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Blutspende-Aktion war voller Erfolg

Bad Münstereifels Rotkreuzler freuen sich über 121 Spender und damit einen Zuwachs von 20 Prozent – Ehrenamtlerin Anneliese Klippel verteilte mengenweise rote Kirschlutscher als Belohnung

Schon wenige Minuten nach dem offiziellen Beginn hatte sich eine kleine Menschentraube gebildet. Foto: Claudia Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress

Bad Münstereifel – Was ist seit Jahren der wohl fröhlichste Indikator dafür, dass eine Blutspende-Aktion in Bad Münstereifel erfolgreich über die Bühne gegangen ist? Die Tatsache, dass Anneliese Klippel gewissermaßen im Halbstundentakt das Belohnungsglas mit den roten Kirschlutschern im Empfangsbereich auffüllen muss!

Am Freitagnachmittag hatte die ehrenamtliche Rotkreuz-Helferin, die seit über zwei Jahrzehnten hinter den Kulissen für das ausgezeichnete Catering in Bad Münstereifel Sorge trägt, ganz besonders viel zu tun: Insgesamt 121 Spender waren am Ende des Tages in die Heinz-Gerlach-Halle gekommen. „Das bedeutet eine Steigerung um 20 Prozent“, freute sich der stellvertretende Blutspende-Beauftragte, Wilfried Simon, über die große Resonanz. Mit der Zahl von neun Erstspendern, darunter einige Jugendliche, war auch das Ziel,  insbesondere junge Menschen für den guten Zweck motivieren zu können, aus Sicht der engagierten Rotkreuzler überaus gelungen.

Bereits kurz vor 16 Uhr hatte sich eine kleine Menschentraube an der Eingangstür gebildet. Den Organspende- wie den Typisierungsausweis in der Jackentasche, hatte sich auch der Münstereifeler Bürgermeister Alexander Büttner schon früh in die Warteschlange eingereiht, durfte aber nach eingehendem Arztgespräch wegen eines kurz zurückliegenden Infekts an diesem Tag zu seinem großen Bedauern nicht spenden. Insgesamt zehn ehrenamtliche Helfer und zehn hauptamtliche medizinische Fachkräfte standen bereit, um einmal mehr den reibungslosen Ablauf der Aktion zu garantieren. Unermüdlich wurden an den langen Empfangstischen Personalien und Adressen erfasst, gescannt und registriert. Schon nach wenigen Minuten wippten die ersten elektrischen Schüttelwaagen. Rund sieben Minuten dauerte es anschließend, bis der Beutel mit 500 Millilitern des wertvollen Lebenssafts gefüllt war.

Anderen Menschen zu helfen, das ist für den Münstereifeler Joachim Hoffert, dessen scheckkartengroßer, goldener Blutspendenausweis das Jahr 1970 als Erstspende-Datum auswies und der am Freitagnachmittag zum 104. Mal auf der komfortablen Entnahmeliege Platz nahm, eine Selbstverständlichkeit. „Schließlich muss man für die Hilfe, die man im Notfall erwartet, auch bereit sein etwas zu geben.“ Schmunzelnd erinnerte er sich an die Zeit, als noch Glasflaschen im Einsatz waren und die Beutel, die damals wie heute mit einer Stabilisator-Lösung gefüllt waren, noch per Hand in Bewegung gehalten werden mussten, um die Blutgerinnung zu vermeiden.

Mit einer einzigen Blutspende kann gleich mehreren Menschen geholfen werden, denn die klassische „Vollblut“-Konserve wird heute nur noch sehr selten verabreicht, erläuterte Bodo Froebus, Vorsitzender des Rotkreuz-Ortsverbandes Bad Münstereifel. Für die Behandlung der meisten Patienten würden jeweils nur bestimmte Bestandteile des Blutes benötigt. Bis es so weit ist, seien viele Arbeitsschritte erforderlich: „Zunächst werden die kleinen Mengen Blut, die jedem Spender separat abgenommen werden, im Zentrallabor in Hagen auf Krankheitserreger wie Aids oder Hepatitis B/C untersucht. Erst, wenn die Probe im Röhrchen unbeanstandet bleibt, wird die Blutspende in Breitscheid weiterverarbeitet und via Schleuder mit 3.600 Umdrehungen in die einzelnen Bestandteile Plasma, rote Blutkörperchen und Blutplättchen zerlegt.“

Der Bedarf an Blutkonserven ist gerade in der Zeit um den Jahreswechsel besonders hoch. Bürgermeister Büttner und Joachim Hoffert wollen beim nächsten Blutspendetermin in Bad Münstereifel ganz sicher wieder dabei sein.

pp/Agentur ProfiPress

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