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Auf Eifeler ist Verlass!

Willi Greuels Credo bewahrheitete sich bei der Typisierung der Kaller Hilfsgruppe Eifel für den Münstereifeler Max im Mechernicher Gymnasium einmal mehr: 1566 neue potenzielle Stammzellenspender und zigtausende Euro Spenden, die auch noch dringend gebraucht werden – Ein Bericht von Reiner Züll

Mechernich/Kall/Bad Münstereifel – Mit 1566 neu registrierten potenziellen Stammzellenspendern, die sich zwei Tage vor Weihnachten in Mechernich bei der Spendersuche für den an Leukämie erkrankten Max aus Bad Münstereifel typisieren ließen, war die Aktion der Hilfsgruppe Eifel mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ein voller Erfolg.

„Die große Anzahl der Spender ist für die Kaller Kinderkrebshilfe jetzt mit einer Zahlungsverpflichtung von rund 55.000 Euro verbunden, die wir aber gern übernehmen“, resümierte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel aus Lückerath einen Tag nach der Aktion in Mechernicher Gymnasium am Turmhof.

Zwei alte Bekannte in Sachen tätige Nächstenliebe: Jörn Hück (l.) vom Renault-Oldtimer-Club Roggendorf unterstützt die Hilfegruppe Eifel seit Menschengedenken. Zur Typisierungsaktion brachte der Kfz-Techniker Willi Greuel 205 Euro mit, die er im Bekanntenkreis gesammelt hatte. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Willi Greuel ist davon überzeugt, dass die Typisierungskosten innerhalb kürzester Zeit durch Spenden beglichen werden können: „Da können wir uns auf die Eifeler Bevölkerung verlassen!“ Viele Spendenwillige hatten die Labor-Kosten von 35 Euro, die bei der Analyse in Dresden für jede Speichelprobe anfallen, durch eine entsprechende Spende selbst beglichen.

Lange Liste der Spender

Kann die Hilfsgruppe jedes Jahr vor Weihnachten einen verstärkten Eingang von Spenden verzeichnen, so stieg die Spenden-Bereitschaft der Eifeler dieses Jahr zusätzlich, nachdem das Schicksal des jungen Mannes aus dem Münstereifeler Stadtgebiet vor sechs Wochen bekannt geworden war.

Lang ist die Liste der Spender, die mit einer Überweisung von 10.000 Euro von den Floisdorfer Unternehmern Hubert und Peter Schilles angeführt wird. 3000 Euro gingen von der Elektrofirma Hamacher aus Mechernich ein, 2500 Euro spendete der Weilerswister Reitverein St.Hubertus, weitere 2000 Euro bekam die Kaller Kinderkrebshilfe von einem Ehepaar Niesken aus Kerpen-Brüggen.

Bei den Weihnachtsmärkten in Kall und Gemünd hatte die Frauengruppe um Roswitha Schmidt (links) Selbstgemachtes zugunsten der Typisierungsaktion der Hilfsgruppe Eifel verkauft und 697,80 Euro gespendet. Foto: Reiner Züll

Die Firma Holtec aus Hellenthal spendete 1800 Euro, je 1500 Euro gingen von der Euskirchener Ingenieurgesellschaft Jensch und von der Familie Schnarr in Euskirchen ein. 1400 Euro überwies das Mary-Kay-Team aus Mechernich.

Je 1000 Euro wurden der Hilfsgruppe überwiesen von den Eheleuten Bungarten aus Mechernich, der Firma Elektro Hürth aus Hürth, von Josef Zimmermann aus Holzheim, vom Schöllerwerk in Hellenthal, von der Gölz GmbH in Hellenthal und einer Familie Sierscheider-Sommer.

 

Bastelclubs und heimische Firmen

Die Bastelgruppe „Heiße Nadel“ aus Kolvenbach überwies 925 Euro, die benachbarte Dorfgemeinschaft Hohn 900 Euro vom Erlös des Adventsumtrunks. Der AWO-Kindergarten Mechernich spendete 540 Euro.

