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„Soziale Kompetenz so wichtig wie Leistung“

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick wünscht 163 Abiturienten am Turmhof-Gymnasium, dass sie zuvorderst „anständige Menschen“ werden – Ebenso stimmungsvolle wie witzige Verabschiedung der vorläufig größten Mechernicher Abiturientia aller Zeiten – Durchschnittsnote 2,2, zwölf bestanden mit einer glatten 1,0

Die Schülersprecher Lukas Bungert, Andreas Weber und Justin Bous (v. I) warfen einen humorvollen Blick zurück auf ihre Zeit am städtischen Mechernicher Gymnasium am Turmhof (GAT). Foto: Peter Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Kurz und knackig und zum Teil sehr originell fielen dieses Jahr die Ansprachen bei der offiziellen Verabschiedung der Abiturientia am Mechernicher Turmhof-Gymnasium (GAT) aus. Den Vogel schoss Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick ab, der selbst Anfang der 80er Jahre sein Abitur am GAT „gebaut“ hatte.

Seine Redezeit betrug keine fünf Minuten. Das reichte, um den jungen Leuten mit auf den Weg zu geben, dass es im Leben nicht nur auf Wissen, Können und Leistungsbereitschaft ankomme, sondern vor allem darauf, ein anständiger Mensch zu sein. Donnernder Applaus belegte, dass der oberste Repräsentant des Schulträgers Stadt Mechernich mit dieser Einschätzung nicht alleine da steht.

Schulleiter Josef van de Gey und Bodo Dittmar, der Vorsitzende der Schulpflegschaft, ließen es an Originalität und Witz nicht mangeln, als sie sich über das Abiturmotto „Abu DhABI – Raus aus der Bildungswüste!“ ausließen. Rhetorisch auf mehrere Schultern verteilten die Beratungslehrer Tanja Fenge, Christoph Daniel, Jörg Weiss und Dr. Rolf Kowitz, was sie zu sagen hatten.

Das gleiche Verfahren wendeten auf Seiten der Abiturientia Justin Bous, Lukas Bungert und Andreas Weber an. Teils lyrisch, größtenteils in Prosa, aber sehr originell und witzig verabschiedeten sie sich und ihre 160 Kameraden von der Schule.

163 Abiturienten nahmen diesmal ihre Abiturzeugnisse entgegen. So viele gab es nicht nur am GAT noch nie. Dank der schulpolitischen Jahrhunderttat, in NRW ab sofort Jugendliche und junge Erwachsene bereits nach acht Jahren Gymnasium zum „Abi“ zuzulassen, gab es diesmal praktisch zwei Abi-Jahrgänge auf einmal. „G 9“, die nach den bislang „normalen“ neun Jahren ihre Reifeprüfung ablegten, und „G 8“, die nun aus der Jahrgangsstufe 12 nahtlos an die Uni oder eine andere Ausbildungsform wechseln.

Zunächst gestalteten die evangelische Pfarrerin Susanne Müller und die katholische Gemeindereferentin Maria Jentgen einen mit den Abiturienten vorbereiteten ökumenischen Gottesdienst. Tausend Menschen feierten mit. Die Aula war zu klein. Stadt und Schule hatten sich für die Dreifachturnhalle als Austragungsort der Abiturfeierlichkeiten entschieden. Dort „stieg“ tags darauf auch der Abiball.

Musikalisch stimmungsvoll untermalt wurde der Gottesdienst von einem Chor aus Abiturientinnen des Doppeljahrgangs. Sie sangen neue geistliche Lieder, die zumindest einer Reihe von Jugendlichen, die die Schulgottesdienste der vergangenen Jahre oder die Eifeler Jugendkirche „New Key“ besuchen, nicht unbekannt waren. Die Musik während des Gottesdienstes wie auch immer wieder während der Abifeier selbst „lieferte“ die BigBand „GAT the Sound“ des städtischen Mechernicher Gymnasiums am Turmhof unter der Leitung von Michael Schmitz.

Die offizielle Abiturfeier begann dann mit einer kurzen Begrüßung der Gäste durch die Beratungslehrer Tanja Fenge, Christoph Daniel, Jörg Weiss und Dr. Rolf Kowitz, die sich mit launigen Bemerkungen auch sehr persönlich an ihre ehemaligen Schützlinge wandten. Das tat auch Dr. Hans-Peter Schick, der Bürgermeister der Stadt Mechernich. Er betonte, dass die Abiturienten neben aller Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft auch das soziale Miteinander in ihrem zukünftigen Leben nicht vergessen sollten.

Bodo Dittmar, der Vorsitzende der Schulpflegschaft, bezeichnete Direktor Josef van de Gey in Anlehnung an das Abiturmotto in seiner Ansprache metaphorisch als „Vater der Ga[t]zellen“. In Abweichung von seinem Redemanuskript, fing Van de Gey den Ball auf und konterte mit dem Versprechen, er werde überlegen, was er in Zukunft lieber sein wolle. Einstweilen ließ der Stolz auf „seine“ Abiturienten ihn aber bei seiner Schulleiterrolle verweilen.

So erzielten die insgesamt 163 Schüler einen Notendurchschnitt von 2,2. Zwölf der Schüler schlossen sogar mit der Bestnote von 1,0 ab, darunter vier 17-Jährige. Von „Bildungswüste“ am GAT könne daher keine Rede sein, bemerkte vor diesem Hintergrund der Schulleiter in Anspielung auf das Abi-Motto scherzhaft. Er bedankte sich bei den Abiturienten.

Im Anschluss an die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse wurden die Jahrgangsbesten mit Buchpreisen für ihre außerordentlichen Leistungen bedacht. Diese wurden von Brigitta Vossen und Pfarrer Ralph Wiegand überreicht. Die Vorsitzende des Fördervereins und ihr Stellvertreter hoben mit einem Augenzwinkern die hohen Kosten hervor, die dem Förderverein auf Grund der außergewöhnlich guten Leistungen der Abiturienten und der damit verbundenen Buchpreise entstanden seien.

Auch die Schülersprecherin, Ariane Burg, sowie Justin Bous, Lukas Bungert und Andreas Weber als Sprecher der Abiturientia ergriffen das Wort und ließen besondere Ereignisse der vergangenen Jahre aus Schülersicht in lustiger Form Revue passieren. Am Samstag, 22. Juni, folgte dann der „inoffizielle Teil“ der Feierlichkeiten. Im Rahmen ihres Abiballes feierten die Abiturienten in der Dreifachturnhalle, um gebührend Abschied von ihrer ehemaligen Schule zu nehmen. Es wurde eine lange Mechernicher Nacht.

pp/Agentur ProfiPress

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