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14.000 lauschten beim Eifel-Literatur-Festival

Stefan Aust beschloss den rheinland-pfälzischen Lesereigen mit Auszügen aus seinem Buch „Hitlers erster Feind“ – Holocaust und Gaskammern prophezeite Konrad Heiden frühzeitig

Prüm/Bitburg – Bei der Bilanzpressekonferenz des Kultursommers Rheinland-Pfalz fand jetzt auch das Eifel-Literatur-Festival (ELF) des Prümers Dr. Josef Zierden ausdrücklich Lob und Erwähnung, weil es gelungen war, rekordwürdige 14.000 Buchfreunde mit 24 Lesungen anzuziehen.

Die letzte Lesung des Festivals 2018 machte Stefan Aust mit seinem Buch „Hitlers erster Feind“ über den deutsch-jüdischen Journalisten Konrad Heiden (1901-1966). Der langjährige „Spiegel“-Chefredakteur und investigative Autor war 2018 bereits einmal zu einer Lesung in der Eifel gewesen, und zwar in der Nordeifel, die er mit seinem Buch „Der Baader-Meinhof-Komplex“ in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs von Kloster Steinfeld bestritt.

Festivalgründer und Organisator Dr. Josef Zierden (l.) im Gespräch mit Stefan Aust. Foto: Harald Tittel/Eifel-Literatur-Festival/pp/Agentur ProfiPress

Als besondere Publikumsmagneten erwiesen sich beim 13. Lesefest der Südeifel nun Charlotte Link, Sebastian Fitzek, Anselm Grün, Ranga Yogeshwar, Gregor Gysi, Axel Hacke und Elke Heidenreich. Festivalchef Dr. Josef Zierden zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz: „Ein tolles Publikum, hochkarätige Autoren und der abwechslungsreiche Mix der Themen und Gattungen.“

Krechel, Berndorf, Kramp

Zierden hatte das Eifel-Literatur-Festival 1994 in Prüm gegründet und den ersten Eifel-Literatur-Preis Ursula Krechel verliehen. Ein Jahr später hießen die Preisträger beim Schwerpunktthema „Eifelkrimi“ Jacques Berndorf und Ralf Kramp. Das Festival findet alle zwei Jahre statt. Auch nach 24 Jahren wird es immer noch ehrenamtlich organisiert.

Konrad Heiden, eben „Hitlers erster Feind“, erkannte schon früh, Anfang der 20er Jahre, als Student und Korrespondent der Frankfurter Zeitung in München Hitlers potenzielle Gefährlichkeit und die seiner aufkommenden nationalsozialistischen Bewegung. Heiden beobachtete Hitlers rhetorische Suggestivkraft auf das Massenpublikum und den totalitären Anspruch der Bewegung aus nächster Nähe.

300 Menschen lauschten Stefan Aust im Bitburger „Haus Beda“, insgesamt sorgten Autoren bei 24 Veranstaltungen für einen nie dagewesenen Andrang von 14.000 Zuhörern bei Dr. Josef Zierdens Südeifeler Lesefest, so die Bilanz. Foto: Harald Tittel/Eifel-Literatur-Festival/pp/Agentur ProfiPress

Er schrieb seit Anfang der 1930er Jahre Bücher über Bücher über Hitler, die früh Bestseller und Standardwerke wurden. Einen „Seismographen kommender Beben“ nennt ihn deshalb Stefan Aust in seinem Buch. Der langjährige „Spiegel“-Chefredakteur und jetzige Herausgeber von „Welt“ und „Welt am Sonntag“ hat die Biografie über Heiden 2016 veröffentlicht.

Aktuell wegen AfD und Chemnitz

„Ein durchaus wieder aktuelles Thema in Zeiten von AfD, Höcke und Revolution Chemnitz & Co.“, schreibt das „ELF“ in einer Pressemitteilung: „Aust brachte den Chronisten Konrad Heiden lebendig nahe: seinen sarkastisch-coolen Stil, seine anschaulichen Details – niedergelegt in einer Zeit, als man nicht wissen konnte, was sich aus Hitlers Bewegung entwickeln würde.“

Sogar den kommenden Holocaust an Juden, den Massenmord durch Gas, prognostizierte Heiden klar nach der Reichspogromnacht am 9. November 1938. Da hatte er längst schon untertauchen und emigrieren müssen. In den USA fand er schließlich Zuflucht.

pp/Agentur ProfiPress

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