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Besondere Umstände beim Rädermarkt

Nicht nur Corona machte es der Jugendgruppe schwer, sondern auch ein Einbruch bei Pfarrer Pühringer – Dennoch mehr als 1000 Euro eingenommen und fast alle Räder verkauft

Mechernich – Freud und Leid lagen beim Rädermarkt der GdG St. Barbara Mechernich in diesem Jahr nah beieinander. Zum einen das Positive: Das Johanneshaus war schon zum Start am Samstag um 12 Uhr proppenvoll, mehr als 100 Räder und sonstige Fahrzeuge wie Bobbycars standen zur Auswahl bereit.

Doch unter guten Vorzeichen stand der Rädermarkt diesmal nicht – und damit ist nicht einmal das Corona-Virus gemeint, sondern eine Hiobsbotschaft, die die Jugendbeauftragte Rebekka Narres und die 15 Jugendlichen am Samstagmorgen ereilte. Bei Pfarrer Erik Pühringer war in der Nacht zwischen 23 und 7 Uhr eingebrochen worden.

Gestohlen wurden neben dem dienstlichen Laptop, Geld und Schlüssel des Pastors auch der private Laptop eines Jugendgruppenmitglieds, auf dem sich die Daten für den Rädermarkt inklusive der Auflistung aller Fahrräder befanden. „Wir hatten am Freitagabend, nach der Fahrradabgabe, noch überlegt, den Laptop im Johanneshaus zu lassen, fanden das aber zu unsicher und hatten ihn deshalb Pfarrer Pühringer gegeben“, erklärte Rebekka Narres.

Von Beginn an war der Rädermarkt gut besucht. Fast alle der über 100 Fahrräder wurden verkauft. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Pühringer selbst bittet darum, ihm den Laptop zurückzugeben, da sich darauf dienstliche, noch nicht gesicherte Daten befanden, unter anderem die komplette Liste mit den Erstkommunionsgottesdiensten oder vorbereiteten Fragen an die Landratskandidaten im Kreis Euskirchen. Eine Belohnung, so Pühringer, für die Rückgabe sei denkbar. Der Pfarrer befand sich während des Einbruchs im Haus, die Tat muss sich zwischen 23 Uhr am Freitag, 13. März, und 7 Uhr am Samstagmorgen ereignet haben.

Geld für Gruppe und guten Zweck

Der Rädermarkt war trotz dieser schlechten Voraussetzungen ein großer Erfolg. „Besonders der Samstag ist super gelaufen“, berichtete Rebekka Narres. Es seien sehr viele Räder verkauft worden und mehr als 1000 Euro eingenommen worden. Das Geld will die Jugend wie immer für die Teilnahme am nächsten Weltjugendtag, der 2022 in Portugal stattfindet, verwenden.

Aber auch einem aktuellen guten Zweck sollen die Einnahmen zugutekommen. Eine junge Frau aus dem Mechernicher Stadtgebiet sei unterwegs an die türkische Grenze, um dort Flüchtlinge mit Medikamenten und sonstigen lebensnotwendigen Dingen auszustatten. „Die Jugendlichen haben davon gehört und wollen das unterstützen“, so Rebekka Narres.

Vermutlich wäre noch mehr Geld eingenommen worden. Aber der Jahresempfang der Stadt Mechernich musste wegen dem Corona-Virus abgesagt werden. Dort hätten die Jugendlichen wieder die Bewirtung übernommen.

Apropos Corona: Zum Zeitpunkt des Rädermarkts galt noch die Checkliste des Kreises Euskirchen als Richtwert. Nach reiflicher Überlegung hatten Rebekka Narres und ihr Helferteam beschlossen, den Rädermarkt zu veranstalten. Gestreckt wurde aber die Fahrradabgabe am Freitag. Statt von 18 bis 20 Uhr konnten Räder schon ab 15 Uhr ins Johanneshaus gebracht werden. Während der Veranstaltung wurden die Lenker von den Teammitgliedern immer wieder desinfiziert.

Überhaupt war Rebekka Narres voll des Lobes für die jungen Helfer. „Das Team ist total klasse. Jeder hier hat sein Steckenpferd. Die einen machen das Formelle, die anderen kochen Kaffee, wieder andere kümmern sich um die Kunden. Jeder hat sofort gefunden, was ihm gefällt und jeder weiß, was er tun muss“, sagte die Jugendbeauftragte. Insgesamt sieht sie den Rädermarkt, der seit 2008 veranstaltet wird, als sehr gute Möglichkeit, bei der die jungen Leute ihre Stellung in der Gesellschaft verdeutlichen können.

pp/Agentur ProfiPress

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