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89 Jahre und kein bisschen leise

„Es ist nie zu spät etwas Neues anzufangen“, dachte sich die 89jährige Hannelore Gasdorf aus Kall – und nahm zusammen mit dem Kommerner Berufsmusiker Uwe Reetz ihre erste CD auf – Eine „WochenSpiegel“-Reportage von Frederik Scholl für die Agentur ProfiPress

Kall/Kommern – Dass sie jemals selbst mal eine Musik-CD aufnehmen würde, wäre der heute 89-jährigen Hannelore Gasdorf noch vor einigen Jahren nicht in den Sinn gekommen. „Ich komme zwar aus einer musikalischen Familie und habe früher auch im Kirchenchor gesungen, aber dass ich mal ein »Solo-Album« aufnehmen würde, konnte ich nicht ahnen!“

Haben gemeinsam die CD „Licht am Horizont“ aufgenommen: Hannelore „Cäcilia“ Gasdorf aus Kall und der Kommerer Profimusiker Uwe Reetz. Foto: Frederik Scholl/WoSpi/pp/Agentur ProfiPress

Der Grund, eigene Lieder und Melodien zu schreiben, war alles andere als erfreulich.  Ein persönlicher Schicksalsschlag stürzte Hannelore Gasdorf vor einigen Jahren in eine Depression. „Mir ging es überhaupt nicht gut. Irgendwann habe ich festgestellt, dass mir Melodien durch den Kopf gingen. Diese Melodien dann mit zu summen, hat mich aufgeheitert und mir sogar langfristig aus meinem Tief geholfen“, berichtet die 89-Jährige.

„Datt Hätzje vum Rhing“

Später habe sie dann auch damit begonnen, Texte zu den Melodien zu schreiben. „Ich bin teilweise nachts aufgewacht und hatte eine neue Textzeile im Kopf. Die musste ich natürlich sofort aufschreiben. Die einzelnen Lieder setzten sich dann wie ein Puzzle zusammen“, erzählt Hannelore Gasdorf dem Redakteur Frederik Scholl vom Euskirchener „WochenSpiegel“.

Eines der ersten Lieder, die so entstanden sind, trägt den Titel „Dat Hätzje vum Rhing“. Es hat eine karnevalistische Melodie und erzählt von einem Mann, der sein Herz an ein Mädchen in Gasdorfs früherer Heimatstadt Köln verliert. Dieses Lied sang Gasdorf ihren Nachbarn vor, die begeistert waren und sie schließlich ermutigten, das Stück bekannt zu machen.

„Aber weil das Lied aus der Sicht eines Mannes spielt, brauchte ich einen Sänger“, erzählte die Kallerin Frederik Scholl. Über ihre Bekannte Hildegard Reetz kam der Kontakt zu deren Sohn Uwe, einem begnadeten Kinderliedermacher und Profimusiker in Kommern, zustande.

„Zugegeben, ich habe Hannelore anfangs etwas belächelt, in dem Alter noch selber Lieder schreiben zu wollen, aber durch die Geschichte hinter den Liedern und die Zusammenarbeit ist es für mich jetzt eine Herzensangelegenheit“, sagt Uwe Reetz.

15 Aufnahmen in drei Jahren

Selbstverständlich blieb es nicht bei dem „Hätzje vum Rhing“. Insgesamt sind in den vergangenen drei Jahren 15 Aufnahmen entstanden, die jetzt auf dem Album „Licht am Horizont“ verewigt wurden. Bis auf zwei Lieder singt Sängerin „Cäcilia“, so heißt Gasdorf mit zweitem Vornamen, alle Lieder selbst.

Die Musik hat Uwe Reetz komponiert und arrangiert. „Sie hat mir die Texte und Melodien teilweise per Sprachnachricht zugeschickt und ich habe mir dann die Musik dazu ausgedacht. Für mich als Musiker war es toll, weil wir völlig ohne Zeitdruck arbeiten und ich meiner Kreativität freien Lauf lassen konnte“, schwärmt Uwe Reetz.

Die Lieder handeln von aktuellen Themen, wie der „Fridays-for-Future“-Bewegung, dem Klimawandel oder dem Corona-Virus. Andere Lieder hingegen laden zum Träumen und Genießen ein. So widmet Hannelore Gasdorf sowohl ihrer Herzensstadt Köln, als auch ihrer späteren Wahlheimat, der Eifel, eigene Lieder.

Erlös für Hilfsgruppe Eifel

Den Erlös aus dem Verkauf der CD möchte Sängerin „Cäcilia“ nicht selbst behalten, sondern an die Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder spenden. „Es geht mir nicht ums Geld. Viel wichtiger ist mir altem Menschen, zu zeigen, dass es nie zu spät ist, etwas Neues anzufangen, etwas Neues anzufangen“, sagte Hannelore „Cäcilia“ Gasdorf: „Seht mich an, ich stehe mit meinen 89 Jahren noch hier und ich singe!“

Erhältlich ist die CD „Licht am Horizont“ zum Preis von 14 Euro unter www.gasdorf.de. Dort gibt es auch weitere Infos.

pp/Agentur ProfiPress

 

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