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Brücke, Treppe und Aufzug

Barriere-freier Ausbau des Mechernicher Bahnhofs soll im Frühjahr 2020 beginnen – Feinplanung ist abgeschlossen – Insgesamt werden rund 7 Millionen Euro investiert

Mechernich – Der Ausbau des Mechernicher Bahnhofs zu einer barriere-freien DB-Station rückt jetzt in greifbare Nähe. Wie Thomas Hambach in der Ratssitzung am Dienstagabend berichtete, gehe man von einem Baubeginn im Frühjahr 2020 aus.

In den vergangenen Monaten war man mit allen Beteiligten, darunter auch die DB Station & Service, in die notwendige Feinplanung eingestiegen. Diese seien jetzt abgeschlossen.  

Der Ausbau des Mechernicher Bahnhofs zu einer barriere-freien Station rückt jetzt in greifbare Nähe. Der Mittelbahnsteig ist jedenfalls seit langem eine Katastrophe für Menschen mit Behinderung oder Familien mit Kindern. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Grundsätzlich soll sich durch den Neubau eines erheblich breiteren Mittelbahnsteiges der Betrieb auf den Gleisen verbessern. Bisher konnten aus Sicherheitsgründen zwei Züge nicht gleichzeitig aneinander vorbeifahren, weil der derzeitige Zwischenbahnsteig dafür zu schmal ist. Derzeit kann der eine Zug erst einfahren, wenn der andere den Bahnhof verlassen hat.

„Der Mittelbahnsteig soll über eine Brücke, mit Treppenanlagen und insgesamt zwei Aufzügen erreichbar sein“, erklärte Hambach. Abgekommen sei man aber von der ursprünglichen Idee lange Treppenläufe zu installieren, stattdessen werden nun ein Treppenturm errichtet. Damit benötigten die Zu- und Abgänge weniger Platz und blieben außerdem zentral am jeweiligen Bahnsteig.

Steig auf 40 Meter überdacht

Die Wartezonen an den Bahnsteigen sollen jetzt auf über 40 Meter Länge überdacht werden. „Bislang war lediglich eine kleines ‚Bus‘-Wartehäuschen je Bahnsteig eingeplant“, so Hambach. Links und rechts des Bahnhofsgebäudes sind weitere Fahrradboxen geplant. Außerdem sollen zukünftig mehr Parkplätze für Menschen mit Behinderung in Bahnhofsnähe ausgewiesen werden.

Um weiterhin den direkten Weg zur „Deutschen Mechatronics“ und den dortigen „Park & Ride“-Parkplätzen zu ermöglichen, wird die Gleis-Brücke nicht am Bahnsteig enden, sondern werde weitergeführt auf die Südseite der Gleise.

Im Zuge der Maßnahme werden der erste Bahnsteig sowie der Mittelbahnsteig von bisher 30 Zentimeter auf dann 76 Zentimeter angehoben – „entsprechend gültiger Normen“, wie Hambach erklärte. Am Bahnhofsausgang komme deshalb noch eine Stufe hinzu, die aber mit einer Rampe barrierefrei gestaltet werden könne.

Stadt investiert 400.000 Euro

Die ersten Planungen für den Bahnhof gehen zurück ins Jahr 2014, damals schätzte man mögliche Baukosten auf rund 4,5 Millionen Euro. Heute geht die Stadt von einer Gesamtinvestitionssumme von knapp 7 Millionen Euro aus. Der Eigenanteil, den die Stadt zu tragen habe, der damals schon bei rund 400.000 Euro lag, erhöhe sich aber nicht. „Denn in der Zwischenzeit konnte mit maßgeblicher Untersützung von Bernd Kolvenbach, dem Vorsitzenden der NVR-Verbandsversammlung erreicht werden, dass die ‚DB Station & Service‘ sich nicht unerheblich an dem Projekt beteiligt, nämlich mit einer halben Million Euro“, so Hambach.

Der Erste Beigeordnete Thomas Hambach stellte die konkretisierte Planung für den barrierefreien Ausbau des Mechernicher Bahnhofs im Rat der Stadt vor. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick ist froh, dass es nun weitergeht. „Endlich naht Licht am Ende des Tunnels“, sagte er im Schulausschuss.  Und obwohl die Stadt damit Kosten für eine Errichtung einer Infrastruktur übernimmt, die ihr noch nicht mal gehört, nickten auch die Fraktionen die vorgestellte Planung als „sinnvoll für die Stadt“.

In Mechernich hätte man noch lange warten können. Der Ausbau der Gleise stand in der Prioritätenliste der „DB Station & Service“ ganz weit unten. Bevor über Jahre gar nichts passiert, hatte die Stadt Mechernich lieber selbst Initiative ergriffen, um Lösungen zu schaffen. 3.000 Zugreisende steigen täglich 3000 Zuggäste, überwiegend Pendler, am Mechernicher Bahnhof ein und aus.

Hambach erklärte, dass mit Inbetriebnahme die Zuständigkeiten auf die Tochterfirma der Deutschen Bahn, die „DB Station & Service“ übergehen werde, die dann für Betrieb und Wartung von Brücke, Treppenanlage und Aufzüge verantwortlich ist.

pp/Agentur ProfiPress

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