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16.000 Tonnen Eisenerz abgebaut

Eine Dokumentation und eine Info-Tafel informieren jetzt in Bleibuir über einen weitgehend unbekannten Teil der örtlichen Bergbaugeschichte – Ortsvorsteher Franz-Josef Hahn und Mitstreiter recherchierten und sammelten Informationen über die Eisengrube „Tellus“ in der Flur „Klingelmaar“ – Info-Tafel am „Hohen Kreuz“ aufgestellt – Sponsoren halfen

Franz-Josef Hahn (v.l.), Ortsvorsteher und Initiator der Info-Tafel am Hochkreuz im Bleibuirer Feld, seine Frau Magdalena Hahn, Friedrich Hunsicker, ehemaliger Vorsitzender des Fördervereins Bergbaumuseum Mechernich, Hahns Mit-Forscher Karl-Josef Petter, und Horst Müller, der Vorsitzende des Eifelvereins Mechernich, präsentieren stolz die Info-Tafel über den früheren Eisenerzabbau zwischen Bleibuir und Düttling. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Bleibuir – Überall im Mechernicher Raum findet man heute noch Spuren der Bleierz-Gewinnung. Wie der Name vermuten lässt, wurde tatsächlich auch in Bleibuir Bleierz abgebaut. Und zwar bis in die 1920er Jahre in der Grube „Gute Hoffnung“. Die  wenigsten Zeitgenossen wissen aber, dass in Bleibuir, wie übrigens in vielen Ecken des Altkreises Schleiden, auch Eisenerz abgebaut wurde.

Franz-Josef Hahn, der Ortsvorsteher von Bleibuir, Bescheid und Wielspütz, beschäftigt sich als Heimatforscher natürlich auch mit dem Bergbau in der Region. Unterstützt wurde er dabei im Falle der Eisenhistorie von Mechernichs Ex-Kämmerer Horst Müller, der auch Vorsitzender des Eifelverein Mechernich ist, Friedrich Hunsicker, dem früheren Vorsitzenden des Fördervereins des  Mechernicher Bergwerksmuseums, und von dem Bleibuirer Karl-Josef Petter.

Die vier haben die entsprechenden Informationen zusammengetragen. Franz-Josef Hahn hat sie in einer knapp hundertseitigen Dokumentation zusammengestellt. Eine Kurzversion hat Hahn auf eine von Michael Hilger, Günter Nießen und dem Eifelverein gesponserte Info-Tafel gebracht, die jetzt am Hochkreuz im Bleibuirer Feld aufgestellt wurde. Und damit unweit der Eisenerzgrube „Tellus“.

In dieser Grube wurden zwischen 1826 und 1850  nach und nach  von bis zu zehn Bergleuten unter Führung eines Steigers 16.000 Tonnen Eisenerz gefördert. Die Bergleute gruben etwa alle 40 Meter Schächte, die sie bis auf die Sohle der Eisenerzgänge trieben, so heißt es in Hahns Dokumentation „Die Geschichte der Eisenstein-Grube Tellus in Bleibuir von 1827 bis 1850“.

Zwischen den Schächten betrieben sie den sogenannten „Firstenbau“. Das heißt, sie gruben sich zunächst bis unter die erzführende Schicht, um sich dann von unten nach oben durchzugraben. Der Abraum blieb auf diese Weise unten liegen, man musste keine Schächte verbauen oder anschließend wieder verfüllen. Dabei arbeiteten die Bergleute zum Beispiel im Schacht „Segen Gottes“ 18 Meter unter Tage.

„Auf alten Fotos aus der Bleibuirer Flur kann man die charakteristischen Furchen sehen, die beim Firstenbau entstehen,“ erzählte Franz-Josef Hahn beim Reporterbesuch. „Unten im Tal zwischen Bleibuir und Bergbuir war der Waschplatz, wo die geborgenen Eisensteine von Sand an Erdanhaftungen gereinigt wurden.“ Damals führte der im sogenannten „Krohendall“ verlaufende Eselsbach wesentlich mehr Wasser als heute, erklärte Fritz Hunsicker.

„Es war eine Menge Arbeit, die Eisenerzabbaugeschichte zu rekonstruieren“, berichtete Franz-Josef Hahn der Presse: „Wir hatten Glück, dass im Bergamt in Dortmund die Akte über Tellus gut erhalten geblieben ist.“

Er, seine Frau Magdalena Hahn und Karl-Josef Petter hätten die alten Dokumente transkribiert, d.h. in heutiges Deutsch übertragen. Längen- und Breitenangaben mussten vom altertümlichen „Lachter“ ins metrische Maß umgerechnet werden, um die genaue Position der Schächte zu ermitteln. Der Durchbruch gelang Hahn und Petter, als sie eine alte preußische über eine heutige Karte legten.

Für weitere Informationen und Interessierte steht Franz-Josef Hahn, Alte Straße 7, 53 894 Mechernich, gerne zur Verfügung.

Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

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