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Abschied für Maria Jentgen (64)

Als katholische Gemeindereferentin geht die Bleibuirerin in Rente, bleibt aber ehrenamtlich Leiterin des Rotkreuz-Kriseninterventionsdienstes und stellvertretende Vorsitzende der gemeinnützigen Mechernich-Stiftung

Mechernich – Nach 24 Jahren im kirchlichen Dienst, davon 17 in Mechernich, wurde Gemeindereferentin Maria Jentgen (64) am Vortag von Christi Himmelfahrt im Kreis ihrer seelsorgenden Kollegen der Gemeinschaft der Gemeinden St. Barbara in den Ruhestand verabschiedet.

GdG-Leiter Pfarrer Erik Pühringer überreichte „seiner“ scheidenden Gemeindereferentin Maria Jentgen (64) ein von den Kirchenkollegen gebasteltes Abschiedsgeschenk, links die Kallmuther Pfarrbüroleiterin Isolde Frings. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Ganz so ruhig wird es nicht werden, denn die stellvertretende Vorsitzende der gemeinnützigen Mechernich-Stiftung und Leiterin des Kriseninterventionsteams im Roten Kreuz behält ihre ehrenamtlichen Aufgaben einstweilen bei. Immer in der Hoffnung, Zeit genug für ihre Familie – Ehemann Alo, ihre beiden Töchter und die beiden Enkel – sowie ihre Kurzurlaubs-Leidenschaft Zeeland in den Niederlanden zu behalten.

Schon im Pfarrbrief am 1. Juni 2003 hatte sie zum Dienstantritt als Gemeindereferentin in Mechernich geschrieben, dass sie ihre Stelle mit ganzem Herzen ausfüllen wolle. „Hieran hat sich in den vergangenen 17 Jahren nichts geändert“, schrieb Maria Jentgen jetzt im Mai-Boten der GdG Mechernich zum Abschied an die Gemeindemitglieder.

Begleitung Kranker und Sterbender

Maria Jentgen war lange Zeit Krankenhausseelsorgerin und mit 50 Prozent ihres Beschäftigungsumfangs in der Gemeinde St. Johannes Baptist Mechernich unter anderem für den Familienmesskreis, die Pfarrcaritas, die Firmkatechese und die Schulseelsorge sowie Trauerbegleitung zuständig.

Als erste Frau in der Aachener Bistumsregion Eifel und eine der ersten in der Diözese überhaupt versah sie den Beerdigungsdienst. Ihre Begleitung von Kranken und Sterbenden brachte sie vor zehn Jahren mit dem Kriseninterventionsdienst des Roten Kreuzes in Berührung, den sie heute leitet.

Der Kollegenkreis der hauptamtlichen pastoralen und administrativen Kirchenmitarbeiter der Gemeinschaft der Gemeinden St. Barbara verabschiedete auf „Corona-Abstand“ die scheidende Gemeindereferentin Maria Jentgen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Das zur Zeit 18köpfige Team ist speziell geschult, Menschen in traumatischen Situationen beizustehen – insbesondere Angehörige zu besuchen und zu begleiten, die durch Unfälle plötzlich nahe Angehörige verloren haben.

„Familienpastoral, Caritasarbeit, Kranken- und Trauerseelsorge sowie eigene spirituelle Angebote lagen mir“, sagte Maria Jentgen einen Tag vor Christi Himmelfahrt im Kollegenkreis. Vor dem Theologie-Studium und den Praktika im Gemeindedienst war die in Bleibuir lebende und in Weiler am Berge geborene Christin Erzieherin mit Schwerpunkt Sonderpädagogik.

„Was bleibt, ist Freude im Herzen“

„Wenn ich an die Arbeit mit dem Familienmesskreis denke, spüre ich heute noch Freude im Herzen. Ich erinnere mich gerne an die vielen Gottesdienste, die wir zusammen ausgearbeitet haben, an die Adventsreihen und vieles andere, was Kindern wie Erwachsenen Freude bereitete. Vor allen Dingen aber freue ich mich heute darüber, dass dieser Kreis immer noch existiert und heute das meiste mit viel Zeitaufwand alleine gestaltet“, schreibt die scheidende Gemeindereferentin im Mai-Pfarrbrief.

Und weiter: „Natürlich denke ich an meine Beerdigungen, meine Trauerarbeit und das monatlich stattfindende anspruchsvolle Trauer-Café, das viele Trauerende aus der ganzen Region wahrnehmen.“ GdG-Leiter Pfarrer Erik Pühringer dankte Maria Jentgen für ihre wertvolle Arbeit an und mit den Menschen sowie im Seelsorge-Team der GdG. Der langjährige Eifeldekan überreichte Maria Jentgen ein von allen Kirchenmitarbeitern selbst gestaltetes Abschiedsgeschenk.

pp/Agentur ProfiPress

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