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„Das schönste Weihnachtsgeschenk“

Jahreshauptversammlung des Roten Kreuzes – Bewegende Rede von Udo Crespin – Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften und herausragenden Einsatz beim Hochwasser – Freude über Zuschlag bei Rettungswachen

Für ihre langjährige Mitgliedschaft und ihren herausragenden Einsatz beim Jahrhunderthochwasser wurden zahlreiche Rotkreuz-Helfer geehrt. Foto: Johannes Mager/pp/Agentur ProfiPress

Zülpich – Eine bewegende Rede hielt Udo Crespin, Leiter der Abteilung Gefahrenabwehr bei der Euskirchener Kreisverwaltung und verhalf damit der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Rotkreuz-Kreisverbandes zu ihrem Höhepunkt.

Die „Bürgerbegegnungsstätte Martinskirche“ in Zülpich war proppenvoll, denn zahlreiche Mitglieder waren gekommen. Sie hörten eine Rede, in der Crespin, der stellvertretend für Schirmherrn Landrat Günter Rosenke das Wort an die Versammlung richtete, auf blumige Worte verzichtete. Vielmehr setzte er auf Fakten der vergangenen 28 Jahre. Zunächst jedoch freute er sich, dass das Rote Kreuz die europaweiten Ausschreibungen hinsichtlich des Betreibens der Kreis Euskirchener Rettungswachen Rescheid und Zülpich für sich behaupten konnten.

„Ich habe im Vorfeld versucht zu ergründen, was uns dazu bringt, immer weiter zu planen“, erklärte Crespin und ließ daraufhin die vergangenen Jahre des Roten Kreuzes Revue passieren. Deutlich wurde dabei der Respekt, den er den haupt- und ehrenamtlichen Rotkreuzlern entgegenbringt. Er begann mit dem Jahr 1985, in dem er die „Initialzündung“ für die heutige verzahnte Zusammenarbeit aller Rettungskräfte sah. Ausschlaggebend sei das schwere Unglück auf der A 61 bei Weilerswist mit 13 Toten, 154 Verletzten und über 1.000 Beteiligten gewesen. Im Anschluss habe er mit Herbert Schmitz, Dr. Gisela Neff, Rolf Zimmermann und Bert Spilles die ersten Überlegungen zur Intensivierung der Zusammenarbeit und zur Schnelleinsatzgruppe angestellt.

Auch den Brand im Mechernicher Kreiskrankenhaus 1991 rief er ins Gedächtnis und sprach dabei die ehrenamtlichen Rotkreuzler an: „Dabei standen sie in vorderster Linie.“ Im Nachgang des Bombenattentats am Euskirchener Amtsgericht sei der Kriseninterventionsdienst ins Leben aufgebaut worden. Hier sei das Rote Kreuz einer der ersten gewesen, die sich engagierten. Als „Meisterstück“ bezeichnete Crespin den Einsatz der Rotkreuzler beim Busunglück 2004 zwischen Euskirchen und Lommersum. Dass der Rotkreuz-Kreisverband Euskirchen bei Ereignissen wie dem Zugunglück von Brühl, dem Weltjugendtag, der Fußball-WM und der Duisburger Loveparade angefordert worden sei, zeuge von der guten Arbeit. „Das alles ist passiert. Und dann kam die Ausschreibung. Hätte man das alles so weiterführen können? Die Frage müssen wir heute hier nicht beantworten“, schloss Crespin seine Ansprache vieldeutig.

In seinem Jahresrückblick sprach auch der Kreisvorsitzende Erwin Doppelfeld die Ausschreibung der Rettungswachen an: „Jedem ist klar geworden, dass man mit Rettungskräften nicht so umgeht. Das hat einen fahlen Beigeschmack.“ Es sei für das Rote Kreuz allerdings das schönste Weihnachtsgeschenk, dass es die beiden Wachen weiter betreiben dürfe. Ein Anliegen war es Doppelfeld auch, den verschiedenen Gruppen wie den Mitarbeiterinnen der Rotkreuz-Kindergärten, dem Küchenteam, dem Jugendrotkreuz, der Rettungshundestaffel und der Bergwacht für ihre herausragende Arbeit in diesem Jahr zu danken.

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Detlef Seif sowie Zülpichs Bürgermeister Albert Bergmann, gleichzeitig zweiter Vorsitzender des Ortsverbands Zülpich, fanden anerkennende Worte für das große Engagement der Mitglieder.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung konnte der Vorstand Klara Kammerscheid und Katharina Valder für zehnjährige sowie Sieglinde Heymann, Marlene Küppers, Jürgen Lux, Rita Mands, Rolf Klöcker und Thomas Heinen für 25-jährige Mitgliedschaft ehren.

Für ihren hervorragenden Einsatz im Kampf gegen das Elbhochwasser im Sommer 2013 wurden Anna Bungart, Dietmar Etten, Daniel Göbel, Martin Hupperich, Andrea Michels, Nicole Michels, Aaron Wawer, Christian Wawer, Christiane Wawer, Jan Urs Birkmann, Daniel Hermanns, Simon Jägersküpper, Dirk Kristahl, Daniel Pöthmann, Stephan Schmitz, Herbert Schmitz, Jürgen Houbé, Oliver Kliem, Björn Neumann, Rico Spilles, Bert Spilles, Ulrich Weigel, Bianca Züll, Dirk Rose, Matthias Ehlenz, Alexander Heinen, Thomas Heinen und Daniel Heitmann geehrt.

Zum Schluss der Versammlung ergriff Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker das Wort und bedankte sich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement. Er betonte: „Wir können einerseits stolz sein, Teil der weltweit so bedeutenden Rotkreuzgemeinschaft zu sein und andererseits einem in Ehren- und Hauptamt so gut aufgestellten Kreisverband anzugehören. Jeder einzelne von euch trägt seinen Teil dazu bei – und dafür: Herzlichen Dank!“

pp/Agentur ProfiPress

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