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Abschlussjahrgang verabschiedet

Gesamtschule der Stadt Mechernich verabschiedet den „Corona-Jahrgang“ – Emotionale Abschlussveranstaltung statt ausgelassenes Feiern – Für die meisten Schüler geht die Schulzeit nach der zehnten Klasse weiter

Mechernich – Ein letztes Mal kamen die Schüler des diesjährigen Abschlussjahrgangs in ihren Klassenverbänden zusammen, um in feierlicher Atmosphäre ihre Zeugnisse entgegenzunehmen. Für die einen war die Zeugnisverleihung das Ende einer ereignisreichen und erfüllten Schulzeit an der Gesamtschule, für die anderen eine erfolgreich abgeschlossene Etappe auf dem Weg zu einem Abschluss der Sekundarstufe II.

Abschlussfeier mit Gesichtsmaske: Das Ende ihrer Schulzeit hatten sich die Schüler der Gesamtschule der Stadt Mechernich, die vermutlich als „Corona-Jahrgang“ in die Geschichte eingehen, sicherlich anders vorgestellt. Foto: Dennis Schwinnen/pp/Agentur ProfiPress

Die Absolventen haben ein ungewöhnliches Schuljahr hinter sich, das, bedingt durch die weltweite Covid-19-Pandemie, so ganz anders verlief als üblich: Nach mehrwöchigem Home-Schooling mit anschließender Intensivbeschulung in den Hauptfächern, trat ein alternatives Prüfungsformat an die Stelle der üblichen Zentralen Prüfungen. Die letzten Wochen ihrer Schulzeit in der Sekundarstufe I verliefen also sicherlich anders, als die Jugendlichen es sich gewünscht hätten und mündeten nicht, wie üblich, in der ausgelassenen Stimmung einer Abschlussfeier, sondern im familiären Kreis der Klasse.

Die Absolventen der Klasse 10a der Gesamtschule der Stadt Mechernich. Foto: Dennis Schwinnen/pp/Agentur ProfiPres

Die Zeugnisvergabe in diesem Schuljahr war also etwas Bedeutsames in zweierlei Hinsicht: So ist der Abschlussjahrgang 2019/2020 nicht nur der zweite Jahrgang, der die Gesamtschule verlässt, sondern er wird auch als der „Corona-Jahrgang“ in Erinnerung bleiben. In dieser Hinsicht wird er vermutlich Geschichte schreiben und von diesem außergewöhnlichen Schuljahr „sicher noch seinen Kindern und Enkelkindern erzählen“, so Schulleiterin Dagmar Wertenbruch.

Die Absolventen der Klasse 10b der Gesamtschule der Stadt Mechernich. Foto: Dennis Schwinnen/pp/Agentur ProfiPress

Lobende Worte fand die Schulleiterin vor allem für das Verhalten der Jugendlichen in den vergangenen Wochen: „Trotz der großen Unsicherheiten verhielten sich alle stets vorbildlich, hielten sich verantwortungsvoll an Abstandsregeln, nutzten die verbliebene Zeit in der Schule und verzichteten bereitwillig auf Abschlussstreiche und ausgelassenes Feiern.“

Die Absolventen der Klasse 10c der Gesamtschule der Stadt Mechernich. Foto: Dennis Schwinnen/pp/Agentur ProfiPress

Vor allem aber eines gelang den Jugendlichen besonders: Der betrüblichen Umstände zum Trotz schafften sie es, individuelle und gleichermaßen humorvolle wie emotionale Abschlussveranstaltungen zu planen, um sich von den Menschen gebührend zu verabschieden, die sie in den letzten sechs Jahren auf ihrem Weg begleitet hatten. Damit machten sie die Zeugnisvergabe in diesem Jahr doch noch zu einem Moment, an den man sich lange und gerne erinnern wird.

Die Absolventen der Klasse 10d der Gesamtschule der Stadt Mechernich. Foto: Dennis Schwinnen/pp/Agentur ProfiPress

Viele der Schüler wurden im Rahmen der Veranstaltungen für ihr besonderes soziales Engagement und ihre schulischen Leistungen geehrt. Darunter auch Ronja (10e), die mit einem beeindruckenden Schnitt von 1,15 den besten Notendurchschnitt der Jahrgangsstufe erzielte.

Die Absolventen der Klasse 10e der Gesamtschule der Stadt Mechernich. Foto: Dennis Schwinnen/pp/Agentur ProfiPress

Neben den Glückwünschen versäumte es Schulleiterin Dagmar Wertenbruch nicht, auch den anwesenden Eltern der Absolventen ihren Dank für das entgegengebrachte Vertrauen auszusprechen. Schließlich hatten diese ihre Kinder im Jahr 2014 an der bis dato in Nordrhein-Westfalen wenig bekannten Schulform „Sekundarschule“ angemeldet. Die Gründungsschule wurde dann, nicht zuletzt wegen der hohen Anmeldezahlen, im Jahr 2015/2016 in eine bisher fünfzügige Gesamtschule umgewandelt.

Obwohl die Einführung einer neuen Schulform und die damit verbundene Auflösung von Haupt- und Realschule manche Debatte ausgelöst haben dürfte, zeigt vor allem die Qualität und Anzahl der in diesem Jahr vergebenen Abschlüsse, dass damals die richtige Entscheidung getroffen wurde und wie effektiv eine Kultur des längeren gemeinsamen Lernens sein kann.

Schulleiterin Dagmar Wertenbruch verabschiedete die Absolventen, die vermutlich als „Corona-Jahrgang“ in die Geschichte eingehen werden. Foto: Dennis Schwinnen/pp/Agentur ProfiPress

Insgesamt vergab die Gesamtschule in diesem Jahr 137 Abschlüsse der Sekundarstufe I: 31 Mal den Hauptschulabschluss nach Jahrgangstufe 10, 28 Mal den mittleren Schulabschluss der Fachoberschulreife (FOR) und stolze 78 Mal die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk (FORQ), der zum Besuch einer gymnasialen Oberstufe berechtigt. Erfreulicherweise erreichten auch 27 Schülerinnen und Schüler die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk, die ihre Schullaufbahn an der Gesamtschule mit einer Hauptschul- beziehungsweise einer eingeschränkten Haupt- und Realschulempfehlung begonnen hatten.

Ein Blick auf die Zukunftspläne der Schüler zeigt, dass für viele die Schulzeit noch nicht vorbei ist: Mehr als 60 von ihnen werden nach den Sommerferien den zweiten Jahrgang der gymnasialen Oberstufe an der Gesamtschule der Stadt Mechernich bilden. 40 der Absolventen wechseln zu Berufsfachschulen und in die Oberstufen anderer, speziellerer Schulen. Die restlichen Schüler haben sich für Ausbildungsberufe, unter anderem in Industrie, Handwerk und Pflege, entschieden, wo sie dringend gebraucht werden.

pp/Agentur ProfiPress

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