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Abschalten beim Krimischreiben

Heimelige Wohnzimmer-Atmosphäre auf der Wildenburg – Volker Kutscher las bei „Lit.Eifel“ aus seiner preisgekrönten Krimireihe

Einen Mord präsentierte Volker Kutscher bei der Lit.Eifel-Lesung im Hexenturm der Wildenburg. Er las aus dem vierten Band „Die Akte Vaterland" seiner preisgekrönten Krimireihe, die in Berlin um 1930 spielt. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Hellenthal – Es war eine gemütliche Wohnzimmer-Atmosphäre im Hexenturm der Wildenburg. Volker Kutscher las nicht nur aus „Die Akte Vaterland“, dem vierten Band seiner mehrfach preisgekrönten Berliner Krimireihe, sondern plauderte über Persönliches, Historisches und Hintergründiges  – eben aus dem Nähkästchen. Die Literaturwissenschaftlerin Dorothea Berg führte als informierte Moderatorin durch die unterhaltsame Lesung. Im Anschluss bot sich den Zuhörern die Möglichkeit Fragen in einer „offene Runde“ an den Autor zu stellen.

Die Geschichte des Buches, aus der Kutscher an diesem Abend las, spielt im historischen Berlin 1933. Der Kriminalkommissar Gereon Rath muss sich vor dem Hintergrund des aufziehenden Nazi-Terrors mit Verbrechern und Verbrechen aller Art herumschlagen. Das „Haus Vaterland“, das tatsächlich existierte und erst im Jahre 1975 abgerissen wurde, spielt eine tragende Rolle im Krimi Kutschers. Hier wird die ermordete Leiche in einem Lastenaufzug gefunden. „Am Potsdamer Platz hatte der große Amüsiertempel Jahre zuvor eröffnet“, weiß Kutscher. „Der Unternehmer Kempinski hatte das bekannte Café Picadilly übernommen. Das war zuerst ein Ufa-Kino.“

Auch damals lebende Personen, wie den Kriminalrat Ernst Gennat, hat er in die Handlung mit eingebaut. „Schon zu Lebzeiten war Gennat eine Legende“, erzählt Kutscher, „die Presse berichtet über ihn und seine Mitarbeiter der Berliner Polizei wie über Filmstars. Er war für moderne Ermittlungsmethoden bekannt.“

Kutschers Wissen über das Berlin vor 80 Jahren kommt nicht von ungefähr. Bis ins Detail hat er in alten Fotos, Filmen, Büchern oder sogar Polizeiakten recherchiert. „Das brauche ich, um mich auf die Zeitreise zu begeben“, so Kutscher: „Bevor ich anfange zu schreiben, lese ich die Tageszeitungen aus dem jeweiligen Jahr – wie die ‚Vossische Zeitung‘ oder das ‚Berliner Tageblatt‘. Ich will wissen, was die Menschen damals bewegt hat.“

Mit einem Berliner Stadtplan von 1932 hat er sich für seinen Krimi sogar selbst auf die „Spurensuche“ vor Ort begeben.

Volker Kutscher gilt als Meister seines Genres. Der mit seiner Familie in Köln lebende Journalist hat Germanistik, Philosophie und Geschichte studiert. Lange Jahre hat er als Lokalredakteur in Wipperfürth bei der Rundschau gearbeitet. „Irgendwann brauchte ich einen Ausgleich zum journalistischen Schreiben. Ich wollte fiktiv schreiben, lügen, erfinden, ich wollte mir die spannenden und blutigen Geschichten selber ausdenken.“ Mit einem Freund zusammen hat er 1995 sein erstes Buch „Bullenmord“ geschrieben. „So bin ich beim Krimi gelandet.“

Auch Werner Wamser, der erste stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Hellenthal, freute sich über die gelungene Lit.Eifel-Lesung: „Solch eine Kulturveranstaltung wie sie heute in Wildenburg stattgefunden hat, ist eine Bereicherung unseres kulturellen Lebens in der Gemeinde Hellenthal und darüber hinaus.“

pp/Agentur ProfiPress

 

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