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Couragiert gegen Rassismus

Gesamtschule Mechernich jetzt offiziell zertifiziert – Festakt mit Kurzauftritt von Projektpate Stephan Brings – Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick stolz auf Schüler

Mechernich – Jetzt ist es offiziell: Die Gesamtschule der Stadt Mechernich ist nun „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. In einem Festakt überreichte Ilhan Güngör, Regionalkoordinator beim Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrum des Kreises Euskirchen, die Urkunde und die entsprechende Plakette an das Projektteam um die beiden Lehrerinnen Nelly Anton und Najla Azizi. „Das ist kein Preis und keine Auszeichnung, das ist eine Selbstverpflichtung“, so Güngör.

Aus den Händen von Ilhan Güngör (r.) nahm das Projektteam um die Lehrerinnen Najla Azizi (v.l.) und Nelly Anton Urkunde und Zertifikat entgegen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Aus den Händen von Ilhan Güngör (r.) nahm das Projektteam um die Lehrerinnen Najla Azizi (v.l.) und Nelly Anton Urkunde und Zertifikat entgegen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Es war ein beeindruckender und emotionaler Festakt, den die Schüler Mandela Sayf und Pascal Grabowski gekonnt moderierten und der durch Liedbeiträge des Schulchors und der Schulband sowie Gedichte durch die Schüler Ahmad Taktak, Selina Bridoux und Leonie Kurth, in denen sie auf die Gleichheit eines jeden Menschen hinwiesen, angereichert wurde. Und natürlich gab es Reden in der vollbesetzten Aula des Schulzentrums.

Schulleiterin Dagmar Wertenbruch erinnerte sich an die Anfänge: „Ihr selbst wolltet die Selbstverpflichtung, eine Schule ohne Rassismus und eine Schule mit Courage zu sein.“ Der Schülerrat habe die Idee vor fast zwei Jahren entwickelt. Es gründete sich eine Arbeitsgemeinschaft, die die Idee in die Klassen trug. „Ihr habt informiert, erklärt, überzeugt und die erforderlichen Unterschriften zusammengetragen“, freute sich Wertenbruch. Sie dankte der Projektgruppe, die sich immer freitagnachmittags traf, und den beiden Lehrerinnen für ihr „Engagement für die Menschlichkeit“. Die Gesamtschule der Stadt Mechernich sei ein „Ort des bewussten Wertschätzens geworden“. An der Schule werde eingetreten für das, was wesentlich ist.

Bevor Projektpate Stephan Brings solo musizierte, schloss er sich dem Schulchor und der Schulband an, die das Lied „Die Liebe gewinnt“ zum Besten gab. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Bevor Projektpate Stephan Brings solo musizierte, schloss er sich dem Schulchor und der Schulband an, die das Lied „Die Liebe gewinnt“ zum Besten gab. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick schlug den Bogen in Richtung Auschwitz-Gedenken ein paar Tage zuvor und mahnte vor wieder aufkeimendem Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. „Es zählt nicht mehr der Mensch. Und dagegen gilt es ein Zeichen zu setzen. Schweigen ist keine Option, die Demokratie lebt von der Einmischung. Ihr setzt hier und heute ein Signal“, so das Stadtoberhaupt, das zu Beginn und am Ende seiner Rede betonte, stolz auf die Gesamtschüler zu sein.

Besonderen Moment im Herzen tragen

Diesen Worten schloss sich auch Astrid Geschwind an, Dezernentin bei der Bezirksregierung Köln: „Es ist wichtig: Wofür möchte ich stehen, wofür möchte ich mich einsetzen.“ Die Schüler und ihre Lehrer sollten diesen besonderen Moment lange in ihren Herzen tragen, wenn junge Menschen aufstehen und sich einsetzen.

Schulleiterin Dagmar Wertenbruch beschrieb, wie das Projekt „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ entstand und umgesetzt wurde. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Schulleiterin Dagmar Wertenbruch beschrieb, wie das Projekt „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ entstand und umgesetzt wurde. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Als prominente Paten gewann das Projektteam zwei Musiker aus dem Stadtgebiet. Zum einen die Sängerin Eva Becker, die in Mechernich aufgewachsen und über diverse Zwischenstationen mittlerweile mit ihrer Familie wieder in die Stadt am Bleiberg zurückgekehrt ist. Sie gab zu, dass sie sogar mit dem Gedanken gespielt hatte, Lehrerin zu werden. Ihr klares Statement: „Rassismus hat nirgendwo Platz. Ihr Schüler seid die Zukunft, ihr seid aber auch ein Sprachrohr. Courage kann man lernen.“

Zweiter Pate ist der aus Köln-Ehrenfeld stammende und seit zehn Jahren in Kalenberg lebende Brings-Bassist Stephan Brings. Das Konzept der Gesamtschule kennt er nur allzu gut, denn sein Vater war viele Jahre lang Lehrer an der Gesamtschule in Weilerswist. Außerdem ist die Gesamtschule Mechernich die vierte „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, für die er die Patenschaft übernommen habe. Meist wird er dabei von seinem Bandkollegen Christian Blüm unterstützt, dem Sohn des ehemaligen Bundesarbeitsministers Norbert Blüm.

Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick war stolz auf das Projektteam und die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick war stolz auf das Projektteam und die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Den Schülern riet er, ihr Wissen nicht nur aus sozialen Netzwerken zu beziehen. „Die sind für mich Zeitbomben.“ Vielmehr sollte man erkennen, dass es ein „großes Ganzes“ gebe. „Es wird Zeit, dass wir alle aufstehen gegen Rechts. Denn wer in der Demokratie schläft, wird in der Diktatur aufwachen“, so seine mahnenden Worte.

Bereits seit fast 30 Jahren engagiert sich die Band Brings im Kampf gegen Rassismus und war Teil der Kölner „Arsch huh – Zäng ussenander!“-Bewegung. Vom Konzert, das 1992 vor Zehntausenden auf dem Kölner Chlodwigplatz stattfand, spielte Stephan Brings das Lied „Was ist mit dir?“. Außerdem sang er die Brings-Hits „Jeck Yeah!“ und „Halleluja“.

Die Aula des Schulzentrums war voll besetzt. In der ersten Reihe Platz genommen hatten (v.l.): Schulleiterin Dagmar Wertenbruch, Stadt-Dezernent Ralf Claßen, Schuldezernentin Astrid Geschwind, Regionalkoordinator Ilhan Güngör, Projektpatin Eva Becker, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Projektpate Stephan Brings. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Die Aula des Schulzentrums war voll besetzt. In der ersten Reihe Platz genommen hatten (v.l.): Schulleiterin Dagmar Wertenbruch, Stadt-Dezernent Ralf Claßen, Schuldezernentin Astrid Geschwind, Regionalkoordinator Ilhan Güngör, Projektpatin Eva Becker, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Projektpate Stephan Brings. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

pp/Agentur ProfiPress

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