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145 Jahre Bergkapelle

Festkommers und Bergfest in Mechernich waren gut besucht – Neue Vereinschronik vorgestellt und Verlust des vereinseigenen Archivs beklagt – Vereinsgeschichte war eng mit der des Bergwerks verbunden – Langjährige und besonders verdiente Mitglieder geehrt

Mechernich – Mit Festkommers und Bergfest beging die Bergkapelle Mechernich am Wochenende ihr 145-jähriges Bestehen. Die Kapelle, deren aktuell 32 Mitglieder sich auch heute noch in der Tradition der Bergleute sehen, wurde 1870 als „Knappen-Harmonie-Verein“ gegründet. Mitglied konnten laut Satzung alle Bediensteten des Bergwerkes werden. Wer es verließ, verlor auch die Mitgliedschaft. Bei aktiven Musikern wurden aber nach und nach Ausnahmen gemacht. . .

Die neue Chronik war, wie an dieser Stelle bereits berichtet, von Peter Lorenz Könen verfasst worden. Sie konnte beim Festkommers und beim Bergfest am Sonntag zum Preis von zehn Euro erworben werden. Am Rande des Bergfestes wurde auch der älteren Festschrift zum 125jährigen Bestehen gedacht, die der inzwischen verstorbene Mechernicher Heimatforscher Erich Stoffels 1995 auf Bitten der Bergkapellenführung verfasst hatte.

Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten wurden zahlreiche Mitglieder für langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Foto: Stephan Everling/KR/pp/Agentur ProfiPress

Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten wurden zahlreiche Mitglieder für langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Foto: Stephan Everling/KR/pp/Agentur ProfiPress

Kapelle wartet vergebens auf Rückgabe von Archivmaterial

Erich Stoffels war damals als Nothelfer eingesprungen, weil der potenzielle Verfasser kurz vor dem Fest abgesprungen war. Seither warte die Bergkapelle auch vergeblich auf die Rückgabe ihres Archivmaterials, hieß es auf dem Bergfest.

Dabei war Zusammenhalt unter den Knappen und heute unter den Musikern das A und O. So erzählte der ehemalige Vereinsgeschäftsführer Heiner Marmagen, der bereits seit 46 Jahren Mitglied ist: „Wer bei uns in die Probe kommt, fühlt sich wohl.“ Man begrüßt sich mit Händedruck. Für die Bergleute, so Marmagen, sei die Solidarität bei ihrer gefährlichen Arbeit überlebenswichtig gewesen.

Peter-Lorenz Könen mit der neuen Chronik. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Peter-Lorenz Könen mit der neuen Chronik. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Zum Festkommers kamen etwa 120 Mitglieder und Angehörige befreundeter Musikvereine, um das Jubiläum gemeinsam zu feiern. Die offizielle Festrede hielt Günter Schumacher, Kreisvorsitzender des Volksmusikerbundes. Er dankte für das ehrenamtliche Engagement der Musiker und wies auf die große Bedeutung intensiver Jugendarbeit hin. Musikalisch gestaltet wurde der Festkommers vom Musikverein „Harmonie Cäcilia Aachen“.

Ein besonderes „Geburtstagsgeschenk machte Peter-Lorenz Könen dem Verein: Pünktlich zum Bergfest legte der Mechernicher Heimathistoriker, der selbst Mitglied der Bergkapelle ist, seine hundertseitige neue Chronik vor.

Immer war die Geschichte des Vereins eng mit dem Schicksal des Bergwerks in Mechernich verbunden, das 1957 geschlossen wurde. Eine stattliche Anzahl von historischen Fotos aus der langen Zeit des Vereinsbestehens illustriert die Texte. Dem Heimathistoriker ist es auch gelungen, eine fast vollständige Liste aller Auftritte der Bergkapelle seit ihrer Gründung zusammenzutragen. Im Anhang listet er alle Auftritte des Orchesters seit dem ersten Gemeinschaftskonzert mit dem Hosteler Gesangverein „Arion“ und dem MGV Kommern am 5. Februar 1871 auf.

Beim Verfassen der Festschrift zum 125jährigen Bestehen stand der Heimathistoriker Erich Stoffels der Bergkapelle 1995 als Nothelfer zur Seite, nachdem ein Vereinsmitglied das Vereinsarchiv für sich beansprucht hatte. Die Sache kochte beim Festkommers und Bergfest anlässlich der Vorstellung einer neuen Chronik wieder hoch. Repro: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Beim Verfassen der Festschrift zum 125jährigen Bestehen stand der Heimathistoriker Erich Stoffels der Bergkapelle 1995 als Nothelfer zur Seite, nachdem ein Vereinsmitglied das Vereinsarchiv für sich beansprucht hatte. Die Sache kochte beim Festkommers und Bergfest anlässlich der Vorstellung einer neuen Chronik wieder hoch. Repro: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Freiluftfeldmesse mit Dekan Pühringer und Diakon Lang

Der Festsonntag begann mit einem Gottesdienst, den die Bergkapelle selbst musikalisch begleitete. Die Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist hatte dazu eigens ihre Sonntagsmesse aus der Pfarrkirche ins Festzelt an der Glück-auf-Halle verlegt. Es zelebrierte Pfarrer und Eifeldekan Erik Pühringer, assistiert von Diakon Manfred Lang.

Nach dem Schlusssegen begann das Berg- und Hüttenfest in und rund um die Glück-Auf-Halle, wo nicht zuletzt die Bigband der Prinzengarde Mechernich sowie die Musikvereine Weyer und Urft für beste Stimmung sorgten. Im Verlauf des Festkommers‘ wurden zahlreiche Mitglieder für langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt.

Mit einem Festkommers und einem großen Musikfest feierte die Bergkapelle Mechernich jetzt ihr 145-jähriges Bestehen. Foto: Stephan Everling/KR/pp/Agentur ProfiPress

Mit einem Festkommers und einem großen Musikfest feierte die Bergkapelle Mechernich jetzt ihr 145-jähriges Bestehen. Foto: Stephan Everling/KR/pp/Agentur ProfiPress

Eine Ehrung für zehn Jahre Vereinszugehörigkeit erhielten Barbara, Beate, Julia und Thomas Simons, Sarah Gerstlauer, Irena Vossel und Eileen Winand. Seit 20 Jahren sind als Mitglied im Verein Andrea Marmagen und Ute Mertens. 25 Jahre halten Daniel Marmagen und Markus Simons dem Verein die Treue.

30 Jahre Vereinsmitgliedschaft weist Michael Schulz auf. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Johannes Tobehn geehrt. Seit 50 Jahren ist Peter Lorenz Koenen Mitglied der Bergkapelle. Außerdem erhielt Stephan Jackels eine Ehrung für besondere Verdienste um den Verein.

Als besondere Ehrung wurde die Mutter des Dirigenten Ulli Poth und „gute Seele des Vereins“, Barbara Poth, zum Ehrenmitglied der Bergkapelle ernannt. Sie unterstützt bei jedem Fest die Bergkapelle.

pp/Agentur ProfiPress

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