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Buntes Licht in düsterer Zeit

Jugendliche gestalteten mit Pfarrer Erik Pühringer eine Messe, die am dritten Adventswochenende in Nöthen stattfand – Johannesevangelium führte zunächst zu Ratlosigkeit

Bad Münstereifel-Nöthen – Das Licht war lange Zeit ein Mysterium. Erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts kennen wir dank Max Planck und Albert Einstein zumindest die physikalische Definition von Licht. Doch Licht kann deutlich mehr sein. Einst glaubte man, dass Licht die Heiligkeit ist, die einen Raum ausfüllt. Licht gibt Sicherheit, denn es erhellt eine Umgebung. In Form von Feuer spendet es Wärme. Und metaphorisch gesehen bedeutet Licht auch Hoffnung (Licht am Ende des Tunnels).

„Geht das auch in einfach?“, fragten die Jugendlichen, als ihnen Pfarrer Erik Pühringer das Johannesevangelium vortrug. Daraus entwickelten sie dann für die Jugendmesse ein Plakat mit Fragen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Das Licht war auch ein wichtiger Teil der Jugendmesse der GdG St. Barbara Mechernich, die am dritten Adventswochenende in Nöthen gefeiert wurde. Das wurde schon von außen deutlich. Durch die Fenster konnte man erkennen, dass das Innere der Kirche von buntem Licht illuminiert wurde. Das Kirchenschiff erstrahlte grün (auch das die Hoffnungsfarbe), im Altarbereich wechselte die Farbe einmal durch das gesamte Spektrum. Für die Gläubigen schaltete man aber noch ein wenig „normales“ Licht hinzu. „Die Hälfte der Vorweihnachtszeit ist vorbei, aber strahlen wir Freude aus wie ein buntes Licht?, stellte Pfarrer Erik Pühringer eine rhetorische Frage. Und auch am Ende spielte das Licht eine wichtige Rolle. Als „Giveaway“, wie die Jugendlichen es selbst mitteilten, gab es ein Teelicht inklusive eines daran befestigten Spruchs, das jeder Besucher mitnehmen durfte.

Am dritten Adventswochenende fand in St. Willibrord in Nöthen die monatliche Jugendmesse statt. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Pfarrer Pühringer kam alleine schon durch das Johannesevangelium immer wieder auf das Thema Licht zu sprechen, heißt es doch in Joh 1,6-8: „Ein Mensch trat auf, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.“

Mit den Worten „Mache dich auf und werde Licht“ wurden die Fürbitten abgeschlossen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Doch als er mit den Jugendlichen die Messe gestaltet hatte und ihnen den Text zeigte, blickte er in ratlose Gesichter. „Geht das auch einfach?“, war die Frage der Jugendgruppe. Dieses Verständnisproblem mit dem Evangeliumstext war dann auch Teil der Messe. Auf einem Plakat, das sie in der Messe zeigten, äußerten sie ihre Fragen. „Wir brauchen Licht, das uns zeigt, wo es langgeht, die Zeiten sind düster“, erklärte Pühringer den jungen Gläubigen.

„Was ist Ihnen wichtig geworden?“

Für die Jugendlichen war nun klar: Das Licht ist ein Symbol für die Menschen, um zu zeigen, was in schwierigen Zeiten wichtig ist. Hier fielen den jungen Leuten schnell zahlreiche Sachen ein, ganz oben stehen die Gemeinschaft, die Familie und der Zusammenhalt, die Gesundheit in Zeiten von Corona sowie Anti-Rassismus. Auch diese Ergebnisse präsentierten sie in der kurzweiligen Messe auf einem Plakat. „Das sind die Ideen derjenigen, die dabei waren. Vielleicht ist das, was Ihnen wichtig ist, noch nicht dabei. Deshalb überlegen Sie: Was ist Ihnen wichtig geworden?“, forderte Pühringer die Messbesucher auf, in sich zu gehen.

Die Jugendlichen nutzten zum zweiten Mal die neu angeschafften Lampen und tauchten die Kirche in buntes Licht. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die GdG-Jugendgruppe hat mittlerweile Erfahrung in der Gestaltung der Messe. „Ich eröffne ihnen lediglich den Raum und sage dann: »Macht mal!«“, sagt Pfarrer Pühringer. Nach etwa ein bis zwei Stunden steht die Messe dann, wie Julia Rohloff erklärt. Die gesamte Gruppe besteht aus rund 20 jungen Leuten, von denen acht bis neun aktiv bei der Gestaltung des Gottesdienstes mitwirkten. Der Rest agiere im Hintergrund und helfe in den verschiedensten Bereichen, so Rohloff weiter.

Was war den Gruppenmitgliedern wichtig? Während der Mess-Vorbereitung entstand dieses Plakat. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Das Lichtthema war auch bei den Fürbitten präsent, in denen unter anderem, einen Tag vor dem Lockdown-Beschluss von Bund und Ländern, darum gebeten wurde, dass die Politiker kluge, aber auch für die Bevölkerung verständliche Entscheidungen treffen. Statt des üblichen „Wir bitten dich, erhöre uns“ wurden die Fürbitten mit dem Satz „Mache dich auf und werde Licht“ beendet.

Nach der Messe ging es dann in die Dunkelheit. Doch der Glauben der Besucher wurde durch diese Jugendmesse gefestigt. Und wenn sie sich doch im Finstern zu verlaufen drohen, hätten sie ja noch ein Teelicht, das ihnen auf dem Weg leuchtet und Hoffnung spendet.

pp/Agentur ProfiPress

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