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Alleinstellungsmerkmal für die Region

Generalversammlung der Dienstleistungsgenossenschaft Eifel bei Papstar – Projekt „Gesunde Region“ wird mit 726.000 Euro gefördert – Mitgliederzahl soll deutlich steigen

Kall/Eifel – Neue Projekte, große Ziele und Personalwechsel: Es hat sich in den vergangenen Monaten in der Dienstleistungsgenossenschaft (DLG) Eifel viel getan. Das wurde bei der zweiten Generalversammlung der Genossenschaft in der Papstar-Zentrale in Kall deutlich.

Führten durch die zweite Generalversammlung der DLG Eifel: (v.l.) Vize-Aufsichtsratsvorsitzender Rolf Klöcker sowie die Vorstände Thomas Artmann und Joachim Hees. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Genauso klar ist auch der Auftrag der Dienstleistungsgenossenschaft: Es geht darum, den Unternehmen einer kompletten Region, die nicht nur auf den Kreis Euskirchen beschränkt ist, Leistungen vom Betriebsarzt bis zur Krankenzusatzversicherung anzubieten, die sich sonst nur große Konzerne leisten können. „Wir sind Unternehmensberatung und Einkäufer“, erklärt Vorstand Thomas Artmann.

„Gesunde Region“ heißt passenderweise auch gleich das erste Projekt, für dessen Umsetzung die DLG Eifel mit Unterstützung der VR-Bank Nordeifel in den vergangenen Monaten hart gekämpft hat. Mittlerweile sind alle Auflagen des Bundesarbeitsministeriums für das Projekt erfüllt, das mit 726.000 Euro bis Dezember 2020 gefördert wird. Die Projektleitung hat die Diplom-Ingenieurin Agnes Voerste aus Zülpich inne, dem Projektteam gehören Dr. Katharina Hoß, Michael Romeis und Mona Lohr an.

Die rund 30 anwesenden Mitglieder der Dienstleistungsgenossenschaft fällten alle Entscheidungen einstimmig. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Ziel von „Gesunde Region“ ist die Erstellung eines datengestützten Gesundheitsmanagements inklusive einer Gesundheitsbefragung, ein moderierter Steuerkreis Gesundheit, der Zugang zu geförderten Gesundheitsmanagement- und Gesundheitsförderangeboten, Angebote für Auszubildende sowie Gesundheitsaktionswochen.

Projektmitarbeiter kommen in die Unternehmen und machen eine Bestands- und Bedarfsanalyse. Mit „Gesunde Region“ sollen ab Juli auch Workshops angeboten werden.

Vieles geleistet, vieles geplant

Im Jahresbericht des Vorstandes listete er auch das bisher Geleistete auf: Man habe einen Angebotskatalog entwickelt, der in Zukunft zur vierteljährlichen Mitgliederzeitung ausgedehnt werden soll. Mit dem DLG-Mitglied Papstar wurde vereinbart, einen Staplerführerschein anzubieten, der natürlich unter dem gängigen Preis lag. Ein Info-Abend zur Datenschutzgrundverordnung wurde ebenfalls angeboten wie die Gesundheitstage beim DLG-Mitglied Sportwelt Schäfer in Bad Münstereifel. Die Genossenschaft kann diese Angebote weitaus günstiger anbieten, als auf dem „freien Markt“ üblich, denn das ist ja eines ihrer Ziele: Unternehmen der Region werden gebündelt, um ihnen etwas anzubieten, was sie sich alleine nur schwer leisten können.

