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Achtung, Kröten unterwegs

Der Nabu bittet Autofahrer um Rücksichtnahme – Auch in Strempt, Eicks, Satzvey und Antweiler (alle Stadt Mechernich) und in Wahlen und Sistig (Gemeinde Kall) sind Hotspots

Kreis Euskirchen – Wenn der Winter geht, kommen die Amphibien. Auf dem Weg vom Winterschlafplatz zu ihren Laichgewässern laufen Frösche, Kröten und Molche Gefahr, dem Straßenverkehr zum Opfer zu fallen. Die Amphibienwanderung findet meist in den ersten lauen, feuchten Frühlingsabenden und -nächten statt. In dieser Zeit helfen Freiwillige den Tieren außerdem alljährlich über die Straße.

Im Stadtgebiet Mechernich gibt es laut dem Naturschutzbund (Nabu) Euskirchen gleich vier Hotspots für die Krötenwanderung. Besondere Vorsicht sei geboten in Strempt, Eicks, der Grube Rolf bei Satzvey sowie der Grube Toni bei Antweiler. Im Gemeindegebiet Kall gilt das für Wahlen und Sistig. Oft sind diese Bereiche mit besonderen Straßenschildern gekennzeichnet.

Laut Nabu Euskirchen trägt die Erdfroschdame den männlichen Erdfrosch auf diesem Bild. Foto: Ulrich Pohl/Nabu Euskirchen/pp/Agentur ProfiPress

„Da die technischen Einrichtungen ihren Zweck oft nur unzureichend erfüllen und an vielen Straßen derartige Systeme gänzlich fehlen, muss hier immer noch sehr viel Handarbeit geleistet werden“, erklärt Ulrich Pohl, Ansprechpartner für Fische, Amphibien und Reptilien vom Nabu Euskirchen, warum er und seine Mitstreiter sich auch in diesem Jahr wieder „die Nächte um die Ohren schlagen“.

Sie alle sind fasziniert von der Zielstrebigkeit und der Ausdauer, die die Tiere bei ihrer Wanderung an den Tag legen. Einem uralten Instinkt folgend, zieht es die Amphibien zu „ihrem“ Gewässer, dem Teich, See oder Tümpel, in dem sie selbst als Kaulquappen ihr Leben begannen. Weil sie auf dem Weg auf das immer dichter werdende Straßennetz stoßen, sich aber davon nicht aufhalten lassen, sterben alljährlich zigtausend Tiere den Straßentod. Da tut Hilfe Not.

Fleißige Helfer bringen die Frösche über die Straße. Foto: Ulrich Pohl/Nabu Euskirchen/pp/Agentur ProfiPress

Und die sieht für die Nabu-Aktiven so aus: Vor Beginn der Wanderzeit werden die Krötenzäune aufgestellt, ausgebessert und erneuert. Während der Wanderungen müssen ständig Kontrollen durchgeführt, die Amphibien aufgesammelt und über die Straße getragen werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Einsatzzeiten für die Amphibienretter in der Dämmerung oder gar nachts liegen. Also eine Aufgabe, die sehr vieler und sehr engagierter Freiwilliger bedarf. „Jede Helferin und jeder Helfer ist uns herzlich willkommen“, bittet Ulrich Pohl um Unterstützung.

Die Kontaktdaten finden sich auf der Homepage des Nabu Euskirchen (www.nabu-euskirchen.de). Gleichzeitig bittet er die Autofahrer, jetzt besonders vorsichtig zu fahren, um weder die Tiere noch ihre Helfer zu gefährden.

pp/Agentur ProfiPress

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