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Vorsicht, wilde Jagd!

Uli Mehler und Manni Lang bescherten vollbesetztem Auditorium bei „Kultur om Dörp“ in Bleibuirs Alter Schule kurz vor Weihnachten kalte Schauern und Gänsehaut 

Mechernich-Bleibuir – Klaus-Peter Hoss, der Förderverein „Alte Schule“ in Bleibuir und die Reihe „Kultur om Dörp“ hatten nicht zu viel versprochen: Die beiden weit über die Stadt Mechernich hinaus bekannten Erzähler Ulrich Mehler und Manfred Lang faszinierten ihre Zuhörer auch zum Thema Advent und Weihnachten.

Es war ein Abend voller Kribbeln und Gänsehaut, denn der Altgermanist, Mittellateiner und Musik-, Theater- und Literaturexperte Professor Dr. Ulrich Mehler und der Herausgeber und Redakteur Manni Lang hatten schon vorher die Devise ausgegeben, dass es bei ihrem Vortrag nicht nur um die beschauliche und traditionell kitschige Seite der Mittwinterzeit gehen sollte.

Professor Dr. Ulrich Mehler aus Bleibuir erzählte kurz vor Weihnachten in der Reihe „Kultur om Dörp“ von den mystischen Dingen, die sich während der „Unzeit“ zwischen Thomasnacht und Drei Königen abspielen. Foto: Klaus-Peter Hoss/pp/Agentur ProfiPress

Unter dem Motto „Rou Naahte unn Chressfierdaach – Rauhe Nächte und (christliche) Weihnachten, heilige und nicht so heilige Geschichten zum Advent“ servierten Lang und Mehler Texte und freie Erzählungen um die „Nicht-Zeit“ zwischen Thomasnacht und Drei Königen.

Eine Zeit, die es nicht gibt . . .

Zwar erklärte Professor Mehler auch die praktische Notwendigkeit, den germanischen Mondkalender am Ende des Jahre auszugleichen, weil ihm zwölf Tage fehlen. Aber mit diesen zwölf Tagen hat es etwas auf sich, die Nächte dazwischen haben es in sich. Es geht nicht alles mit rechten Dingen zu…

Der Diakon und Erzähler Manfred „Manni“ Lang beleuchtete die christliche Seite der Weihnachts- und früheren Julzeit unter anderem auch mit ripuarischen Mundartgeschichten. Foto: Klaus-Peter Hoss/pp/Agentur ProfiPress

Dann braust nach altem (Aber-)Glauben „Die Wilde Jagd“ übers Firmament und raubt die Wäsche von den Leinen und Schlimmeres, wenn man sich nicht hütet. Uli Mehler lieferte den mythischen religionshistorischen Hintergrund für allerlei Irrlichter, sprechende Tiere und andere Weihnachtswunder in der Natur, die Manfred Lang aus dem reichen Sagen- und Mythenschatz der Eifel vortrug.

Doch vor voreiligen Trugschlüssen wurde gewarnt: „Sicher, die christlichen Missionare haben die Geburt des Herrn irgendwie um die Mittwintersonnenwende der Germanen gelegt, aber ganz so einfach ist das nicht: Vorsicht!“

Gleiten ist gleich tölten

Und dann erzählte Uli Mehler, wie es aus der germanischen Schöpfungssaga heraus zu allerlei Konflikten und Intrigen kam, aus denen „Sleipnir“, das dahingleitende achtbeinige Ross Odins hervorging. Mehler zu seinen Zuhörern: „Haben Sie schon mal ein Islandpony im Tölt gesehen? Dann wissen Sie, was gemeint ist . . .“

Manfred Lang trug unter anderem auch das Weihnachtsevangelium nach Lukas in ripuarischer Sprache vor, Theodor Seidenfadens Schauergeschichte „Wasser zu Wein“ und eine Schmonzette des Blankenheimers Hans-Peter Klein von einem zuerst gestohlenen und dann verliehenen Weihnachtsbaum. Das Publikum war von dem Abend begeistert.

pp/Agentur ProfiPress

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