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Aus der Not des Kneipensterbens eine Tugend gemacht

Engagierte Strempter gründen Bürgerverein zum Umbau und zur Bewirtschaftung des neuen Dorfgemeinschaftshauses – Stadt Mechernich kaufte die traditionsreiche Gaststätte „Zur Linde“ und stellte sie den Stremptern zu günstigen Konditionen zur Verfügung  – Ehrenamtliche Handwerkerschar investiert jede frei Minute in das ambitionierte Gemeinschaftsprojekt – Eröffnung zum ersten deutschen Spiel bei der Fußball-Europameisterschaft geplant

 

Eine starke „Handwerker-Gemeinschaft“ zur Umgestaltung der ehemaligen Gaststätte „Zur Linde“ zum Bürger- und Gemeinschaftshaus (v.l.n.r.): Ortsvorsteher Wulf-Dietrich Simon, Elmar Esser, Stefan Vitten, Organisationsleiter Andreas Block, Kevin Ott, René Kautz, Horst Kreuser, Uwe Schultes und Josef Müller. Foto: Bernd Born/pp/Agentur ProfiPress

Strempt – Aus der Not eine Tugend machen: Dass das dörfliche Kneipensterben auch eine Chance sein kann, wenn man über eine intakte Dorfgemeinschaft verfügt, stellen momentan ein gutes Dutzend handwerklich und organisatorisch begabte „Strempter aus Leidenschaft“ unter Beweis. Gemeinschaftlich bauen sie in jeder freien Minute die ehemalige Gaststätte „Zur Linde“ zum Bürger- und Dorfgemeinschaftshaus um. Der Zeitplan ist ambitioniert, schon zum Europameisterschafts-Auftaktspiel der deutschen Fußballer am 9. Juni gegen Portugal sollen die ersten Frischgezapften aus einem nigelnagelneuen „Linde-Zappes“ laufen.

Für die Dorfbewohner und das Vereinsleben war die traditionsreiche Gaststätte „Zur Linde“ schon immer der Mittelpunkt des Dorflebens. Seit einem guten halben Jahr – die Wirtschaft wurde exakt am 15. September 2011 durch den letzten Pächter George Tselekides geschlossen –  fehlt nun dieser wichtige Bestandteil des örtlichen Zusammenlebens. Ein Zustand, der nicht nur von Dorfbewohner Andreas Block als „unhaltbar“ angesehen wurde. Auf Drängen zahlreicher Gleichgesinnter wurde Ortsvorsteher Wulf-Dietrich Simon beauftragt, bei der Stadt Mechernich einmal vorzufühlen, ob es nicht irgendeine Möglichkeit gebe, die ehemalige Gaststätte wieder mit Leben zu erfüllen – ehrenamtliches Engagement wohlgemerkt vorausgesetzt! Und Simon sollte bei den „Stadtvätern“ Erfolg haben: Bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wurde einstimmig beschlossen, die Immobilie zu erwerben, um sie dann dem Ort Strempt sowie seinen Ein- und Anwohnern zu günstigen Konditionen als Bürger- und Gemeinschaftshaus zur Verfügung zu stellen. „Da gab es gar keine Diskussion drüber“, so Wulf-Dietrich Simon: „Schließlich ging es darum, bürgerliches Engagement nachhaltig zu fördern!“

Aus Andreas Block wurde mit diesem Beschluss kurzerhand der Organisationsleiter für sämtliche Renovierungs- und Umgestaltungs-Belange. Um dieses Projekt, das komplett in Eigenregie betrieben wird, zum Erfolg zu führen, hat sich innerhalb des Vereinskartells bereits ein Bürgerverein gegründet, der die Kneipen-Mutation zum Bürger- und Dorfgemeinschaftshaus ehrenamtlich vollzieht. Finanziert wird das Vorhaben durch kleinere und größere Spenden. „Vor allem bei Unternehmern haben wir eine positive Resonanz erfahren, so dass sie uns spontan die notwendigen Baumaterialien zur Verfügung gestellt haben“, so Andreas Block: „Und das ohne groß genannt werden zu wollen!“

Die Monatsbeiträge (24 Euro im Jahr) der künftigen Bürgervereinsmitglieder – entsprechende Formulare gibt’s beim Vorsitzenden Hubert Malcherek, bei seinem Stellvertreter Horst Kreuser oder Kassierer Elmar Esser –  werden für den laufenden Betrieb des Dorfgemeinschaftshauses eingesetzt. Und selbstverständlich soll das als vorbildlich anmutende Projekt weiterhin auf einem ausgeprägten Gemeinschaftssinn basieren, so zum Beispiel bei der Erstellung eines Einsatzplanes für den Thekendienst. Vorgesehen Öffnungszeiten sind der Freitag und der Sonntag – der Samstag (aber auch andere Tage) wird für Vermietungen an private Nutzer vorgehalten. „Mit dem Bürger- und Dorgemeinschaftshaus lassen wir auf jeden Fall den Treffpunkt-Charakter in unserem Strempt wieder aufleben“, so Ortsvorsteher Wulf-Dietrich Simon: „Zu welchem Anlass auch immer.“

Mit dem Kaller Getränkelieferanten Baum kann man sich auf einen gleichermaßen erfahrenen wie unverzichtbaren Partner stützen, der nicht nur die Initialzündung zur Idee lieferte, sondern auch die komplette Innenausstattung des neuen „Dorf-Wohnzimmers“ zur Verfügung stellen wird. Ausgemachte Sache sind auch die Biermarken – in Strempt schwört man auf Bitburger-Pils und Reissdorf-Kölsch. Was das Eröffnungsdatum 9. Juni angeht, ist Orga-Chef Andreas Block zuversichtlich: „Wenn es jemand schaffen kann, dann dieses Team!“ Sälchen, Toiletten und die Küche sind bereits hergerichtet, fehlt nur noch der Schankraum, in dem durch die Verlegung des Thekenbereichs sämtliche Versorgungsleitungen und -schächte umgeleitet werden mussten. Das anhängende Außengelände soll zu einem späteren Zeitpunkt zum Biergarten hergerichtet werden.

„Alle Dorfbewohner sind herzlich eingeladen, uns zu unterstützen, sei es durch eine Mitgliedschaft im neuen Bürgerverein oder durch handwerkliches Know-how“, so Andreas Block. Eine Gruppe Strempter Frauen hat sich bereits zum Großreinemachen nach getaner Umbauarbeit angekündigt und hier und da ein stärkendes Süppchen für die fleißige Helferschar ist auch drin.

pp/Agentur ProfiPress

 

 

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