Vorstand und Aufsichtsrat der Dienstleistungsgenossenschaft Eifel DLG (v.l.): Thomas Artmann, Bernd Becker, Rolf Klöcker, Joachim Hees, Thomas Hambach, Franz-Peter Schäfer, Hubertus Kantelberg und Gisela Caspers. Es fehlt Wolfgang Merten. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Zahlreiche Projekte werden außerdem derzeit erarbeitet. So soll es auf Initiative der Stadt Mechernich Kurzworkshops geben zum Thema „Gesunde Ernährung“, es soll für Führungskräfte eine „Werkzeugkiste“ mit Tipps, Infobroschüren und regionalen Gesundheits- und Hilfsangeboten entwickelt werden, das regionale Gesundheitsportal Chilp wird es demnächst als App geben, auch die Platzierung von Stellenanzeigenkontingenten in Zeitungen und Internetportalen wird derzeit geprüft. Verhandlungen mit einem Betriebsarzt laufen ebenso wie mit einer Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Vorstand Joachim Hees stellte außerdem eine betriebliche Krankenzusatzversicherung im Rahmentarif vor, die sein Unternehmen Papstar den Mitarbeitern anbietet. So ermöglicht Papstar seinen Angestellten im bestimmten Rahmen Vorsorge-Checkups und bietet außerdem günstig eine privatärztlich-ambulante Aufstockung der gesetzlichen Krankenversicherung an. „Gesetzlich versicherte erhalten so einen Privatversichertenstatus“, erklärt Artmann. Auch einen Baustein für Klinikaufenthalte beinhaltet diese Versicherung.

7500 Mitarbeiter sollen erreicht werden

51 Betriebe und Firmen mit insgesamt 4150 Mitarbeitern haben sich der DLG Eifel bereits angeschlossen. „Damit ist der Break-Even-Point erreicht, wir können kostendeckend arbeiten“, berichtete Vorstand Joachim Hees, der aber gleich ein großes Ziel verkündete: Die DLG Eifel will, dass sich ihr noch deutlich mehr Mitgliedsunternehmen anschließen. Hees‘ Wunsch ist die Unterstützung von insgesamt 7500 Mitarbeitern.. Denn nur wenn die DLG genug Aufträge hat, kann sie existieren.

Dazu ist aber auch nötig, dass die Dienstleistungsgenossenschaft in aller Munde ist. „Der Mehrwert für die Mitarbeiter wird noch nicht erkannt, deshalb begeben wir uns demnächst auf Roadshow durch die Firmen“, kündigt Thomas Artmann an. Aufsichtsratsvorsitzender Rolf Klöcker gibt unumwunden zu: „Wir Arbeitgeber müssen uns an die eigene Nase fassen, denn wir müssen die DLG in den Unternehmen bekannter machen.“

Die Schleidener Realschul-Lehrerin Lydia Thomson warb bei Unternehmen darum, dass sie sich der „Young Professionals Academy“ der Schule anschließen, damit Neuntklässler bei ihnen Praktika absolvieren können. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Großes Lob gab es von Aufsichtsratsmitglied Bernd Becker. Er gab den Anwesenden – ein Großteil der Mitgliedsunternehmen war bei Papstar erschienen – zum Schluss mit auf den Weg: „Die Dienstleistungsgenossenschaft ist ein Alleinstellungsmerkmal für die Region.“

Personell hat sich seit dem Start vor zwei Jahren viel getan. Doris Ley und Julia Klinkhammer sind aus dem Vorstand ausgeschieden und wurden durch Thomas Artmann, Thomas Hambach und Joachim Hees ersetzt. Komplettiert wird der Vorstand durch Gründungsmitglied Gisela Caspers. Im Aufsichtsrat rückte für Bernd Altgen Wolfgang Merten als Vorsitzender nach. Der dann noch aus Rolf Klöcker und Franz-Peter Schäfer bestehende Aufsichtsrat wurde um Bernd Becker und Bert Kantelberg erweitert. Zu finden ist die Dienstleistungsgenossenschaft in Kürze im eigenen Büro in Schleiden, Am Markt 35 (direkt neben der VR-Bank).

pp/Agentur ProfiPress

 

Zusatz:

Der Schleidener Realschullehrerin Lydia Thomson gab die Dienstleistungsgenossenschaft unter dem Punkt „Verschiedenes“ die Möglichkeit, Werbung für ein Projekt zu machen, für das die Schule noch Unternehmen in der Region sucht. Für ihr Exzellenzprogramm „Young Professionals Academy“ ist die Schule an Partnerschaften interessiert: Zehn Prozent der Schüler der Jahrgangsstufe 9 sollen in einem Unternehmen an diversen Handwerks-Praktika teilnehmen: im ersten Halbjahr eine Woche, im zweiten drei Wochen. Für die Teilnahme gibt es für die Schüler eine Zeugnisbemerkung und ein Zertifikat. Damit will die Schule die Lust bei Schülern wecken, nach der zehnten Klasse direkt in eine Ausbildung in einem Handwerksberuf zu gehen. (pp)

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