Je 500 Euro bekam die Hilfsgruppe von der Gemünder Firma Gotthardt & Knipper, der Marienthaler GmbH in Gemünd, der profino Kindertageseinrichtung in Düren, vom Schotterwerk Manfred Weiß in Rinnen, von der Mertens Transport GmbH in Schleiden, der Firma Autokrane Kurth in Blankenheim, der LMV-Versicherung Murk in Kall, der Kdf-Ortsgruppe Mechernich, der Dorfgemeinschaft Lethert/Effelsberg und den Familien Dr. Stephanie Zippel in Mechernich und Otto Lünebach in Sötenich.

Eine private Spontan-Aktion für Max starteten die Freunde (von rechts) Guido Lange aus Schützendorf, Günter Hommelsheim aus Bleibuir und Volker Löbel aus Vussem. In einer WhatsApp-Gruppe hatten sie Bekannte aufgefordert, zur Typisierung zu gehen und gleichzeitig um Spenden gebeten. Das Trio hatte am Ende 204 Euro bekommen, die sie Willi Greuel (l.) während der Typisierung in der Turnhalle in einem Marmeladenglas überreichten. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Die Spender Weckbecker & Schoska aus Euskirchen, Immobilienbewertung Daniels aus Hümmel und der Bastelverein Zingsheim überwiesen je 300 Euro an die Hilfsgruppe Eifel. Tagtäglich gingen auch Spenden zwischen 10 und 200 Euro ein.

Anlässlich der Typisierung im Mechernicher Gymnasium wurden Willi Greuel mehrere Spenden vor Ort überreicht. Von der Kaller Frauengruppe „Selbstgemachtes“ mit Roswitha Schmidt, Monika Quattelbaum und Marianne Werner bekam Greuel 697,80 Euro. Die Frauen hatten auf den Weihnachtsmärkten in Kall und Gemünd Plätzchen, Marmelade und Liköre für die Hilfsgruppe verkauft.

Michaela Rübenach und Petra Hansen vom Team der Künstler-Cafeteria im Gymnasium am Turmhof überreichten Willi Greuel 350 Euro – die kompletten Tageseinnahmen zum Start der Ausstellung einheimischer Künstler. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Eine private Spontan-Aktion für Max hatten auch die Freunde Volker Löbel aus Vussem, Günter Hommelsheim aus Bleibuir und Guido Lange aus Schützendorf gestartet. In einer  WhatsApp-Gruppe hatten sie Bekannte aufgefordert zur Typisierung zu gehen und gleichzeitig um Spenden gebeten. Das Trio hatte am Ende 204 Euro bekommen, die sie Willi Greuel während der Typisierungs-Aktion in der Turnhalle in einem Marmeladenglas überreichten.

 

Christbäume unters Volk gebracht

Eine ähnliche spontane Aktion hatte der Vorsitzende des Roggendorfer Renault-Oldie-Clubs, Jörn Hück, initiiert. Weil er schon typisiert ist, aber gleichwohl einen Beitrag zum Gelingen der Aktion leisten wollte, hatte auch er bei Freunden und Bekannten um Spenden für die Typisierungsaktion gebeten. Er übergab Willi Greuel 205 Euro.

485 Euro überbrachte Pascal Kautz, Juniorchef der Mechernicher Kareitec GmbH. Nach einer Kundenaktion waren 200 Weihnachtsbäume übriggeblieben, die Kareitec halb dem Kölner Zoo als Futter vermachte – und halb gegen eine Spende für die Hilfsgruppe unters Volk brachte. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

485 Euro brachte Pascal Kautz, Juniorchef der Mechernicher Kareitec GmbH, zur Typisierung mit. Nach einer Kundenaktion waren der Firma 200 Weihnachtsbäume übrig geblieben. Wie Kautz bei der Spendenübergabe von 485 Euro berichtete, habe das Unternehmen dem Kölner Zoo 100 Bäume geschenkt und die anderen 100 gegen eine Spende für die Hilfsgruppe unters Volk gebracht.

Kurz vor Ende des Typisierungstages, als auch die Cafeteria bei der Ausstellung der einheimischen Künstler im Foyer des Gymnasiums geschlossen wurde, überraschten Michael Rübenach und Petra Hansen vom Team der Cafeteria Willi Greuel mit einer Spende von 350 Euro. Es war der gesamte Tageserlös der Cafeteria am ersten Ausstellungstag. Wie sagte Willi Greuel?: „Auf die Eifeler ist Verlass“.

pp/Agentur ProfiPress

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