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Aktion Mensch zu Gast im Förderzentrum

Projektbesuch des Investitionsteams der Aktion Mensch im Heilpädagogischen Zentrum Lebenshilfe HPZ – Brücke schlagen zwischen Theorie und Praxis – Austausch über Förderrichtlinien: Anforderungen an tatsächliche Lebenswelten anpassen

Zülpich-Bürvenich – Die Aktion Mensch fördert soziale Projekte für ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in unserer Gesellschaft. Bei einem Besuch im Förderzentrum des Heilpädagogischen Zentrums Lebenshilfe HPZ in Bürvenich bekamen die Mitarbeiter vom Investitionsteam der Aktion Mensch jetzt einen Einblick in die Arbeit der Einrichtung und nutzten die Gelegenheit gleichzeitig zum Austausch über die Förderrichtlinien in Theorie und Praxis.

Bei einem Besuch der Aktion Mensch aus Bonn stand das Förderzentrum der Lebenshilfe HPZ im Mittelpunkt, hier bei einer Stippvisite im Werkraum der Einrichtung. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Bei einem Besuch der Aktion Mensch aus Bonn stand das Förderzentrum der Lebenshilfe HPZ im Mittelpunkt, hier bei einer Stippvisite im Werkraum der Einrichtung. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Einige Teammitarbeiter der Aktion Mensch besuchen regelmäßig die von ihnen geförderten Projekte, um die Antragsteller sowie die Einrichtungen kennenzulernen und um die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen zu begutachten. So kam nun eine sechsköpfige Gruppe der Aktion Mensch zu Besuch nach Bürvenich, wo sie von zwölf Vertretern des Leitungsteams der Lebenshilfe HPZ und ihrer Kooperationspartner empfangen wurden.

Kompetenzen unter einem Dach

Im Zentrum des Tages stand das Förderzentrum der Lebenshilfe HPZ, zu dessen Umbau die Aktion Mensch vor fünf Jahren die stolze Summe von 200.000 Euro an Fördermitteln beigesteuert hatte. Das Förderzentrum vereint viele unterschiedliche Kompetenzen unter einem Dach.

Lehrer Gregor Hafenbradl erklärte den Besuchern der Aktion Mensch das Konzept der Inhouse-Schule im Förderzentrum der Lebenshilfe HPZ in Bürvenich. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Lehrer Gregor Hafenbradl erklärte den Besuchern der Aktion Mensch das Konzept der Inhouse-Schule im Förderzentrum der Lebenshilfe HPZ in Bürvenich. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Untergebracht sind in dem großen Gebäude auf dem Gelände der Lebenshilfe HPZ in Bürvenich das Kinder- und Jugendwohnen mit 24 Plätzen sowie eine zugehörige Inhouse-Schule. Über eine Kooperation mit der Euskirchener Hans-Verbeek-Schule, einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, sind zwei Lehrer in Bürvenich stationiert, die an diesem Tag sechs Schüler unterrichteten.

Eine Eins-zu-eins-Betreuung ermöglicht den Kindern und Jugendlichen, die nicht im Klassenverband beschult werden können, in einem ruhigeren Schulalltag etwas zu lernen. Ziel, wenn auch nicht für alle Kinder mit Behinderung realisierbar, ist die Zurückschulung in die Hans-Verbeek-Schule. „In erster Linie ist es wichtig, dass die Kinder eine positive Schulerfahrung machen, die ihnen auch Selbstsicherheit gibt“, erklärte Lehrer Gregor Hafenbradl den Besuchern. Die zeigten sich von dem Konzept positiv überrascht – und bekamen auch gleich einen Einblick in den ungewöhnlichen Schulalltag.

Rolf Emmerich, Geschäftsführer der Lebenshilfe HPZ, stellte dem Team der Aktion Mensch das Kurzzeitwohnen für Kinder und Erwachsene zur Entlastung von pflegenden Angehörigen vor. Die Lebenshilfe HPZ war darin Vorreiter, jetzt soll das Kurzzeitwohnen in NRW ausgeweitet werden. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Rolf Emmerich, Geschäftsführer der Lebenshilfe HPZ, stellte dem Team der Aktion Mensch das Kurzzeitwohnen für Kinder und Erwachsene zur Entlastung von pflegenden Angehörigen vor. Die Lebenshilfe HPZ war darin Vorreiter, jetzt soll das Kurzzeitwohnen in NRW ausgeweitet werden. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Zur Strukturierung der Arbeitsphasen nutzen die Lehrer bildhafte Modelle aus der Autismus-Pädagogik, über die sie mit den Schülern Stück für Stück die Unterrichtssequenzen abarbeiten während dazwischen immer wieder Pausen eingelegt werden dürfen. So können die Kinder und Jugendlichen über längere Zeit motiviert werden – und sich dadurch auch über einen längeren Zeitraum konzentrieren.

