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Abschied vom Georgspütz

Aus dem Bistum Aachen in die Erzdiözese Köln, aus Kallmuth nach Blumenberg, aus der neuen in die alte Heimat zieht es den Mechernicher Diakon Michael Ruland (51) und seine Familie – Ein Bericht aus der KirchenZeitung für das Bistum Aachen, Regionalausgabe Eifel

Michael Ruland an der Kallmuther Pieta, dem Gnadenbild, zu dem am Schmerzensfreitag Hunderte Gläubige Pilgern. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Zwar werde er nicht „zo Foß no Kölle jonn“, schrieb Pfarrer Kurt Hoberg scherzhaft im Pfarrbrief, aber doch werde Michael Ruland (51) künftig statt in St. Georg in Kallmuth und weiteren fünf Kirchen und Kapellen in der GdG Mechernich-Süd seinen diakonalen Dienst im Schatten der Domtürme versehen. Genauer gesagt in der aus fünf ehedem selbständigen Gemeinden fusionierten Pfarrei St. Pankratius Köln-Worringen.

Leben wollen und werden der Ständige Diakon mit Zivilberuf, seine Frau Claudia und die noch in Köln studierende Tochter Vanessa in Köln-Blumenberg (Filialkirche St. Katharina von Sienna), am linken Rheinufer genau gegenüber ihrem Geburtsort und langjährigen Lebensmittelpunkt Leverkusen-Rheindorf. Dort leben noch immer Michaels Vater und Claudias Mutter, um die sie sich von Blumenberg aus besser kümmern können als von Kallmuth aus. Die Söhne Jens und Tobias sind ihrerseits bereits aus dem Haus und haben den Rulands bislang drei Enkelkinder beschert.

Die Eifel war 17 Jahre „neue Heimat“ der Rulands, nämlich seit es den Bankkaufmann Michael Ruland beruflich bei der Commerzbank aus dem bergischen Kürten als Filialleiter nach Euskirchen verschlug. Im neuen Heimatdorf, dem Wallfahrtsort Kallmuth (Schmerzhafte Mutter, Reiterprozession St. Georg) engagierten sich die Rulands rasch als Katecheten und Gottesdiensthelfer sowie in den Gremien der örtlichen Pfarrgemeinde. Genau so waren sie es seit Kindes- und Messdienerbeinen bereits in Rheindorf und später als junge Eheleute und Eltern in Kürten gewöhnt.

In Kallmuth legte Pfarrer Kurt Hoberg dann auch die bereits verschüttet geglaubten kirchenamtlichen Ambitionen Michael Rulands wieder frei, die ein Ständiger Diakon mit Zivilberuf im Bergischen Land in ihm einst geweckt hatte. Der Gottesmann hatte Michael Ruland offen gefragt, warum er sich nicht weihen lassen wolle. Weihen? Als verheirateter Mann und Familienvater?

So erfuhr Michael Ruland schon in Kürten vom Ständigen Diakonat in der Katholischen Kirche, einem urchristlichen Amt, das Jahrhunderte verschwunden war und vom Zweiten Vatikanischen Konzil wiederentdeckt wurde. Berufliche und familiäre Entwicklung ließen die  verborgen keimende Berufung zu diesem Weiheamt, das auch verheirateten und in Beruf und Familie bewährten Männern offensteht, zunächst nicht zu Tage treten.

Doch als auch Pfarrer Kurt Hoberg später in der Eifel den wunden Punkt berührte, machte Michael Ruland Ernst. Er nahm 1999 das Fernstudium „Theologie im Fernkurs“ an der Domschule Würzburg auf und fand 2001 Aufnahme in den Diakonatsbewerberkreis 11 des Bistums Aachen. Zu siebt wurden er und seine Mitbrüder 2005 im Hohen Dom zu Aachen von Bischof Heinrich zu Ständigen Diakonen geweiht. Das verbindliche „Hier bin ich“ sprachen mit ihnen die sieben Ehefrauen, ein bis dahin einmaliger Vorgang bei den bis dahin zehn Diakonatsweihen im Bistum Aachen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Der Kreis 11 hängt sehr aneinander, die sieben Diakone treffen sich zweimal jährlich. Darin will Michael Ruland natürlich auch nach seinem Wechsel der Diözese festhalten.

Bereits vor der Weihe kam es für Michael Ruland zu einem gründlichen Umbruch in seinem Leben. Denn im Jahr seines Eintritts in den Kreis der Diakonatsbewerber wechselte der Bankkaufmann auch beruflich die Pferde: Er ging nach 22 Jahren bei der Commerzbank zur Pax-Bank, einem kirchennahen Genossenschaftsinstitut: „Plötzlich war ich ganz in der Kirche aufgegangen, beruflich wie privat.“ Sein Arbeitssitz ist seither Köln, auch Ehefrau Claudia, Erzieherin von Beruf, hat ihre Arbeitsstelle in der Domstadt. Der Weg zu beider Arbeitsstätten verkürzt sich durch den Umzug aus der Eifel nach Köln auf 30 Minuten.

Michael Ruland versah in der GdG Mechernich-Süd den Tauf- und Predigtdienst, die Assistenz in den heiligen Messen an der Seite von Pfarrer Kurt Hoberg. Er begleitete und leitete Katecheten und Familien-Messkreise in allen Gemeinden der GdG an, er kümmerte sich um die Kommunionkinder und die Firmkatechese. Seine Verabschiedung findet in der Vorabendmesse am Samstag, 30. Juni, um 19.15 Uhr an St. Georg in Kallmuth statt. Seine Einführung in St. Pankratius hat bereits am Fronleichnamsfeiertag, 7. Juni, in Verbindung mit dem Pfarrfest in Köln-Worringen stattgefunden. Über seine genauen künftigen Aufgaben als Ständiger Diakon mit Zivilberuf berät das dortige Pastoralteam im September.

pp/Agentur ProfiPress

 

 

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