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Belgiern die Bälle stibitzt

Hans Josef Bouß hat seine Kindheit im Wald und auf dem Sportplatz in der Schavener Heide bei Firmenich verbracht – Schwimmen gelernt in blauem Wasser

Mechernich-Firmenich – Denkt Hans Josef Bouß an seinen Lieblingsplatz, ist das für den Rentner auch gleichzeitig eine Reise in die eigene Kindheit. Die Schavener Heide am Ortsrand des 842-Seelen-Dorfes Firmenich bot ihm als Steppke einen echten Abenteuerspielplatz. „Da sind wir im Winter mit dem Schlitten runtergerast“, zeigt er auf einen Trampelpfad, der früher deutlich breiter war. „Manche haben sogar Anlauf genommen, wer am weitesten kam, hatte gewonnen“, erinnert er sich.

Auf diesem Rasenstück in der Schavener Heide befand sich früher der Sportplatz des SSC Firmenich. Hans Josef Bouß kickte dort als linker Verteidiger und Libero. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Firmenich ist römisch-keltischen Ursprungs, im Mittelalter wurde die zum Teil noch erhaltene Burg errichtet. Über die Jahre hinweg ist der Ort mit Obergartzem zusammengewachsen. In Firmenich befindet sich außerdem die St.-Barbara-Kapelle. Am Ortsrand in Richtung Kommern steht außerdem die Gewerbe- und Freizeitfabrik Zikkurat und die benachbarte Eifel-Therme Zikkurat.

Der Lieblingsplatz von Heinz Josef Bouß ist ein paar Meter von Firmenich entfernt in der Schavener Heide. Gemeint ist der alte Sportplatz des SSC, der bis Mitte der 60er-Jahre vom Verein genutzt wurde – und auch von der Volksschule. „Jeden Samstag haben wir von der Schule da Sport gemacht.“

Firmenich (vorne) und Obergartzem sind über die Jahre zusammengewachsen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Als 7-Jähriger hat er erstmals im Verein gegen den Ball getreten. Bouß gehörte später zur B-Jugend-Mannschaft, die gegen den großen ETSC die Kreismeisterschaft holte. Aus dem linken Verteidiger Hans Josef Bouß wurde im Laufe der Zeit der Libero Bouß, der es sogar bis in die Mittelrheinauswahl schaffte, wo er mit dem späteren Fußballweltmeister Heinz Flohe zusammenspielte.

Bouß erinnert sich noch ganz genau daran, wo früher die Tore standen und wo die Sandgrube für den Weitsprung war. Und er erinnert sich daran, wie sich die Kinder im Wald um den Sportplatz drapierten, wenn die belgischen Soldaten, die die Schavener Heide nutzten, dort Fußball spielten. „Wir fingen die Lederbälle und weg waren wir“, erzählt er lachend. Lederbälle waren nämlich ein kostbares Gut.

Die St.-Barbara-Kapelle gehört – wie Firmenich selbst – zum Seelsorgebereich Veytal. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Schwimmen lernte die Dorfjugend im blauen Wasser einer Tongrube auf der anderen Seite von Firmenich. Im Wald schlichen sie sich an Rehe, Hasen und andere Kleintiere heran. Sie bauten Baumhäuser und versuchten, nach Regenschauern im nassen Wald Feuerchen zu machen. „Wer es schaffte, hatte gewonnen“, so der Wettbewerb. Und auch beim Aal-Angel-Verein schauten die Knirpse regelmäßig vorbei – auf leisen Sohlen schlichen sie sich an die Angler heran, um zuzugucken.

Heute ist Bouß als Jagdpächter eher auf den Flächen rund um die Schavener Heide herum unterwegs. Doch das Gebiet, das heute von der Bundeswehr und dem Bundesgrenzschutz genutzt wird, ist für ihn immer noch perfektes Domizil „zum Wandern, für körperliche Ertüchtigung und für das leibliche Wohl“.

Auch sie gehört zu Firmenich: Die Gewerbe- und Freizeitfabrik Zikkurat inklusive der Eifel-Therme Zikkurat. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Und wenn Bouß einmal erzählt, dann kommen noch weitere Anekdoten zutage. Wie die Panzer der belgischen Soldaten nur 200 Meter vom Dorf entfernt mit Übungsmunition schossen, dass alle Fensterscheiben im Umfeld zu Bruch gingen. Oder wie regelmäßig Leichtflugzeuge vom Typ „Fieseler Storch“ auf der Panzerstraße landeten. Es ist das Bild einer unbeschwerten Kindheit.

pp/Agentur ProfiPress

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