Autismus-Ambulanz als Bindeglied

Solche bildhaften Modelle aus der Autismus-Pädagogik werden im Förderzentrum der Lebenshilfe HPZ in vielen verschiedenen Bereichen genutzt, etwa bei der Tagesstruktur im Kurzzeitwohnen oder zur Einteilung von Therapiestunden. Verbindendes Element der Einrichtung ist die Autismus-Ambulanz, die deren Leiter Volker Eßer den Besuchern der Aktion Mensch vorstellte. „In der Therapie ist es wichtig, das Vertrauen der Betroffenen zu gewinnen, damit sie Freude daran haben und motiviert und gerne wiederkommen“, erklärte Volker Eßer.

Therapeuten wie Peter Bernards, der bei der Lebenshilfe HPZ für die Musiktherapie zuständig ist, nutzen bildhafte Modelle aus der Autismus-Pädagogik, um die Therapiestunde für die Klienten übersichtlich einzuteilen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Therapeuten wie Peter Bernards, der bei der Lebenshilfe HPZ für die Musiktherapie zuständig ist, nutzen bildhafte Modelle aus der Autismus-Pädagogik, um die Therapiestunde für die Klienten übersichtlich einzuteilen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

In Bürvenich richtete die Lebenshilfe HPZ schon vor fast zehn Jahren ihre erste Autismus-Ambulanz ein, heute ist sie mit weiteren Standorten im Euskirchen, im Kreis Düren und im Rhein-Erft-Kreis flächendeckend in der Region aufgestellt. Das entspricht dem Leitgedanken von Rolf Emmerich, Geschäftsführer der Lebenshilfe HPZ: „Wir müssen uns als Einrichtung da aufstellen, wo der Kunde ist oder wo er hinkommen kann.“

Rolf Emmerich, Geschäftsführer der Lebenshilfe HPZ, stellte den Besuchern von der Aktion Mensch die Entwicklung der Lebenshilfe HPZ mit heute 13 Standorten in der Region vor. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Rolf Emmerich, Geschäftsführer der Lebenshilfe HPZ, stellte den Besuchern von der Aktion Mensch die Entwicklung der Lebenshilfe HPZ mit heute 13 Standorten in der Region vor. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Mit ihren Einrichtungen vom Kinder- und Jugendwohnen bis zur Senioreneinrichtung für Menschen mit Behinderung, über Kurzzeitwohnen zur Entlastung von Angehörigen, Betreutes Wohnen und Beratungs-Zentren kommt die Lebenshilfe HPZ inzwischen auf 13 Einrichtungen. „Zurzeit“, betonte Rolf Emmerich, „denn wir sind nicht aufzuhalten“.

Brücke zwischen Theorie und Praxis

Vom Förderzentrum in Bürvenich aus besuchte die Gruppe der Aktion Mensch auch noch die Wohnanlage für das Betreute Wohnen in Zülpich mit angegliedertem Beratungszentrum und schließlich den Neubau in Euskirchen in direkter Bahnhofsnähe, wo mehrere Wohneinheiten für Menschen mit und ohne Behinderung zusammen mit einer Autismus-Ambulanz und einem Kindergarten untergebracht sind.

Volker Eßer, Leiter der Autismus-Ambulanz in Bürvenich (links): „In der Therapie ist es wichtig, das Vertrauen der Betroffenen zu gewinnen, damit sie Freude daran haben und motiviert und gerne wiederkommen.“ Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Volker Eßer, Leiter der Autismus-Ambulanz in Bürvenich (links): „In der Therapie ist es wichtig, das Vertrauen der Betroffenen zu gewinnen, damit sie Freude daran haben und motiviert und gerne wiederkommen.“ Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Während des gesamten Tages stellten die Besucher der Aktion Mensch immer wieder gezielte Fragen zur Umsetzung der einzelnen Konzepte. Mit dem Leitungsteam der Lebenshilfe HPZ hatten sie die Gelegenheit, sich fachmännisch auszutauschen, anstatt nur an der Oberfläche zu kratzen. Ziel der Gruppe war es, „eine Brücke zu schlagen“ zwischen der theoretischen Arbeit mit Förderantragen und der praktischen Umsetzung in der Einrichtung. So wurde die gemeinsame Zeit auch zur Diskussion über Förderrichtlinien genutzt, um die Anforderungen in Zukunft genauer an die tatsächlichen Lebenswelten angleichen zu können. So entstand ein lebhafter Austausch – und damit neue Ideen auf beiden Seiten.

pp/Agentur ProfiPress

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