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„Alles hat keine Zeit . . .“

Ex-Kreissparkassenchef Hans Bösch referierte vor evangelischen Mütter- und Männerkreisen über Orientierung in turbulenter Zeit – Plädoyer für die Ehe und religiöse Bildung Jugendlicher

Hedda Flader, die Vorsitzende des evangelischen Mütterkreises, be-dankt sich bei Ex-Sparkassenchef Hans Bösch für ein christliches Im-pulsreferat zum Thema „Alles hat seine Zeit“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Euskirchen – Ein- bis dreimal im Jahr verwandelt sich der bekannte frühere Kreissparkassendirektor Hans Bösch in einen leidenschaftlichen Prediger. Eins der Auditorien, in denen der engagierte protestantische Christ dann regelmäßig zu hören ist, stellen die Mitglieder zweier kirchlicher Kreise in Euskirchen.

Jetzt waren erneut 50 Zuhörer in den Evangelischen Gemeindesaal an der Kölner Straße gekommen, um Hans Böschs Ausführungen zum Thema „Alles hat seine Zeit“ zu hören. Dabei handelte es sich größtenteils um Angehörige des von Hedda Flader geführten Mütter- und des von Ex-Arbeitsamtschef Ralf Sawatzki geführten evangelischen Männerkreises.

Bösch wählte als Aufhänger jenes alttestamentarische Buch, das die Katholiken „Kohelet“ und die Protestanten „Prediger“ nennen, und das wegen seiner poetisch-philosophischen Betrachtungen über Leben und Zeit nicht nur zum Schatz der jüdisch-christlichen Theologie, sondern auch zu den größten Werken der Weltliteratur gehört.

Hans Bösch lenkte den Fokus vom biblischen Buch auf den Zeitmangel und die Zeitlosigkeit unserer Zeit. Fast war man versucht, Kohelet das Wort im Munde umzudrehen: „Alles hat keine Zeit . . .“ Die Menschen verirrten sich im Computerdschungel, so Bösch, und verwirrten sich im Medienwahn und verlieren dabei ihre Gottesebenbildlichkeit, befürchtete der Redner.

Der in die Jahre gekommene und an Weisheit zugenommene frühere Wirtschaftslenker und Bankenchef riet seinen Zuhörern: „Lassen Sie uns zum Verzicht fähig bleiben.“ Er selbst fahre nicht mehr an die kanadische Ostküste, um den „Indian Summer“ zu erleben, sondern wandere durch die herbstlich bunten Eifelwälder.

„Lasst die Freude nicht zu kurz kommen“, riet er seinen Zuhörern weiterhin: „In der Bibel ist 600 mal von der Freude die Rede, und an 20 Stellen wird gelacht.“

Menschenleben dürften nicht ziellos dahintreiben, warnte Hans Bösch, es brauche drei Faktoren zum Gelingen irdischer Existenz: Ordnung, Organisation und Qualitätssicherheit. „Lassen Sie uns behutsamer mit der Zeit umgehen“, bat Hans Bösch die Männer und Mütter der evangelischen Kirchengemeinde Euskirchen: „Lassen Sie uns nicht nur ein quantitativ langes, sondern ein qualitativ ausgefülltes, ein erfülltes Leben anstreben“.

Dazu sei ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Aktion und Kontemplation erforderlich. Niemand könne ausschließlich nur im Stress leben und agieren, wenn es keine Phasen der Beruhigung und Besinnung dazwischen gebe.

Und dann sagte der Ex-Bankier zur Überraschung mancher Zuhörer: „Zeit ist wertvoller als Geld, denn sie ist unersetzlich“. „Wenden wir uns biblischen Aussagen zu, und wir werden feststellen, wie zeitlos und auf uns zugeschnitten sie sind“, sagte Bösch vor den evangelischen Mütter- und Männerkreisen: „Gottes Wort ist ein einmaliges Therapeutikum für unsere Seelen“.

Hans Bösch forderte „ein Tempolimit für das Leben“. Menschen dürften nicht in einer sich immer schneller drehenden Hamstermühle zu Tode gehetzt werden. Es müsse schöpferische Muße und kulturelle Orientierung im Leben geben. Bösch: „Menschen brauchen Menschen – und Menschen brauchen Gott.“

Der frühere Kreissparkassendirektor sparte nicht mit Kritik an der evangelischen Kirchenleitung. Insbesondere teile er die neue Definition christlicher Partnerschaften im Verhältnis zur klassischen Ehe keineswegs. Auch plädierte Bösch zum wiederholten Male für mehr religiöse Bildung und Angebote zur Festigung des Glaubens von Kindern und Jugendlichen.    

pp/Agentur ProfiPress

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