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Altbürgermeister feiert „Diamantene“

Helmut und Marianne Weiler sind seit 60 Jahren glücklich verheiratet – Der Funke sprang 1955 beim Maiball im Sauerland über – Nach dem Tod von Werner Schumacher 1990 dessen Nachfolger geworden – 18 Jahre Ortsvorsteher

Kall – Sein Leben war geprägt vom Strom, von der Jagd und der Politik. Und auch mit seinen 83 Jahren hat der ehemalige Kaller Bürgermeister Helmut Weiler den Schalk noch im Nacken. Deshalb sieht er dem großen Fest am Wochenende auch gelassen entgegen. Mit seiner Ehefrau Marianne (81) feierte der rüstige Rentner am Mittwoch, 28. November, das Fest der diamantenen Hochzeit. Die kirchliche Feier und das Fest mit der Familie hatte bereits am 24. November stattgefunden.

Beide sind für ihr Alter noch recht rüstig und wie schon vor zehn Jahren bei seiner Goldhochzeit interpretiert Weiler sein jetzt 60-jähriges glückliches Eheleben mit seiner Marianne auf seine ganz persönliche und nicht ganz uneigennützige Art und Weise: „Ich bin dem Herrgott dankbar, dass er meiner Frau einen so guten Ehemann beschert hat.“

Die Eheleute Helmut und Marianne Weiler feierten am 28. November ihre Diamant-Hochzeit. Die Feier in der Kirche und mit der Familie hatte bereits am 24. November stattgefunden. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Uneingeschränkt könnte Marianne Weiler den Spruch auch umdrehen, denn mit ihr hat der Jubilar vor 60 Jahren eine gute Wahl getroffen. Obwohl beide in Kall bekannt wie bunte Hunde sind, wissen die wenigsten, dass Marianne auf den Namen Maria Anna und Helmut auf den Namen Helmut Heribert getauft wurde. Und auch nur wenigen Kallern ist bekannt, dass  der heute 83-Jährige im Sauerland, wo er seine damalige Braut Maria Anne Bödikker auf dem Maiball beim Tanzen kennen lernte, im Tambourkorps und im Schützenverein aktiv war.

„Das ist alles schon sehr lange her“ blickt das Jubelpaar zurück: Als Elektromeister der in Frankfurt ansässigen Starkstrom-Anlagen-Gemeinschaft (SAG) war Helmut Weiler 1955 im sauerländischen Winterberg auf Montage, als er seine Marianne beim besagten Maiball in Saalhausen erstmals zum Tanzen aufforderte. Als geselliger Zeitgenosse hatte er im Dorf schnell Anschluss gefunden, schon bald war er Mitglied im Spielmannszug und im Schützenverein. Im Herbst 1957 wurde Verlobung gefeiert und ein Jahr später im November geheiratet.

Nur ein halbes Jahr später wurde Helmut Weiler von der SAG nach Hückeswagen versetzt, wo er bis 1964 bleib. Das junge Paar führte in dieser Zeit eine Wochenend-Ehe. Während ihr Ehemann in Hückeswagen tätig war, arbeitete Marianne Weiler in der bekannten Strumpffabrik Falke in Schmallenberg. 1965 wurde Helmut Weiler nach Kall versetzt, wo er zehn Jahre lang das Büro der SAG leitete. Von Kall aus war er zuständig für den Netzbau in der gesamten Eifel, den die SAG im Auftrag der Kreis-Energie-Versorgung (KEV, heute Energie Nordeifel – Ene) erledigte.

Seit 1969 wohnen Weilers im Knipperweg

Ehefrau Marianne folgte mit drei Kindern ihrem Mann nach Kall. 1969 bezog die Familie am Knipperweg ihr Eigenheim, in dem sie heute ihren verdienten Ruhestand genießt. Inzwischen hatte Helmut Weiler seinen späteren Freund Werner Schumacher kennengelernt, der ihn für die Jagd und die Politik begeisterte, an der bis dahin keinerlei Interesse hatte.

1974 trat er der CDU bei, 1983 begann seine politische Karriere mit einem Sitz als sachkundiger Bürger im Struktur- und Planungsausschuss der Gemeinde Kall. 1987 rückte er für den verstorbenen Ortsvorsteher und CDU-Fraktionssprecher Hermann Josef Logen in den Gemeinderat ein und übernahm auch das Amt des Ortsvorstehers, das er bis zum Jahr 2005 ausübte. Nach dem Tod von Bürgermeister Werner Schumacher im Herbst 1990 wurde Helmut Weiler zum letzten ehrenamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Kall gewählt.

Hochzeit vor 60 Jahren im sauerländischen Saalhausen: Helmut und Marianne Weiler. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Mit dem Ende der Doppelspitze und der Wahl von Hans Kaiser zum hauptamtlichen Bürgermeister endete 1999 Weilers Amtszeit. Bis 2005 blieb er Kaisers Stellvertreter und Kaller Ortsvorsteher. Danach legte er alle politischen Ämter nieder. Von der Feuerwehr Kall wurde Helmut Weiler zum Ehrenbrandmeister ernannt.

„Ich bin etwas ruhiger geworden“, sagt der betagte Jubilar heute, der dennoch voller Tatendrang ist. Er ist noch immer im Amt des Bürgervereins-Vorsitzenden, das er schon seit mehr als 30 Jahre innehat. Und auch die Jagd ist noch eine Passion, wobei das Naturerlebnis ohne Waffe im Vordergrund steht. „Mehr hegen, statt schießen“ lautet heute seine Devise.

Jeden Freitag sieht man Helmut Weiler auf dem Tennisplatz. Er spielt regelmäßig mit Rentnern, die alle jenseits der 70 sind. Mit seinen 83 Jahren ist Weiler der älteste in der Runde. Langeweile hat auch Ehefrau Marianne nicht: „Ehefrau, Hausfrau, Oma und Uroma“, seien ihre liebsten Beschäftigungen.

pp/Agentur ProfiPress

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