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„Das Rote Kreuz ist unser Freund!“

„. . . und Euskirchen unsere Heimatstadt“: Nevin Szegin interviewt vor der Europameisterschaft im türkischen Folkloretanz die Betreuer der jugendlichen Tänzerinnen und Tänzer des Titelaspiranten „Dostluk Baris Euskirchen“ – Mehr Unterstützung für Kinder und Teenager gewünscht, von türkischen und deutschen Kreisstadtbürgern

 

Mit dem Rotkreuzbus aus Euskirchen geht der Titelaspirant „Dostluk Baris Euskirchen“ an Pfingsten auf die Reise nach Ludwigshafen, wo die Europameisterschaft in türkischen Folkloretänzen stattfinden. Foto: Nevin Szegin/pp/Agentur ProfiPress

Euskirchen/Ludwigshafen – Im vergangenen Jahr haben die Kinder und Jugendlichen des Euskirchener türkischen Tanzvereins „Dostluk Baris“ den inoffiziellen Deutschen-Meister-Titel gewonnen, denn einen offiziellen DM-Titel gibt es in türkischer Folklore nicht. Jetzt schickt sich der Verein aus dem Kreis Euskirchen an, nach „europäischen Sternen“ zu greifen: „Dostluk-Baris“ trainiert zurzeit fünfmal die Woche für die Europameisterschaft. Sie findet am Pfingstfest in Ludwigshafen statt.

Nevin Sezgin, die Friedensaktivistin aus Euskirchen und Pressesprecherin des Tanz- und Folklore-Vereins, schickte der Agentur ProfiPress und dem Roten Kreuz im Kreis Euskirchen, mit denen der türkische Tanzverein „Dostluk Baris“ eng und freundschaftlich verbunden ist, einen Zwischenbericht vom gut laufenden Training. Fazit: „Die jungen Leute sind hochmotiviert und tanzen wirklich klasse!“

Nevin Sezgin sprach auch mit der Betreuer-Crew, zu der Osman Yildis, der Leiter von „Dostluk Baris“, und Vize-Vorsitzender Remzi Calmaz ebenso gehören wie die Trainer Talip und Gülhan Khasma (zuständig für Disziplin) sowie Mehmet Kahraman, der die Tanzgruppe unterstützt. Hier das Interview, das Nevin Szegin führte:

Was ist anders dieses Jahr?

Remzi Calmaz: Es wird diesmal 17 teilnehmende Teams aus ganz  Europa geben, aber nur wir werden zu Live-Musik auftreten. Wir haben traditionelle Instrumente und Musiker aus der Türkei verpflichtet. Das ist nicht billig . . .

Nämlich?

Remzi Calmaz: Etwa 4000 Euro!

Das wird eine Show geben?

Remzi Calmaz: Sicher, aber nicht nur die Musik, auch unsere Kostüme kommen aus der Türkei, es handelt sich um originale Folklore-Kostüme.

Passen die Kostüme den Tänzern denn auf Anhieb?

Mehmet Kahraman: Eher selten, der Schneider Simsek hier in Euskirchen sponsert uns und näht die Kostüme für die Tänzerinnen und Tänzer entsprechend um. Kostüme sind sehr wichtig, und alles muss sitzen. Jede Tanz-Art hat andere Kostüme, und die Jury achtet sehr auf das Äußerliche, also nicht nur auf die Kleidung, sondern auch auf Schminke, Frisur und auf die Mützen. Alles muss der Tradition entsprechen.

Wer wird „Dostluk Baris“ unterstützen, um den Europameister-Titel nach Euskirchen zu holen?

Remzi Calmaz: Unser bester Unterstützer ist das Deutsche Rote Kreuz in Euskirchen! Die Rotkreuzler sind unsere Freunde. Wir wären sehr glücklich, wenn uns mehr deutsche Bürger kennen und unterstützen würden. Wir sind auch ein Teil dieser Stadt! Ich lebe schon seit 50 Jahren in Euskirchen.

Ja, auch ich bin ein Teil dieses Landes. Ich hatte nie das Gefühl, nicht akzeptiert zur werden. Glauben Sie, dass es besser wird, wenn „Dostluk Baris“ den Europameistertitel nach Euskirchen holt?

Osman Yildis und Remzi Calmaz: Vergangenes Jahr bei der Europameisterschaft haben wir auf der Bühne die Euskirchener Stadtflagge hochgehoben, um zu zeigen: Wir treten für Euskirchen an! Auf unseren Plakaten und Flyern steht „Dostluk-Baris Euskirchen“. Natürlich brauchen wir mehr Unterstützungen aus der Kreisstadt und aus dem Kreis Euskirchen. Wenn der Europawettbewerb in Euskirchen stattfindet, dann können wir Europa nicht alleine empfangen!

Warum sind Sie so erfolgreich?

Gülhan Khasma: Weil viele Elternteile der Tänzer/rinnen uns sehr unterstützten. Die sind auch Mitglied im Verein „Dostluk Baris“.

Meine Tochter wird auch mittanzen . . .

Remzi Calmaz: Das ist schön. Fakt aber ist, dass uns nur 50 von 250 türkischen Bürgern unterstützen. Sie müssten wissen: Tanzen ist nicht nur Tanzen, es ist Tradition, Kultur, eine sinnvolle Beschäftigung für Kinder und Jugendliche, sie bekommen Selbstvertrauen dabei.

pp/Agentur ProfiPress

 

 

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