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Als Landesvorsitzender wiedergewählt

Wolfgang Weilerswist bleibt für weitere zwei Jahre Vorsitzender im Landesvorstand der Tafeln in NRW – Hauptaufgabe: Warenströme flächendeckend verteilen – Von Tiefkühllager in Mechernich werden Nahrungsmittel im Umkreis von rund 30 Kilometern verteilt

Mechernich – Ein ganz normaler Ausgabetag bei der Mechernicher Tafel: Es ist Dienstagvormittag, rund 150 Menschen sind auf dem ehemaligen Schulhof versammelt und schlängeln sich durch die Menge nach vorne, wenn ihre Nummer aufgerufen wird. In den Regalen im Ausgaberaum sind große Mengen von Brot, Obst und Gemüse gestapelt, aber auch Milchprodukte, Marmeladen und Hygieneartikel. „Unsere Produktpalette hat sich in den letzten Jahren enorm erweitert“, erzählt Wolfgang Weilerswist, der gerade als Vorsitzender im Landesvorstand der Tafeln in NRW wiedergewählt wurde.

Wolfgang Weilerswist, der in Mechernich auch als stellvertretender Bürgermeister aktiv ist, engagiert sich seit zwölf Jahren für die Tafel, um Lebensmittel an bedürftige Menschen zu verteilen. Er ist Vorsitzender der Mechernicher Tafel und gehört seit vier Jahren zum Vorstand im Landesverband der Tafeln in NRW. Jetzt wurde er für weitere zwei Jahre als Vorstandsvorsitzender wiedergewählt. Ebenfalls im Amt bestätigt wurde Volker Nüßmann als Schriftführer, sodass gleich zwei Mechernicher im Landesvorstand vertreten sind.

Beide haben sich dafür eingesetzt, dass auf Landesebene Kooperationen mit Lebensmittelherstellern geschlossen und größere Mengen von Nahrungsmitteln möglichst gerecht in der Fläche verteilt werden. So erwarten sie zum Beispiel demnächst eine Lieferung von mehreren Paletten Waschmittel, die in die ländlichen Regionen vom Münsterland bis zur Eifel verteilt werden sollen, darunter auch in Mechernich, Kall und Zülpich. Während in Großstädten auch größere Warenmengen zentral abgeladen und verteilt werden können, ist das in ländlichen Gebieten nicht so einfach möglich. „Deshalb ist es wichtig, dass die Warenströme verteilt werden“, so Wolfgang Weilerswist.

Wolfgang Weilerswist, Vorsitzender der Mechernicher Tafel, wurde in seinem Amt als Vorsitzender im Landesvorstand der Tafeln in NRW wiedergewählt. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Wolfgang Weilerswist, Vorsitzender der Mechernicher Tafel, wurde in seinem Amt als Vorsitzender im Landesvorstand der Tafeln in NRW wiedergewählt. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Mechernicher Tafel zählt rund 1.000 Bedürftige

Die Mechernicher Tafel verfügt selbst über ein Tiefkühllager, von dem aus verschiedene Tiefkühl-Nahrungsmittel wie Pizzen, Eis oder Gemüse in einem Umkreis von gut 30 Kilometern verteilt werden. Die Mechernicher tragen dazu in einer Online-Liste der Tafeln ein, was sie vorrätig haben. Jede Tafel kann sich darauf mit ihrem jeweiligen Bedarf in die Liste eintragen – solange bis alles weg ist. Mit einem Tiefkühlwagen werden die Lebensmittel dann zum Beispiel bis nach Euskirchen, Rheinbach oder Düren gebracht. „Unser Ziel ist, dass jede Tafel von allem etwas kriegt“, erklärt Weilerswist.

Bei der Mechernicher Tafel kommen jetzt zum Beispiel mehr Milchprodukte und Hygieneartikel an. „Aber es fehlt immer noch an Käse und Wurst“, sagt Wolfgang Weilerswist als Vorsitzender der Mechernicher Tafel. Zur Ausgabe zweimal pro Woche kommen etwa 150 Personen, stellvertretend für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt. Insgesamt zählt die Mechernicher Tafel rund 1.000 Bedürftige.

„Zulauf haben wir vor allem von alleinstehenden Frauen mit Kindern und von älteren Damen, die mit ihrer Mini-Rente nicht über die Runden kommen“, weiß der Tafel-Vorsitzende. Einen Boom erlebte die Tafel in Mechernich zuletzt mit dem Zustrom von Flüchtlingen. Weilerswist: „Da hatten wir zeitweise bis zu 300 Menschen bei der Ausgabe.“ Das hat sich zwar inzwischen wieder gelegt, aber die Zahl der regelmäßigen Kunden ist von etwa 120 auf rund 150 pro Ausgabe angestiegen.

Mehr als 40 Mitarbeiter engagieren sich rund um die Lebensmittelausgabe in der Stadt am Bleiberg. Dazu gehören natürlich die Ausgabe, aber auch schon vorher das Sortieren der Nahrungsmittel. Und natürlich müssen die Waren, die zu viel produziert, mit falschen Etiketten versehen oder einfach nicht verkauft wurden, erst einmal in den Geschäften oder Lagern abgeholt und zur Alten Schule in Mechernich gebracht werden. „Weitere Fahrer können wir immer gebrauchen, die sind bei uns täglich in zwei Teams unterwegs“, so Wolfgang Weilerswist.

pp/Agentur ProfiPress

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