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Benefizkonzert für Donum Vitae

GAT-Big-Band und „Rainer Wahnsinn“ spielen zugunsten der Beratungsstelle – Familienplanungsfonds benötigt dringend Spenden

Mechernich – Neuntklässler, die froh sind, mit einem vorurteilsfreien Gegenüber über ihren Pornokonsum sprechen zu können, Flüchtlingsfrauen, die auf keinen Fall schwanger werden wollen, Frauen, die nicht über eine erlittene Fehlgeburt hinwegkommen: Die Aufgaben von „Donum Vitae“ sind vielfältiger, als viele vermuten. Natürlich sind die Beratungsstelle in Mechernich (Zum Markt 12) und die Außenstelle in Euskirchen (Hochstraße 26) nach wie vor wichtige Adressen für Frauen, die ungewollt schwanger sind. „Doch die Konfliktberatung nimmt einen vergleichsweise kleinen Raum ein. Schwerpunkt unserer Arbeit ist ganz klar die Prävention, damit es erst gar nicht zu einer Beratung kommen muss“, sagte Rita Gerdemann, Vorsitzende von „Donum Vitae“ im Kreis Euskirchen bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2015.

Im vergangenen Jahr kamen 67 Frauen und 27 Paare, die sich wegen einer ungewollten Schwangerschaft beraten ließen. Mal war es die psychische Verfassung, die ein Ja zum Kind unmöglich erscheinen ließ, mal war es die Angst, durch das Kind zum Sozialfall zu werden. Auch Partnerschaftsprobleme oder die bereits abgeschlossene Familienplanung waren Gründe, warum sich Frauen und Paare an das Team von Donum Vitae wandten. Insgesamt fanden im vergangenen Jahr 307 Beratungen stattgefunden.

Mit der „sturmfreien Bude“ ist Theo Brocks jedes Jahr beim „Komm-auf-Tour“-Projekt für Jugendliche im Kreis Euskirchen in der Zikkurat. Unter seiner Anleitung sprechen die Schüler bei der „Loveline-TV-Beratung“ über Verhütung und das erste Mal. Archivfoto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Mit der „sturmfreien Bude“ ist Theo Brocks jedes Jahr beim „Komm-auf-Tour“-Projekt für Jugendliche im Kreis Euskirchen in der Zikkurat. Unter seiner Anleitung sprechen die Schüler bei der „Loveline-TV-Beratung“ über Verhütung und das erste Mal. Archivfoto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

„Unsere Beratung ist stets ergebnisoffen“, betonte Hedi Leuer, neben Claudia Kaupel-Schleert eine der beiden Beraterinnen. Unterstützt werden sie bei ihrer Arbeit von der Gynäkologin Annette Beyenburg-Weidenfeld, der stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins. „Die Zeiten, als wir als Kindermörder beschimpft wurden, sind glücklicherweise vorbei. Dabei sind wir ein christlicher Verein“, erinnerte Gabriele Pesch, ebenfalls stellvertretende Vorsitzende, an den Beginn in Mechernich im Jahr 2000, als es heftigen Widerstand vor allem aus der katholischen Ecke gab. Gegründet wurde Donum Vitae 1999 aus den Reihen der Mitglieder des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, nachdem der Deutsche Caritasverband und der Sozialdienst katholischer Frauen sich aus der staatlichen Schwangerschaftsberatung zurückgezogen hatten.

