt, aber auch aus mehreren Jahrzehnten „Lebenshilfe“-Historie interviewten.

Allen voran Josef C. Rhiem, den früheren Zülpicher Bürgermeister,  Vize-Landrat und Ehrenkurator des Heilpädagogischen Zentrums „Haus Lebenshilfe“, das sich mittlerweile kreisweit und längst nicht mehr nur in Bürvenich in einem Dutzend Einrichtungen stationär oder ambulant wie in der Autismus-Ambulanz im Euskirchener „Quartier City Süd“ um mehrere hundert behinderte Schützlinge kümmert.

Helmut Habscheid (l.) von der unterstützenden Kreissparkasse Euskirchen stellte sich inhaltlich und persönlich „mit ganzem Herzen“ hinter das von Rolf K. Emmerich (r.) geführte HPZ Haus Lebenshilfe und seine engagiert-liebevolle Arbeit mit behinderten Mitmenschen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Rhiem wie NEW-Chef Wilhelm Stein und Andreas Tschauner, der Gründer der HPZ-eigenen Karnevalsgesellschaft, gaben Bonmots, aber auch herzergreifende persönliche Statements aus der fast 50jährigen  Geschichte der „Lebenshilfe“ zum Besten – Tschauner um karnevalistische Aspekte unterstützt von Rolf-Peter Hohn vom Regionalverband Düren (RVD) im Bund Deutscher Karneval und Horst Wachendorf, dem Präsidenten der Prinzengarde Zülpich.

Interviewt wurden natürlich auch Rolf A. Kluenter, Rolf K. Emmerich selbst und Museumschefin Dr. Heike Lützenkirchen, Wilhelm Stein, der Chef der Nordeifelwerkstätten „NEW“ für Behinderte, Euskirchens Vize-Bürgermeister Horst Belter in Vertretung des erkrankten Verwaltungschefs Uwe Friedl, der Chansonier und Mit-PULS-Akteur Günter Hochgürtel, Dokumentator Stefan Eickschen, Musiktherapeut und Mitakteur Peter Bernards sowie die „Troublemaker“- und „Lets Dance“-Sänger und Betreuer Conny Zillken, „Age-Pee“ Hans-Peter Jansen und Ute Fey-Eichen.

Engagierter liebevoller Umgang mit Behinderten

Eine zentrale Rolle spielte auch Helmut Habscheid von der Kreissparkasse Euskirchen, die das „PULS“-Projekt und frühere Inklusions-Kunstprojekte von „Haus Lebenshilfe“ ebenso unterstützt wie Oliver Knuths Euskirchener Gemeinnützige Baugesellschaft (EuGeBau). Habscheid überbrachte Moderator und Geschäftsführer Rolf K. Emmerich nicht nur einen Briefumschlag mit unbekanntem aber leicht vermutbarem Inhalt.

Habscheid stellte sich auch inhaltlich und persönlich „mit ganzem Herzen hinter das HPZ Haus Lebenshilfe und Ihre engagierte und liebevolle Arbeit mit behinderten Mitmenschen“. Etwas, was viele an diesem Nachmittag im Euskirchener „Casino“ taten, das von Hermann Verbeek und seinem Team auf das Vortrefflichste für die „PULS“-Abschlussgala hergerichtet worden war.

Tanzlehrerin Vera Heine (l.) mitten unter ihren Eleven von der „Lebenshilfe“-Gruppe „Lets Dance“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Krönender umjubelter Abschluss der fast dreistündigen Gala waren die Palm Beach Girls, die einen anmutigen „Affentanz“ aufführten in atemberaubenden Tarzan-und-Jane-Kostümen und mit einer wilden Choreographie mit zahlreichen Hebefiguren bis an die Decke der altehrwürdigen Feierstätte von Euskirchen.

Rolf K. Emmerich schloss die Veranstaltung mit der Feststellung, dass es mit Unterstützung von Einnahmen der „Mission Wir“ nicht nur „Glücksmomente“ bei den Ferien- und Freizeitaktivitäten behinderter Lebenshilfe-Schützlinge geben werde: „Ich denke, Sie hatten hier und heute Glücksmomente, von denen Sie noch in den nächsten Tagen und Monaten zehren!“

pp/Agentur ProfiPress

 

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