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„Holzbaupreis Eifel“ für Mechernicher Architekten

Architekt aus Mechernich-Gehn überzeugte die Jury – Geringe Energiekosten – Auslober wollen auf Vielfältigkeit des Holzbaus aufmerksam machen – Zukunftsinitiative Eifel widmet „Wald und Holz“ eigenes Handlungsfeld

Aus den Händen von Joachim Seinecke (r.) nahm der Mechernicher Architekt Michael Danke den Preis entgegen. Foto: Johannes Mager/pp/Agentur ProfiPress

Nettersheim – Mit seinem „Alterswohnsitz“ im Mechernicher Ort Gehn hat der Architekt Michael Danke gleich mehrfach gewonnen. Das Einfamilienhaus, das er entworfen hat und mit seiner Frau Ulrike Danke-Sanders bewohnt, ist zum Beispiel äußerst Energie sparend. „Wir bezahlen für die Heizung 35 Euro im Monat“, berichtet der Architekt. Außerdem bieten die riesigen Fenster einen beeindruckenden Ausblick in die Natur.

Jetzt wurde Danke für sein Haus im Nettersheimer Holzkompetenzzentrum Rheinland sogar ein „handfester“ Gewinn überreicht: der „Holzbaupreis Eifel“. Die Auslober wollen mit diesem Preis auf die Vielfältigkeit des Holzbaus aufmerksam machen. Auch die Zukunftsinitiative Eifel setzt sich für den Holzbau in der Eifel, dem sie sich speziell im Rahmen des Handlungsfeldes „Wald und Holz“ widmet, ein.

Unter 31 Einsendungen zum Sieger gekürt

„Die Jury ist gleichermaßen von der eigenständigen Gestaltung des Gebäudes wie von dem massiven Einsatz des Baustoffes Holz beeindruckt, der nicht nur konstruktiv, sondern auch als dekoratives Innenmaterial Verwendung findet“, zitierte der Jury-Vorsitzende Joachim Seinecke aus der Urteilsbegründung. Die „Ausblicke der Innenräume“, die den Himmelsrichtungen zugeordnet seien, waren für die siebenköpfige Jury ein weiteres Argument, den Mechernicher Architekten und seinen Bau mit dem Preis zu würdigen. Insbesondere den Ausblick in den Garten, der „durch die rahmenlose Glasfassung die Natur wie einen Bildausschnitt darstellt“, betonte die Jury dabei. Ihr gefiel auch, dass sich das Haus „in seiner Gestaltung auf die Geländesituation und den Baumbestand“ ausrichte. Damit wählte die Jury die Arbeit von Michael Danke unter 31 Einsendungen als Sieger aus. „Das Haus war innerhalb von zwei Tagen aufgebaut“, erklärte der Architekt, der sowohl in Gehn als auch in Berlin arbeitet.

Für das Haus wurden 22 Tonnen Holz verbaut. Dazu wurde vor allem Weißtanne verwendet. Die Dübel bestehen aus Buchenholz. Da die beiden Holzarten unterschiedliche Ausdehnungseigenschaften besitzen, kommt das Wohnhaus komplett ohne Leim aus. Ein Vorteil von Holz als Baumaterial: „Das Material ist trocken und man kann sofort weiterbauen“, so Danke. Und weiter: „Das Haus besteht nur aus einem einzigen Stoff. Man kann deshalb bei den Maßen keine Fehler machen.“ Auch die Energieeffizienz des Hauses sei ein großer Pluspunkt. „Wir haben gar keine Dämmung“, so Danke. Dennoch brauche das Haus 240 Stunden, bis es ausgekühlt sei.

Auch die Einrichtung des Hauses hat Michael Danke passend dazu entworfen. Den zweiten Preis vergab die Jury an die Dürener „Amunt Architekten“. Bei ihrem Entwurf überzeugte die Jury nicht nur die ungewöhnliche Kombination aus Friedhofspavillon für Trauergäste und Café. Auch die zahlreichen individuellen Bauformen waren unter anderem ausschlaggebend für die Entscheidung. Sie geben dem Pavillon einen hohen Aufenthaltswert, so das Jury-Urteil. „Man sieht, dass man mit Holz nicht immer eckig bauen muss“, fand Seinecke.

Anerkennung für Hotel im belgischen Stavelot

Neben den beiden Preisen sprach die Jury auch zwei Anerkennungen aus. Für die Erweiterung eines Hotels im belgischen Stavelot erhielten die „Archau Architekten“ aus Malmedy eine Anerkennung der Jury. Die zweite Anerkennung sprach sie gegenüber den „AXT Architekten“ aus Trier für eine Lagerhalle in Weidingen aus, in der Kunstobjekte gelagert und ausgestellt werden.

Leistungsstarke Unternehmen in der Eifel

Ausgelobt wurde der „Holzbaupreis Eifel“ 2012 durch das Holzkompetenzzentrum Rheinland, das Holzbau-Cluster Rheinland-Pfalz und das Kompetenzzentrum Holz Ostbelgien. Es war das zweite Mal, dass der Preis verliehen wurde. Joachim Seinecke erinnerte sich daran, dass der Holzbau unter Architekten vor vielen Jahren noch anders verstanden wurde: „Da hat man gedacht, viel mehr als ein Dachstuhl aus Holz sei nicht möglich.“ In seiner Studienzeit als Architekt habe man „im Beton geschwelgt“. „Wir dachten, das sei der Baustoff, mit dem wir zukünftig alles machen werden“, so Seinecke. Der „Holzbaupreis Eifel“ soll der Förderung und Innovation im Holzbauwesen dienen, so die Intention der Auslober. Mit dem Wettbewerb wollen sie die Vielfältigkeit und Leistungsfähigkeit des Bauens mit Holz zeigen. Gerade in der Eifel gebe es leistungsstarke Unternehmen, die in der Holzproduktion und -verarbeitung tätig sind. Engagierte Kommunen und Brancheneinrichtungen verfolgten das Ziel, die heimische Forst- und Holzwirtschaft zu fördern. Auch in diesem Jahr rufen die Auslober zum „Holzbaupreis Eifel“ auf. Der Einsendeschluss ist der 31. Juli 2013. Weitere Informationen gibt es unter www.holzbaupreis-nrw.de.

pp/Agentur ProfiPress

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