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Auf den Spuren einer Eifeldichterin

Drei Freundinnen aus Trier reisen zur Enkelin der Eifelautorin Clara Viebig nach Rio de Janeiro – Lit.Eifel widmete sich Werken von Clara Viebig schon im „Club der toten Eifeldichter“ – Pressespiegel zum Bericht im „Trierischen Volksfreund“

Eifel/Rio de Janeiro – Clara Viebig war eine außergewöhnliche Frau. Die Eifelautorin (1860-1952) schrieb in ihrem Leben mehr als 30 Romane, darunter auch sozialkritische Bücher wie „Das Weiberdorf“, für das einige erboste Menschen mit Mistgabeln auf sie losgingen. Fasziniert von ihrer Geschichte begeben sich jetzt die drei Freundinnen Christel Aretz, Carla Schött und Magdalena Feiten aus Trier auf die Reise ins brasilianische Rio de Janeiro, um dort Susanne Bial, die Enkelin der aus Trier stammenden Schriftstellerin, zu treffen. Das berichtete der Trierische Volksfreund in seinem Artikel „Drei Frauen auf literarischer Mission“.

Auf den Spuren der Eifeldichterin Clara Viebig reisen Magdalena Feiten, Christel Aretz und Carla Schött (von links) nach Rio de Janeiro. Foto: Manuel Beh/www.volksfreund.de

Treibende Kraft in dem Frauen-Trio ist demnach Christel Aretz, die zusammen mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann Manfred Aretz zur Eröffnung ihrer kleinen Buchhandlung in Bad Bertrich 1992 ein Portrait von Clara Viebig geschenkt bekam. „Wir begannen, über Viebig zu recherchieren und ihre Werke zu lesen“, erzählte sie dem Trierischen Volksfreund. Tatsächlich stieß das Ehepaar bei seinen Nachforschungen auf Susanne Bial, die 1936 auf der Flucht vor den Nationalsozialisten nach Brasilien geflohen war. Denn Clara Viebig war mit dem jüdischen Verleger Friedrich Theodor Cohn verheiratet.

Auf zwei Besuche Susanne Bials in Deutschland folgte die Gegeneinladung an das Ehepaar Aretz nach Rio de Janeiro. Nun ist es endlich so weit. „Als Christel Aretz ihren Freundinnen Carla Schött und Magdalena Feiten 2016 von ihren Reiseplänen erzählte, waren diese spontan dabei“, schreibt Journalist Manuel Beh im Trierischen Volksfreund.

Auf Wunsch der inzwischen 92-jährigen Susanne Bial nehmen sie Gelierzucker, Gartenkräuter und Birkenstockschuhe als Mitbringsel mit. „Susanne Bial, die zwei Jahre lang bei ihrer Großmutter Clara Viebig in Berlin lebte, ist eine taffe und charismatische Frau“, erzählten die drei Freundinnen dem Trierischen Volksfreund.

Bei den Lit.Eifel-Veranstaltungen zum „Club der toten Eifeldichter“ widmeten sich Manfred Lang, Katia Franke und Ralf Kramp (von links) unter anderem den Werken der gebürtig aus Trier stammenden Clara Viebig. Archivfoto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Christel Aretz hat allerdings, so schreibt der Journalist Manuel Beh, noch weitere Pläne rund um die Eifelautorin Clara Viebig: „Ich wünsche mir, dass eine Werkausgabe von Clara Viebig veröffentlicht und an sie durch eine Infotafel in der Kutzbachstraße erinnert wird. Viebig war viel mehr als eine Eifeldichterin und hat eine größere Anerkennung verdient.“

Tatsächlich publizierte Clara Viebig auf dem Höhepunkt ihres literarischen Schaffens fast jährlich einen Roman oder einen Band mit Erzählungen und unternahm Vortragsreisen bis nach New York, Paris und Sankt Petersburg. Ihre Schriften wurden unter anderem Französische, Spanische, Englische, Italienische, Tschechische und ins Russische übersetzt.

In der Eifel jedenfalls ist Clara Viebig bis heute eine bekannte Größe. So widmeten sich etwa die Lit.Eifel-Veranstaltungen zum „Club der toten Eifeldichter“ einigen Auszügen aus ihren Werken.

pp/Agentur ProfiPress

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