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300 Tonnen Erde werden abgebaggert

Bleifrei-Sanierung des Spielplatzes in der Pützgasse schreitet weiter voran – Geeignetes Erdreich in großen Mengen zu bekommen, ist gar nicht so einfach

Mechernich-Kommern – Auf Spielplätzen wird zuweilen kräftig von den Kleinsten gebuddelt. In Kommern, auf dem Spielplatz in der Pützgasse, ist jetzt sogar ein großer Bagger am Werk. Über das gesamte Gelände verteilt, türmen sich Berge von Erdreich.

Christof Marx, Landschaftsplaner der Stadt Mechernich, zeigt, wie filigran der Baggerführer auf dem Spielplatz „Pützgasse“ in Kommern arbeiten muss – inmitten von Spielgeräten, Sträuchern und Bäumen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Für die Sanierung des Spielplatzes muss enorm viel Erde bewegt werden. Das allein wäre noch zu bewerkstelligen. Doch, wo das neue Erdreich herbekommen? „Das ist gar nicht so einfach wie man gemeinhin glaubt“, berichtet Christof Marx, Landschaftsplaner der Stadt, von den Hürden. Schließlich muss der neue Boden, wenn man ihn denn schon austauscht, beste Kriterien erfüllen. 

Die Stadt will die Spielplätze auf Mechernicher Boden endlich bleifrei bekommen. Der in der Pützgasse ist mit 4070 Milligramm Blei pro Kilogramm Erde, der fünfte in der Rangliste, der meistbelasteten Spielplätze im Stadtgebiet, deren belastetes Erdreich vorsorglich auf 35 Zentimeter ausgeschachtet und dann komplett entfernt werden soll.

Auf der gesamten Spielplatzfläche wird der Boden 35 Zentimeter tief entfernt. 300 Tonnen neues Erdreich muss beschafft werden. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die Ansprüche an den Erdboden werden durch die aktuell geltende Bodenschutzverordnung vorgegeben. „Aber kein normaler Lieferant untersucht seinen Oberboden so gründlich, dass wir eine exakte Analyse erhalten könnten“, erklärt Marx: „Wir werden also parallel schauen, wo wir am besten eine Erdmiete oder ähnliches erschließen können, die den Werten und Qualitäten des geforderten Oberbodens gerecht wird.“

Hochwald-Erde wird geprüft

In der Pützgasse rede man auch nicht von kleinen Mengen, sondern dort werden geschätzte 300 Tonnen Erdreich benötigt. Die Molkerei Hochwald habe signalisiert, Erde vom Standort in Obergartzem, die möglicherweise geeignet wäre, abgeben zu können. Dies wolle man jetzt zügig in Augenschein nehmen und Proben zu Testzwecken dem Prüflabor zukommen lassen, so Marx.

Die Wurzeln der vorhandenen Sträucher werden durch „Schütteln“ von der bleibelasteten Erde befreit und sollen größtenteils später wieder eingepflanzt werden. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Ungeachtet der Erdbeschaffung gehen die Erdarbeiten aber auf dem Spielplatz munter weiter. Denn auch die braucht Zeit, denn einfach wild los baggern ist nicht angesagt. Der Baggerfahrer muss ordentlich (Fahr)Geschick beweisen. Schließlich stehen die vorhandenen und intakten Spielgeräte weiterhin an Ort und Stelle und auch die 40 Blühsträucher und zwei große Bäume sollen so weit wie möglich erhalten bleiben.

Büsche schütteln

Und auch an den Bäumen und Sträuchern wird die bleibelastete Erde penibel entsorgt. Am Bagger wird dafür eigens eine Vorrichtung zum Durchsieben angebracht. „Damit können die herausgenommenen Büsche geschüttelt und gerüttelt werden, damit sich das belastete Erdmaterial aus dem Wurzelwerk löst. Wir werden da sicherheitshalber aber auch mit Handarbeit nachgehen“, so Marx. Die freigeschüttelten Sträucher werden dann fachgerecht eingeschlagen und, wenn die Arbeiten beendet sind, zu einem Großteil wieder in das neue Erdreich eingesetzt. 

Akribisch wird auch von den Mitarbeitern der ausführenden Garten- und Landschaftsbauer-Betrieb vorgegangen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die zwei alten, tief verwurzelten Kirschbäume kann man jedoch nicht auf die Art und Weise bearbeiten, wie das weitaus mobilere Buschwerk. „Bei Bäumen kann man mit einem speziellen Verfahren arbeiten und Erdreich aus dem Wurzelwerk absaugen. Das geht aber nur bis zu einem gewissen Grad, sonst ist die Gefahr zu groß, dass man die Wurzeln langfristig beschädigt und außerdem ist das sehr teuer“, so Marx.

Stattdessen werde man, wo möglich, im Baumscheibenbereich vorsichtig Erde von Hand abtragen und ein Vlies als Grabe- und Buddelsperre zum Baumstamm führen und dann mit neuer Erde wieder auffüllen.

Auf dem Spielplatz in der Kommerner Pützgasse wird mächtig gebuddelt. Davon zeugen aktuell viele Erdhügel. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Bei einem Baum, vielleicht auch beim zweiten, wird zusätzlich ein Stabgitterzaun aufgestellt werden, um den Wurzelbereich von der Spielfläche abzugrenzen.

Die Fertigstellung ist natürlich wetterabhängig. Aber Marx hofft, dass die Arbeiten am Spielplatz Nummer fünf in rund vier Wochen beendet sind.

pp/Agentur ProfiPress

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