Großen Erfolg verzeichnet Theo Brocks mit seiner Präventionsarbeit an den weiterführenden Schulen im gesamten Kreis Euskirchen. Bei den insgesamt 93 Veranstaltungen mit 1.581 Schüler, davon 160 Förderschülern, ging es beispielsweise um Verhütung, Pornographie oder den so genannten „Kondomführerschein“, der an der Förderschule in Bürvenich stattfand. Beim Projekt „Einstellungssache – richtig oder falsch?“ setzen sich die Jugendlichen mit Sexualität und Mediennutzung auseinander. „80 Prozent der 15- bis 16-jährigen Jungen haben Pornos konsumiert“, so Theo Brocks. Beim Projekt stellte sich heraus, dass 70 Prozent der Jugendlichen glauben, dass man von Pornos nichts lernen könne. Über 80 Prozent sagten, das zu viel Pornokonsum süchtig mache. Der Sozialarbeiter schätzt die Jugendlichen durchaus als kompetent ein bei der Nutzung der Medien. „Allerdings fehlt häufig die Reflexion über das, was sie gesehen haben“, so Brocks. „Ganz wichtig“ sei es für die Heranwachsenden, Fragen stellen zu können und zu erfahren, dass sie sich nicht unter Druck setzen lassen müssen, etwas „mitmachen zu müssen“.

Hoffen auf viele Spenden beim Benefizkonzert: (v.l.n.r.) Hedi Leuer, Rita Gerdemann, Theo Brocks, Ilona Reimann, Gabriele Pesch und Claudia Kaupel-Schleert. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Hoffen auf viele Spenden beim Benefizkonzert: (v.l.n.r.) Hedi Leuer, Rita Gerdemann, Theo Brocks, Ilona Reimann, Gabriele Pesch und Claudia Kaupel-Schleert. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Nicht nur die Beratung der Flüchtlingsfrauen stellt das Team von Donum Vitae vor zusätzliche Herausforderungen, sondern bei der Präventionsarbeit an den Schulen auch die Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien. „Das Schamgefühl ist bei Jugendlichen aus anderen Kulturkreisen viel größer. Harmlose Aufklärungscomics können da schon überfordern“, berichtete Hedi Leuer.

Mit Unterstützung eines Dolmetschers oder einer Dolmetscherin oder, wenn nicht anders möglich, auch mit Händen und Füßen, wurden im vergangenen Jahr 25 Flüchtlingsfrauen beraten. „Diese Frauen wünschen sich wegen ihrer unsicheren Situation dringend eine sichere Verhütung“, führt Rita Gerdemann aus. Hier finanziert Donum Vitae über den Familienplanungsfonds das Einsetzen der Hormonspirale. Außerdem konnte die Beratungsstelle insgesamt 23.300 Euro aus Mitteln der Bundesstiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“ bewilligen und damit 45 Frauen und Familien in finanziellen Engpässen helfen.

Weil der Familienplanungsfonds nun leer und die Nachfrage nach finanzieller Hilfe größer ist als die vorhandenen Mittel und es zunehmend schwieriger wird, wie vorgeschrieben, zehn Prozent des Budgets als Spenden zu generieren, veranstaltet Donum Vitae am Freitag, 23. September, um 19 Uhr, in der Aula des Mechernicher Schulzentrums, ein großes Benefizkonzert, bei dem die Big Band des Gymnasiums Am Turmhof (GAT) und die Sacro-Pop-Band „Rainer Wahnsinn“ sich in den Dienst der guten Sache stellen und kostenlos für ein fulminantes musikalisches Programm sorgen wollen.

Zu den Mitgliedern des vierstimmigen Chores und der Band von „Rainer Wahnsinn“ gehören 13 Mitglieder im Alter von 26 bis 60 Jahren. Dementsprechend ist auch das Liedgut bunt gemischt und reicht von Klassikern wie „Sound of silence“ über Gospels aus dem Film „Sister Act“ und Musicalstücken bis hin zu modernen Songs. Und beim Auftritt der GAT-Big-Band darf sich das Publikum auf einen kurzweiligen Streifzug durch Klassik sowie Jazz- und Rockmusik freuen.

„Es wird wirklich für jeden Geschmack das Richtige dabei sein“, verspricht Rita Gerdemann. „Wir hoffen auf ein volles Haus und viele dringend notwenige Spenden für unsere Arbeit.“ Der Eintritt ist „freiwillig“.

pp/Agentur ProfiPress

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