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Bürgermeister dankt Näherinnen

Repräsentativ für viele Helferinnen und Helfer – Hoffnung auf mehr soziales Engagement nach Corona

Mechernich – Bei einem eigens anberaumten Termin im Ratssaal bedankte sich Bürgermeister Hans-Peter Schick bei Rebekka Gruber und ihrem Team von Mithelferinnen, die während der Corona-Pandemie Mund- und Nasenmasken genäht haben. Neben Gruber waren auf Seiten der Näherinnen auch Renate Irnich, Sunna Trabert, Ilse Dürr und Marga Esch anwesend, die Stadt wurde von Bürgermeister Schick, Kämmerer Ralf Claßen und dem Teamleiter für Bildung, Kultur und Tourismus Willi Göbbel vertreten.

Auf Einladung des Bürgermeisters Hans-Peter Schick (4.v.r.) haben sich die engagierten Näherinnen Ilse Dürr (v. l.), Renate Irnich, Sunna Trabert, Initiatorin Rebekka Gruber und Marga Esch im Ratssaal eingefunden. Es fehlt: Agnes Peters. Die Stadt wurde von Kämmerer Ralf Claßen (2. v. r.) und Willi Göbbel vertreten. Foto: Mirco Meuser/pp/Agentur ProfiPress

Auf die Idee kam die Mechernicherin Gruber nach dem sie die Nähmaschine ihrer Großmutter gesehen hatte und sich an das vererbte Talent zum Nähen erinnerte. Daraufhin wendete sie sich Anfang April an Willi Göbbel, um weitere Helfer zu finden. Nach einem Aufruf, der auf der Website der Stadt und im Mechernicher Bürgerbrief erschienen ist, meldeten sich fünf weitere Freiwillige, die Gruber seitdem beim Nähen unterstützen. Renate Irnich leitet sonst den Seniorennachmittag in Obergartzem. Auch dieser musste aufgrund der Kontaktbeschränkungen abgesagt werden. „Durch meine Mutter, die Schneiderin ist, hatte ich viel Stoff übrig, da kam mir der Aufruf der Frau Gruber sehr entgegen.“

Bisher 615 Masken genäht

Bisher sind so 615 Masken zusammengekommen, 200 weitere sind noch mindestens geplant. Sie werden kostenlos an Risikogruppen oder Personen, die beruflich trotzdem noch häufig in Kontakt mit anderen kommen, verteilt. Insgesamt saßen die Helferinnen schon über 340 Stunden hinter den Nähmaschinen. Rebekka Gruber, die sich auch um das Verteilen der Masken kümmert, ist in der Sache schon 425 Kilometer gefahren.

Als Dank für ihre ehrenamtliche Arbeit überreicht Bürgermeister Schick den fleißigen Helferinnen ein kleines Präsent. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Mit einem kleinen Präsent bedankte sich der Bürgermeister bei den Damen, die stellvertretend für weitere engagierte Ehrenamtliche wie Einkaufshilfen im Stadtgebiet stehen. „Gutmachen können wir das gar nicht, das ist unmöglich“, lobte Schick den Einsatz der Helfer.

Hilfe anbieten und bekommen soll einfacher werden

Ein großes Thema bei dem Gespräch war die Nachhaltigkeit der aktuellen Hilfsbereitschaft in der Gesellschaft. „Ich hoffe, dass diese Bereitschaft, sich sozial einzubringen, erhalten bleibt“, wünscht sich Schick. „Das haben sie und viele Menschen vorgelebt“, ergänzt er in Bezug auf die Näherinnen. Marga Esch pflichtete dem Bürgermeister bei: „Ich denke, viele Menschen sind kreativ geworden. Als hier die Bücherei geschlossen war, habe ich auf dem Weg zur Arbeit viele Kisten mit Büchern zum Mitnehmen gesehen. Das fand ich auch ganz toll. Es wäre super, wenn das bleiben würde.“

Im Gespräch mit den Näherinnen kam auch das Thema auf, welche Auswirkungen das Corona-Virus auf das Verhalten der Gesellschaft für die Zukunft hat. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Zudem wurde der Wunsch geäußert, den Austausch zwischen Helfern untereinander und Hilfesuchenden zu verbessern. „Man bräuchte einfach einen Ansprechpartner, damit man weiß, ob überhaupt Hilfe gebraucht ist und was man machen kann“, sagte Sunna Trabert. Bürgermeister Schick stimmte ihr in diesem Punkt zu: „Es gibt einfach viele Menschen, die gerne was machen möchten, die auch Zeit haben, aber die muss man ansprechen. Ich glaube, dass wäre auch ein Thema, wo wir als Verwaltung auch ein bisschen mehr machen sollten“, zeigte er Verständnis und schlug für die Zukunft vor, das Rathaus für Treffen bezüglich solcher Angelegenheiten zur Verfügung zur stellen.

mm/pp/Agentur ProfiPress

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